Ergebnisse  Silvesterlauf

Einlaufliste  / AK Wertung

Fundsachen: Eine grüne Brooks-Jacke ( R. Kalbfleisch 06636 -8288 anrufen)

Bilder vom Zieleinlauf:

5 km  / 10 km  / 21,1 km

Bilder vom Start : 10 km  / 21,1 km

Wir bedanken uns für Ihren Besuch uns freuen uns auf ein Widersehen im Jahr 2013

13.10.2013 - Giessener Volkslauf "Rund um den Schiffenberg"

29.12.2013 - 40. Giessener - Silvesterlauf

 
 

06.10.2012                              Acht Athleten des LAZ Gießen im HLV-Landeskader

 

Wehrheim (nag). Im Rahmen der feierlichen Kadereröffnung des HLV (Hessischen Leichtathletik-Verbandes) für die Leichtathletik-Saison 2012/2013 vergangenen Samstag in Wehrheim erhielten acht Athletinnen und Athleten des LAZ Gießen ihre Nominierungsurkunde für die Landeskader. Alle Athleten hatten in der vergangenen Saison außergewöhnliche Leistungen gezeigt, die mit der Berufung in den hessischen Landeskader, verbunden mit der leistungssportlichen Förderung für das kommende Wettkampfjahr, belohnt wurden.

Nominiert wurden vom LAZ-Stammverein MTV Gießen Ann-Christin Strack für den D1-Kader Kurzhürde und Costa Laurenz für den D1-Kader Kurzsprint. Julia Gerter vom Stammverein SV Garbenteich erhielt ihre Urkunde für den D1-Kader Weitsprung. Gleich fünf Athleten stellte der LAZ-Stammverein TSG Lollar mit Nico Gremm (D2-Kader Kurzsprint) Robin Bastian Katzer (D2-Kader Hochsprung), Christopher Nagorr (D2-Kader Mehrkampf), Niklas Harsy (D2-Kader Lauf Nord) und Franziska Bock (D2-Kader Lauf Süd).

Ihre Kadernominierung erhielten Robin Bastian Katzer, Christopher Nagorr, Ann-Christin Strack, Julia Gerter und Costa Laurenz (hinten v.l.n.r.), sowie Franziska Bock, Niklas Harsy und Nico Gremm (vorne v.l.n.r.).

 

23.09.2012                                                Erfolgreicher Saisonabschluss

für LAZ-Mehrkämpfer Julius und Clemens Grau

 

(jth)Nach einem langen Jahr verletzungsbedingter Pause und wenigen Trainingseinheiten absolvierte Julius Grau, U 16, an der Seite seines Bruders Clemens U 18, seinen ersten 9 Kampf. „Eigentlich wollte ich nur einen 4-Kampf bestreiten“, sagte Julius „und dann von Disziplin zu Disziplin denken, wusste ja überhaupt nicht wo ich stehe. Aber dann lief es einfach super und ich hatte den unbändigen Willen, diesen 9-Kampf durchzustehen. Es war einfach nur mega, endlich wieder Tartan unter den Spikes zu fühlen“, so der Steinmühlenschüler Julius Grau.

Mit Bravur stand er diesen 9-Kampf durch. Mit persönlicher Bestleistung und einer, in Hessen bemerkenswerten Punktzahl von 4.475, Platz drei in der Hessenbestenliste.

„Damit hätte ich die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften gepackt, so Julius Grau. Jetzt werde ich für 2013 wieder voll angreifen und für die Deutschen 2013 arbeiten und hoffen, dass ich endlich einmal verletzungsfrei bleibe.

Sein Bruder Clemens Grau U 18, wollte die Außensaison, zusammen mit seinen 10-Kampf Kameraden aus Südhessen, beenden. „ Wir haben mittlerweile eine richtig tolle Freundschaft unter den 10-Kämpfern. Wir besuchen uns auch privat gegenseitig und es war schön, die Kollegen hier noch einmal zu treffen“, so der Steinmühlenschüler aus dem Ebsdorfergrund.

Mein Ziel war es, meine Punktzahl zu verbessern und persönliche Bestleistungen aufzustellen“, so Clemens Grau. Und das gelang ihm hervorragend. Mit 4.700 Punkten verbesserte er sich um gleich 500 Punkte zu seinem Ergebnis bei den Hessischen Meisterschaften. „Bis auf ganz wenige Ausnahmen, lief es einfach super rund und es war klasse, meinen kleinen Bruder zu motivieren.

Nun habe ich das Ziel, ebenfalls 2013 zu den Deutschen Meisterschaften, im 10-Kampf, zu kommen. Ich weiß, dass es ganz schwer wird, die Norm zu packen, ich weiß aber auch, dass noch viel Luft nach oben da ist“, so Clemens Grau

 

02.09.2012                                        DSMM - Endkampf

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DMM Gruppe 1, Männliche Jugend U16
Rk. Name Punkte
1. StG Darmstadt/Wehrheim 11.361,0
2. LG Eintracht Frankfurt 10.265,0
3. StG DipperzFliedenNeuhof 10.143,0
4. StG Dillenburg-Burg 9.745,0
5. LAZ Gießen 9.698,0

jth) Das Hessenfinale der DSMM-Endkämpfe ist ein Erlebnis für die ganze Familie, so auch in diesem Jahr für Eltern, Fans und natürlich den Schülerinnen und Schülern  des LAZ Giessen Stadt und Land sowie der Startgemeinschaft Buseck-Linden.  Für das Finale der sechs besten hessischen Mannschaften, in Gelnhausen, konnten sich die Schülerinnen U16 von der TSG Alten-Buseck sowie dem TV Gr.-Linden und die Schüler U 16 des LAZ Giessen qualifizieren. Leider konnte sich keine weitere Mannschaft aus dem Kreis qualifizieren, obwohl viele Kreisvereine durch die Bildung von Startgemeinschaften die besten Chancen hatten.

Die DSMM-Mannschaftswettbewerbe in der Leichtathletik stellen für die Trainer und Betreuer eine große Herausforderung dar, gilt es doch, die Athletinnen und Athleten so einzusetzen, dass am Ende möglichst viele Punkte herausspringen; und da ist ein glückliches Händchen gefragt, darf jeder Athlet doch nur in drei Disziplinen eingesetzt werden.

Die Schüler U 16 des LAZ Giessen konnten mit einem fünften Platz und 9.698 Punkten nach Hause fahren. Ein toller Erfolg für die Trainerriege, denn die Konkurrenz auf Hessenebene ist extrem groß und das Finale der besten sechs Mannschaften zu erreichen, ist die erste große Hürde. „ Wir hatten im Vorkampf nur für die Gruppe 2 gemeldet, dass wir nun einen Gruppe 1 Durchgang mit wesentlich mehr Disziplinen hinbekommen haben ist schon super. Wären nicht Christopher Nagorr und Robin Katzer verletzungsbedingt ausgefallen und hätten wir einen zweiten Stabhochspringer in die Wertung bekommen, hätten wir sogar um den zweiten Platz gekämpft“ so die LAZ-Koordinatorin Andrea Ewald

Auf der 100 m Strecke brachte sich Nico Gremm mit 11,64 sec und später im 80 m Hürdenlauf mit 11,22 sec ausgezeichnet in das Mannschaftsgefüge ein. Julius Grau im Stabhochsprung mit 2,80 m und Marcel Kalmes (21,34m) im Diskuswurf sicherten der Mannschaft weitere wertvolle Punkte. „Luca Weber mit übersprungenen 1,60 m im Hochsprung und die 30,24 m von Speerwerfer Max Keppl waren weiter Bausteine im Team“ so Andrea Ewald.

Luca Weber landete mit 5,56 m in der Weitsprunggrube und Julius Grau konnte die Kugel auf 9,48 m katapultieren . Bei angenehmen Temperaturen hatte 800 m Läufer Niklas Harsy (2:09,46) weitere wichtige Punkte beigesteuert. Die abschließende 4 x 100 m Sprintstaffel mit Luca Weber, Nico Gremm, Jannik Schmitt und Leonhard Schmitt brachte den Staffelstab in 48,84 sec sicher ins Ziel, so dass am Ende 9698 Punkte auf der Habenseite verbucht wurden. „Es herrschte eine super Teamgeist innerhalb der Truppe. Sie haben sich gegenseitig angefeuert worauf wir als Trainerteam besonders stolz sind“ so Andrea Ewald. Es gewann die Mannschaft der StG Darmstadt/Wehrheim mit 11.361 Zählern vor der LG Eintracht Frankfurt ( 10.265). Auf dem dritten Rang rangierte die Startgemeinschaft Dipperz-Flieden-Neuhof mit 10.143 Punkten.

  25/26.08.2012 - Hannover      Marcel Breitkopf mit Rang 9 bei MK-DM

(jth) Bei den Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften in Hannover hat der Zehnkämpfer Marcel Breitkopf vom LAZ Giessen/VfBGiessen im Feld der Junioren U 23 mit 6.598 Punkten einen ausgezeichneten neunten Rang im sehr starken Teilnehmerfeld erreicht.

 

Als erste Disziplin des ersten Zehnkampftages steht traditionell der 100 m Sprint auf dem Programm. Ein paar Minuten vor dem Startschuss kam pünktlich die Sonne heraus. Ein gutes Zeichen, denn mit 11,24 sec konnte Marcel Breitkopf gleich eine neue Bestleistung erzielen. „ Da die erste Disziplin ein wichtiger Gradmesser für die Psyche eines Mehrkämpfers ist, hätte es nicht besser beginnen können“ so der Maschinenbaustudent in der Selbstanalyse. In der zweiten Disziplin, dem Weitsprung ging Breitkopf dann erwartungsgemäß mit hohen Erwartungen an die Wettkampfstätte,  denn  dass Duo Breitkopf/Czech  hatte sehr viel Zeit und Energie in das Techniktraining gelegt. „Er fühlte sich sicher, was sich auch schon beim Einspringen zeigte. Bereits im ersten Versuch sprang er  6,72m und konnte beruhigt, mit kleineren Korrekturen in den zweiten Versuch gehen. Mit leider minimal zu viel Rückenwind von 2,1 m/sec. sprang er das erste Mal über sieben Meter. Nach 6,82m regulär im dritten Durchgang schlugen dann 7,01m zu Buche. Schön zu sehen, wenn ein Athlet selbst bei einer hohen mentalen Belastung bei einer Deutschen Meisterschaft grinsend von der Wettkampfanlage geht und Spaß zu haben scheint.“ so Trainer Czech.

Die dritte Übung, das Kugelstoßen hatte dann jedoch einen kleine „Beule“ in der glänzenden Fassade hinterlassen. In Marcels "Wackeldisziplin" gab es mit 9,69m einen kleinen Rückschlag. Nachdem ihm im ersten Versuch die Kugel massiv über die Finger gerutscht ist und bei 8,35m gelandet ist, begann seine gewohnte Unsicherheit in dieser Disziplin.

Nach der "Schlappe" im Kugelstoßen muss sich der Zehnkämpfer erst einmal wieder fangen. Das hat er jedoch gut hinbekommen und das Einspringen im Hochsprung hat bestens funktioniert. Alle Höhen bis 1,76m tadellos. Leider konnte er die 1,79m nicht mehr schaffen.

„Mit gemischten Gefühlen ging Breitkopf dann in den abschließenden kräftezehrenden 400m-Lauf. Durch eine  Krankheit und die lange Behandlung mit Antibiotika ist ein anstrengender 400m-Lauf ohne großartige direkte Vorbereitung immer ein Fragezeichen und ist somit auch mit ein bisschen Angst verbunden.Um so schöner war es dann zu sehen, dass er auf Bahn acht ohne Orientierung durch die mitlaufende Konkurrenz die drittschnellste Zeit seiner bisherigen Karriere, mit 51,40sec. lief

Insgesamt kam Marcel mit den Leistungen dieses ersten Tages auf sehr akzeptable und erfreuliche 3.430 Punkte. Da Marcel der typischer Zehnkämpfer des zweiten Tages ist, hat er sich mit diesen heutigen Leistungen eine gute Grundlage zum Erreichen eines achten Platzes geschaffen.“ so Trainer Markus Czech.

Der Hürdenlauf als erste Disziplin am zweiten Wettkampftages ist bekanntermaßen eine Schlüsseldisziplin. Marcel Breitkopf machte im Einlaufen einen etwas müden Eindruck, was nach einem anstrengenden ersten Tag nicht verwundert. Als allerdings der Startschuss ertönte, zeigte er ein völlig anderes Bild. „Er führte deutlich bis zur 5. Hürde strauchelte dann jedoch an der 6. Hürde. Er kam zwar völlig aus dem Rhythmus, aber zu meiner völligen Überraschung kämpfte er weiter und kam zum Schluss des Rennens wieder in seinen Rhythmus und kam noch mit guten 15,83sec. ins Ziel „ so Trainer Markus Czech.

Direkt danach ging es zum Diskuswerfen. Beim Einwerfen lief alles nach Plan. Alle Würfe flogen deutlich über die 30m-Linie. Im Wettkampf selbst machte es Marcel etwas spannender. Der erste Versuch war völlig "verrissen" und landete unterhalb der 30m-Marke, der zweite sogar ungültig. Dann war Konzentration angesagt. Im letzten Versuch kamen dann noch erlösende 32,29m hinzu, was ihm derzeit mit 4.692 Punkten den zwölften Platz einbrachte. Pünktlich zum Stabhochsprung fing es dann an in Strömen zu regnen.“ Diese Disziplin brachte die bisherige Rangliste gründlich durcheinander. Mit übersprungenen 4,70 m bei widrigen Bedingungen erzielte er das beste Juniorenergebnis im Stabhochsprung der U 23. In der vorletzten Disziplin, dem Speewurf blieb Breitkopf mit 46,68 m deutlich unter der 50 m Marke.  Den abschließenden 1500 m Lauf beendete der Student in einer Zeit von 5:20,59 min., was am Ende zu einer Gesamtpunktzahl von 6.598 Zählern führte und im Gesamtklassement den neunten Rang bedeutete. Es gewann Johannes Hock ( TSV Bayer 04 Leverkusen mit 7884 Punkten vor Maximilian Gilde ( LG Hannover / 7551) und Steffen Klink vom TSV Kirberg mit 7246 Punkten.

Zehnkampf, Junioren U23
25.08.2012 / 26.08.2012

Rk.

StNr.

Name

Jg.

Nat.

Verein

Punkte

 

 

 

100

WEI

KUG

HOC

400

11H

DIS

STA

SPE

1K5

 

 

1

138

Hock Johannes

1992

NO

TSV Bayer 04 Leverkusen

7884

 

 

 

10,98
+0,5
(865)

7,08 m
+1,2
(833)
(1698)

15,49 m

(820)
(2518)

1,85 m

(670)
(3188)

49,61

(833)
(4021)

15,02
+0,5
(847)
(4868)

49,42 m

(858)
(5726)

4,60 m

(790)
(6516)

61,40 m

(759)
(7275)

4:51,54

(609)
(7884)

 

2

98

Gilde Maximilian

1990

NI

LG Hannover

7551

 

 

 

11,17
+0,5
(823)

7,47 m
+0,7
(927)
(1750)

13,00 m

(667)
(2417)

1,94 m

(749)
(3166)

50,26

(803)
(3969)

14,92
+0,5
(859)
(4828)

39,30 m

(650)
(5478)

4,50 m

(760)
(6238)

59,77 m

(734)
(6972)

4:56,65

(579)
(7551)

 

3

84

Klink Steffen

1992

HE

TSV 1863 Kirberg

7246

 

 

 

11,23
+0,5
(810)

6,92 m
+0,0
(795)
(1605)

13,75 m

(713)
(2318)

1,88 m

(696)
(3014)

51,50

(747)
(3761)

15,62
+0,5
(776)
(4537)

40,98 m

(684)
(5221)

4,50 m

(760)
(5981)

51,86 m

(616)
(6597)

4:45,10

(649)
(7246)

 

9

80

Breitkopf Marcel

1990

HE

LAZ Gießen

6498

 

 

 

11,24
+0,6
(808)

7,01 m
+2,1
(816)
(1624)

9,60 m

(462)
(2086)

1,76 m

(593)
(2679)

51,40

(751)
(3430)

15,83
+1,2
(752)
(4182)

32,29 m

(510)
(4692)

4,70 m

(819)
(5511)

46,68 m

(540)
(6051)

5:20,59

(447)
(6498)

 

 

 

 
25.08.2012 - Zittau       Michael Rückel holt EM-Silber im Speerwerfen

Biebertal (mo). Bei der Konkurrenz zählte der Leichtathlet Michael Rückel (LAZ Gießen/KSG Bieber) aus Fellingshausen vor den Senioren-Europameisterschaften in Zittau bereits als Titelaspirant auf Gold im Speerwerfen der Klassse M 45. Doch 14 Tage vor den Meisterschaften erkrankte Rückel an einer Darminfektion. Durch die Krankheit etwas geschwächt, testete er drei Tage vor den Meisterschaften noch einmal seine Leistungsfähigkeit. Der Test gelang. Am Wettkampftag zeigte sich der Biebertaler fit. Bei optimalen äußeren Bedingungen und einer stattlichen Zuschauerkulisse begann das Speerwerfen für Rückel mit einem Fehlversuch. Mit 55,16 Metern setzte er sich im zweiten Durchgang an die Spitze des 16 Teilnehmer starken Feldes. Danach leistete er sich drei Fehlversuche hintereinander. Erst im fünften Versuch wurde er von der Spitze verdrängt und Thorsten Heinrich (Mecklenburg-Vorpommern) ging mit 57,29 m in Führung. Als letzter Werfer im Feld gelang ihm mit 55,97 m zwar eine Verbesserung, doch die Goldmedaille war vergeben. Bronze ging an den Franzosen Emmanuel Greber (54,80).

 

   19.08.2012                              Marcel Breitkopf holt sich den SDM-Titel

(ras) Vor einer Woche endeten die Olympischen Spiele, aber ein Hauch von London wehte bis zu den Süddeutschen Meisterschaften nach Wetzlar. Schon im Vorfeld hatte sich Kathrin Klaas, Olympiafünfte im Hammerwurf, für einen Start entschieden. Eine Überraschung war aber die Teilnahme von Christina Obergföll (LG Offenburg).
Über die 100 m trat Beatrice Marscheck vom LAZ Gießen an. Nach dem Vorlaufsieg in 11,99 Sekunden vor Lara Matheis (TSG Gießen-Wieseck/12,30), musste sich die Garbenteicherin im Finale Eva Baur (VfL Sindelfingen/11,78) geschlagen geben (11,80). Auch über 200 m lief Marscheck nach 24,25 im Vorlauf beim Finale mit 24,28 hinter der 200-m-Spezialistin Martina Riedl (LG Stadtwerke München/24,10) auf den zweiten Platz. »Mit den Platzierungen bin ich zufrieden, mit den Zeiten weniger. Am Start über 200 m habe ich Zeit verloren. Auf der Zielgeraden kam ich zwar näher an Riedl heran, aber es hat nicht mehr gereicht«, sagte Marscheck. Auf der gleichen Strecke qualifizierte sich auch ihr Vereinskamerad Costa Laurenz bei gerade noch erlaubtem Rückenwind von 2,0 m/s mit neuer persönlicher Bestzeit von 10,73 für das Finale, genauso wie der Hüttenberger Patrick Wagner (LG Wetzlar), dessen Vorlauf bei deutlich schlechteren Windbedingungen mit 10,93 gemessen wurde. Im Endlauf sprintete Laurenz in 10,89 auf Rang sechs, Wagner wurde in 10,94 Achter. »Im Vorlauf lief es ganz gut, aber im Finale konnte ich nicht mehr zulegen«, bedauerte Wagner. Der Sieg ging in 10,48 an Felix Göltl vom TuS Kriftel. Auch am Sonntag qualifizierten sich die beiden heimischen Sprinter für das 200-m-Finale. Nur durch eine Hundertstelsekunde getrennt, erreichten Laurenz (21,96) und Wagner (21,97) Platz vier und fünf. »Der 100-m-Vorlauf mit um zwei Hundertstel verbesserter Bestleistung war okay. Heute bin ich aber recht deutlich unter meiner Bestzeit geblieben. Es lief einfach nicht und dann fehlte auch die letzte Motivation«, sagte Laurenz nach dem 200-m-Finale. Im Stabhochsprung machte Marcel Breitkopf (LAZ) sein Meisterstück und gewann mit übersprungenen 4,70 m. Bereits als Sieger feststehend scheiterte er an noch nie überwundenen 4,90 m. Über 110 m Hürden blieb Breitkopf im Vorlauf in 15,48 knapp eine halbe Sekunde über seiner Saisonbestzeit (15,00). Im Finale steigerte sich der Mehrkämpfer auf 15,31. Das bedeutete Platz fünf.
 
 

 29.07.2012                               DM U 23 mit Ann Christin Strack und Costa Laurenz

(jth) Die 69. Deutschen U 23 Meisterschaften in Kandel sorgten eine Woche nach den Deutschen Jugendmeisterschaften der U20 wieder für gute Ergebnisse der heimischen Leichtathletik-Asse. Mit Lara Matheis ( TSG Gi-Wieseck), Ann-Christin Strack ( LAZ / MTV Giessen) und Costa Laurenz ( LAZ / MTV Giessen) erreichten gleich mehrere die Finals und konnten sich dort, zum Teil ausgezeichnet präsentieren.

Am Samstag standen für die Sprinter die 100 m auf der Wettkampfliste und Costa Laurenz vom LAZ Giessen / MTV Giessen konnte nach der der Bronzemedaille von letzter Woche überraschend den Endlauf erreichen. Trotz Startproblemen im Vorlauf und verstärkter Konkurrenz im Zwischenlauf bot der Abiturient der Friedrich Feld Schule jeweils mit 10,82 sec eine super Zeit an und qualifizierte sich damit für das Finale der besten acht deutschen Sprinter.  „ Mein Ziel war der Endlauf.  Hier habe ich dann bei meinem Trainer für einen deutlich erhöhten Puls  gesorgt. Ich verursachte  einen Fehlstart der jedoch glücklicherweise ohne eine Disqualifikation gewertet wurde. Der zweite Start war dann jedoch mäßig und die zweite Teilstrecke nicht so locker. Mit den  erzielten 10,85 sec und Rang acht kann ich super zufrieden sein“ so Costa Laurenz.

Ann-Christin Strack ( LAZ / MTV Giessen) war am Samstag in Kandel im 100 m Sprint aktiv. Strack zeigte im dritten Vorlauf mit 12,09 sec eine gute Leistung verzichtetet jedoch auf den Zwischenlauf. „Leider musste sie auf diesen verzichten, weil sie starke Kopfschmerzen zu sehr beeinträchtigten. Vermutlich sind diese auch noch durch den herben Sturz im Hürden-Endlauf der Jugendmeisterschaften des letzten Wochenendes geschuldet“ so Trainer Markus Czech.

Auch der Sonntag stand dann wieder im Zeichen der Sprints. Costa Laurenz konnte sich nach ausgezeichneten 21,55 sec für das B-Finale der 200 m qualifizieren und verfehlte nur  um eine Hundertstel das A-Finale. Mit 21,48 sec konnte sich dann Costa Laurenz im B-Finale noch mal ausgezeichnet in Szene setzen und den Lauf gewinnen. „ Er ist super gelaufen und nur zwei Hundertstel über der Zeit von letzter Woche ( 21,46) geblieben. Im Ergebnisspiegel hat er die viertschnellste Zeit aller Teilnehmer im A + B Endlauf angeboten. Als jugendlicher Sprinter, der erst nächstes Jahr der U23-Altersklasse angehören wird, ist das sehr beachtlich“ so Czech. 

Ann-Christin Strack kam in ihrem 100 m Hürdenvorlauf schwer in Fahrt, konnte sich jedoch mit 14,25 sec für das Finale der besten U 23 Hürdenläuferinnen qualifizieren. „Ich war mir nach dem Vorlauf  noch nicht sicher, wie sich der Sturz der letzten Woche auf ihr Befinden in Extremsituationen auswirkt. Wir haben fas die ganze Woche pausiert und minimale Belastungen im Training absolviert. Sie ist voll ausgeruht und kann Großes leisten, wenn sich das diagnostizierte leichte Schleudertrauma in ihrem Nacken nicht als hinderlich erweist“ so Czech zu den Aussichten.

Das Finale gestaltetet sich auf den ersten vier fünf Hürden ausgezeichnet und Ann-Christin Strack lag sogar in Front. Doch an der achten Hürde kam Anni leider ins straucheln. Sie blieb mit dem Nachziehbein an der Hürde hängen, kam aus dem Rhythmus und musste dass Rennen aufgeben. Es gewann Pamela Dutkiewicz ( TV Wattenscheid in 13,68 sec vor Christina Muckenthaler ( LG Stadtwerke München/ 14,00). „ Schade, denn wäre sie durchgekommen, wäre sogar der Titel drin gewesen. Ihr steht die Zukunft offen. Leider konnten wie diesmal die Chance nicht nutzen konnten, eine vordere Platzierung nach Giessen zu holen“  so Markus Czech 

 

27.07.2012                                Beatrice Marscheck in Weinheim in Bestzeitlaune

(jth)Bei perfektem Sprintwetter, sorgte am Freitag das DLV-Quartett der Männer vor 1.400 Zuschauern für das Highlight beim letzten Olympiatest in Weinheim. In 38,02 Sekunden unterbot die Staffel den 30 Jahre alten deutschen Rekord um 27 Hundertstel. Auch Beatrice  Marscheck ( LAZ / SV Garbenteich) startete in Weinheim  und kehrte mit guten Platzierungen im Weitsprung und einer guten 100 m Sprintzeit nach Hause.
Für das zweite Sprinthighlight des Tages im Einzel sorgte die frischgebackene Staffel-Europameisterin Verena Sailer (MTG Mannheim). In 11,05 Sekunden zauberte die Mannheimerin eine persönliche Bestleistung auf die Weinheimer Bahn. Ungläubig wartete sie auf die offizielle Bestätigung, dann brach der Jubel aus ihr heraus und sie fiel ihrem Trainer Valerij Bauer um den Hals.
„Das kam überraschend“, war Verena Sailers erste Reaktion. Ob dies nun ihre Zielsetzung für die Olympischen Spiele verändert? „Nein, ich möchte zum Saisonhöhepunkt meine beste Leistung anbieten. Vor allem müssen sich die Läufe gut anfühlen.“ Wenn das Gefühl stimmt sind die Läufe stets am schnellsten.

Die dritte Sprintüberraschung gelang Beatrice Marscheck, denn bei regulären Windverhältnissen  lief die Athletin von Trainer Markus Czech mit 11,67 sec im gleichen Lauf wie Verena Sailer zu einer neuen Saisonbestzeit und konnte zudem noch mit 6,32 m im Weitsprung ein weiteres gutes Ergebnis beisteuern.„Der Weitsprung war eigentlich ganz gut, leider hatte ich zwei ungültige Versuche die sehr weit waren. Da der 100m Lauf zwischen dem dritten und vierten Versuch war, war ich danach etwas platt und bin dann leider vor dem Brett abgesprungen. Mit den gezeigten Sprüngen bin ich aber trotzdem zufrieden. Es war ein guter Abschluss der Weitsprung-Saison.
Der 100m Lauf war super. Ich wusste das die Bedingungen sehr gut sind und es war auch genau mein Wetter. Ich bin dann einfach gelaufen, wobei der Start noch zu optimieren ist. Durch meine  gut Beschleunigen konnte ich hinten heraus noch mal einiges aufholen. Auf eine 11,70 er Zeit hatte ich gehofft. Das es 11,67 geworden sind hat mich überrascht.
Ich hoffe das ich die nächsten drei Wochen noch gut trainieren kann und dann bei den Süddeutschen in Wetzlar die Zeit bestätigen oder sogar neue Bestzeit ( 11,66s) laufen kann. Auch über 200m will ich noch mal unter 24 Sekunden laufen“ so Marscheck

 

LAZ-Jugendliche für Medaillen geehrt

(jth) Der Vorsitzende des LAZ Gießen, Eckhard Paul, ehrte zusammen mit dem LAZ Ehrenpräsidenten und Abteilungsleiter des MTV Gießen, Volker Clarius, die erfolgreichen Medaillengewinner vom vergangenen Wochenende Ann-Christin Strack und Costa Laurenz (beide LAZ / MTV Gießen). Er überbrachte Ihnen sowie dem „Erfolgstrainer“ Markus Czech ein kleines Präsent für die erbrachten Leistungen verbunden mit den Glückwünschen des gesamten LAZ-Vorstandes. „Die deutschen Jugendmeisterschaften in Mönchengladbach waren für das LAZ Gießen Stadt und Land in der über dreißigjährigen Vereinsgeschichte eines der erfolgreichsten Wochenenden. Ihr habt unseren Verein in ganz Deutschland publik gemacht. Durch das neue Medium „Livestream“ und den damit verbundenen Stadiondurchsagen, konnte sogar die ganze Welt eure Leistungen verfolgen. Ein besonderes Dankeschön geht auch an unseren Trainer Markus Czech. Durch die intensive Vorbereitung hat er unsere Sportler auf den Punkt topfit vorbereitet“, so Paul. Für „Anni“ Strack und Costa Laurenz geht es am kommenden Wochenende bereits mit den deutschen Juniorenmeisterschaften weiter. Auch hier kann man auf die Leistungen und Platzierungen gespannt sein.


LAZ-Ehrenvorsitzender Volker Clarius (links) und Vorsitzender Eckhard Paul (rechts) ehrten ihr erfolgreiches Sportler-Trainer-Gespann Ann-Christin Strack, Markus Czech und Costa Laurenz (Mitte v.l.n.r.)

 

  20-21.07.2012 - Möchengladbach

Herzlichen Glückwunsch zu den DM-Erfolgen !

 
Ann-Christin Strack und Costa Laurenz im Video
 
 

 

       

(jth) Die deutschen Jugendmeisterschaften in Mönchengladbach waren für das LAZ Giessen Stadt und Land, in der über dreißigjährigen Vereinsgeschichte , eines der erfolgreichsten Wochenenden, denn mit Ann-Christin Strack ( LAZ/MTV Giessen) und Costa Laurenz ( LAZ / MTV Giessen) konnten gleich  vier Medaillen an die Lahn geholt werden. „Anni“ Strack sicherte sich die Deutsche Vizemeisterschaft im 100m Hürdenlauf und holte im 100 m Sprintfinale die Bronzemedaille der U 20. Costa Laurenz machte es der Vereinskameradin nach und sicherte sich über die 200 m den deutschen Vizetitel und Bronze über 100 m der U 20.

Am Freitag konnten sowohl Ann-Christin Strack als auch Costa Laurenz mit der Bronzemedaille überraschen. „Ann – Christin Strack (LAZ / MTV Gießen) wird am Freitag über 100m eine Vorbelastung für Samstag angehen. Ein vorderer Platz ist nicht erwartet. Ich hoffe auf eine neue Bestzeit, die bei 12,10sec so Trainer Markus Czech zu den Erwartungen im Vorfeld.  Ann-Christin Strack lief im Vorlauf gute 12,18 sec. und qualifizierte sich als Vierte sicher für das Finale. Hier konnte die Ostschülerin dann erstmalig die 12 Sekunden-Marke knacken und belegte mit neuer Bestzeit 11,96 sec sensationell den dritten Platz, hinter der Siegerin Alexandra Burghardt ( LAZ Inn / 11,72 sec.) und Katharina Grompe ( LG Olympia Dortmund / 11,89 sec). Die gezeigte Leistung stellt zugleich einen neuen Kreisrekord dar, denn die alte Marke von Virginia Drescher ( Giessener LG ) aus dem Jahre 1968  wurde mit einer Handzeit von 11,8 sec. in den Statistiken geführt. Da bei einer elektrischen Zeitmessung 0,24 sec. im Vergleich zur Handmessung „gutgeschrieben“ werden ist der Uraltrekord nun geknackt.

Für Costa Laurenz, der über die Sprintstrecken schon im Vorfeld zur nationalen Spitze zählte, ging der Wettkampf am Freitag  mit 10,84 sec. im Vorlauf sehr vielversprechend los und im Zwischenlauf konnte er mit 10,80 sec. die drittschnellste Zeit vorweisen. „Über die 100m ist ein Platz im Endlauf das erklärte Ziel. Ich erwarte bei guten Bedingungen eine Bestleistung im Bereich von 10,75sec.“ so die Zielsetzungen vom Trainer in Vorfeld.

Im Finale hatte dann die Startpistole Ladehemmungen und drei mal schnellten die Läufer ohne Kommando aus den Blöcken. Doch Costa Laurenz konnte dieser Nervenkitzel nichts anhaben. Er hämmerte dann die Zielgerade in der von Trainer Czech prognostizierten Bestzeit von 10,75 Sekunden herunter und sicherte sich hinter dem Favorit Patrick Domogala ( MTG Mannheim / 10,57 sec.) und Robert Polkowski ( LT DSH Köln / 10,68 sec.) die Bronzemedaille.

Ann Christin Strack musste dann am Samstagmorgen bereits um 10.25 Uhr wieder in den Startblock, zum 100 m Hürdenvorlauf. Trainer Markus Czech sah bereits im Vorfeld gute Chancen.“ Ziel ist erst einmal der Endlauf. Wenn Anni normal durchkommt, sollte das, bei ihrem derzeitigen Leistungsniveau kein Problem darstellen. Im Endlauf angekommen heißt das eindeutige Ziel Medaille!!! Vielleicht schafft sie noch einmal eine Bestzeit“.

Im dritten Vorlauf konnte sie mit 13,83 gleich ein erstes Ausrufezeichen setzen und sich ohne Problem für den Zwischenlauf qualifizieren.

Zeitgleich  in 13,76 sec, mit der U 20 WM Teilnehmerin Alexandra Burghardt ( LAZ-Inn),  zog die Abiturientin als Zwischenlaufschnellste dann sicher in das Finale ein.

Hier übertraf die Tochter des ehemaligen Spielmachers der Bundesliga-Basketballer des MTV Gießen, „U“ Strack dann noch mal alle Erwartungen, den trotz eines Sturzes kurz vor dem Ziel konnte sie mit neuer Bestzeit von 13,60 sec ihren eigenen Kreisrekord(13,70) von diesem Jahr deutlich toppen. Lohn ist die Deutsche Vizemeisterschaft hinter der souveränen Siegerin Alexandra Burghardt ( LAZ Inn / 13,45 sec). Die Jahressschnellste und Vierte der U20-WM Franziska Hofmann (LAC Erdgas Chemnitz) verzichtete nach dem Aufwärmen aufgrund von Kniebeschwerden auf einen Start. „Leider verhinderte der Strauchler an der letzten Hürde und mein Sturz eine noch schnellere Zeit. Einige Schürfwunden bleiben als Erinnerung für die nächsten Tage. Das Wochenende hat sehr viel Spaß gemacht. Ich war allgemein gut gelaunt und immer konzentriert und die Leistungen waren klasse. Vor allem dass Costa und ich auf Platz drei und zwei kamen, hat für eine ziemlich gute Stimmung gesorgt. Ich bin mit meinen Leistungen zufrieden. Natürlich wäre die Hürdenzeit ohne Sturz noch ein Stück besser gewesen, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass ich dieses Jahr noch einmal schneller laufe. Über die 100m Zeit freue ich mich sehr, weil meine alte Bestzeit mittlerweile 2 Jahre alt ist. Die wurde langsam mal fällig. Es ist ein Wahnsinnsgefühl auf dem Treppchen zu stehen. Ich habe es sehr genossen. “ so Ann-Christin Strack.

Für den Langgönser Costa Laurenz waren die Vorgabe von Trainer Czech über die 200 Distanz klar definiert. „Das Erreichen des Endlaufes ist auf Grund seiner starken Vorleistung mit 21,39 sec eigentlich ein MUSS!! .Im Endlauf ist eine Medaille dann das erklärte Ziel. Wenn Costa an seine Bestleistung heranläuft oder diese gar verbessern kann, dann kann er eigentlich nur vom dem U20-WM-Teilnehmer und zurzeit bestem Jugendsprinter Patrick Domogala von der MTG Mannheim geschlagen werden. “

Die Vorgaben setzte der Schüler der Friedrich-Feld-Schule dann in seinem Vorlauf mit 21,53 sec hinter dem Vorlaufschnellsten Patrick Domogala ( 21,37) ausgezeichnet um und zog als zweitschnellster in das Finale ein. Mit 21,46 sec holte sich Costa Laurenz dann auch wie vom Trainer prognostiziert im Endlauf die Silbermedaille hinter Patrick Domogala ( 21,28 sec). „Ich wäre heute gerne Bestleistung gelaufen, Silber ist okay.“ ,so das Fazit des LAZ-Athleten.

Für Trainer Markus Czech waren die Deutschen das erfolgreichste Wochenende in der Vereinsgeschichte mit 4 Medaillen. „Der erste Tag mit den Kurzsprints waren als "Vorbelastung" für die eigentlich besseren Disziplinen gedacht. Dieses Vorhaben entwickelte sich aber schon zu einem ersten Blitzlicht mit jeweils Bestleistungen und zwei bronzenen Medaillen. Diese Erfolge gaben genügend "Rückenwind" für den zweiten Tag. Über die Hürden hat „Anni“ bereits im Vorlauf einen konzentrierten Eindruck hinterlassen und lief entspannt zum Sieg. Im Zwischenlauf traf sie bereits auf die spätere Siegerin und konnte zeitgleich mit 13,76 sec  ihrer zweitschnellsten je gelaufenen Zeit, über die Ziellinie laufen.

Im Endlauf kam es dann zum Showdown. Anni auf Bahn 4 und Alexandra Burghardt auf Bahn 6. Nach bereits 4 Hürden war klar, dass diese beiden Akteurinnen die ersten Plätze unter sich ausmachen würden. Burghard hatte bis zur siebten Hürde noch einen leichten Vorsprung, machte aber dann einen kleinen Fehler und Anni kam heran und hatte an der letzten Hürde einen winzigen Vorsprung. Leider touchierte sie diese, strauchelte und stürzte nur einen knappen Meter vor dem Ziel. Trotz dieses Unfalls rettete sie einen Silberrang mit neuer Bestleistung. Etwas geschockt und auch ein wenig traurig über die eventuell verfehlte Chance, Deutsche Meisterin werden zu können, konnte sie sich später aber freuen. Mit dieser Leistung hat sie sich auch für die DM der U23 für einen Endlaufplatz empfohlen.

Costa konnte seine Form der letzten Wettkämpfe nicht nur bestätigen, sondern zeigte sich in Bestform. Mit einem Rückenwind unterstützen Vorlauf zeigte er bereits seine Ambitionen auf eine Medaille als Zweitschnellster. Im Endlauf war er noch bis 180m sehr stark im Rennen, verkrampfte danach leicht und konnte das hohe Tempo nicht ganz halten. Mit einem zweiten Platz hinter dem absoluten Favoriten Patrick Domogala und einer Zeit knapp über seiner Bestleistung kann er mit diesem Wochenende sehr zufrieden sein“ so der Trainer.

                                                                                                                                                              

  20.07.2012 - Möchengladbach

Zwei Bronzemedaillen und ein Kreisrekord am ersten Tag der DM

(jth) Die beiden LAZ Sprinter Ann-Christin Strack und Costa Laurenz ( beide LAZ  Giessen / MTV Giessen  ) konnten am ersten Wettkampftag der Deutschen Jugendmeisterschaften in Mönchengladbach sensationell im 100 m Sprint jeweils die Bronzemedaille erringen. Ann-Christin Strack lief im Vorfeld gute 12,18 sec. und qualifizierte sich als vierte sicher für das Finale. Hier konnte die Athletin von Trainer Markus Czech dann erstmalig die 12 Sekunden-Marke knacken und belegte mit 11,96 sec sensationell den dritten Platz, hinter der Siegerin Alexandra Burghardt ( LAZ Inn / 11,72 sec.) und Katharina Grompe ( LG Olympia Dortmund / 11,89 sec). „ Für Anni ist das neue Bestzeit. Eigentlich wollten wir die 100m als Vorbelastung für die Hürden am Samstag nutzen“ so der zufriedene Trainer . Die gezeigte Leistung stellt zugleich einen neuen Kreisrekord dar, denn die alte Marke von Virginia Drescher ( Giessener LG ) aus dem Jahre 1968  wurde mit einer Handzeit von 11,8 sec. in den Statistiken geführt. Da bei einer elektrischen Zeitmessung 0,24 sec. im Vergleich zur Handmessung „gutgeschrieben“ werden ist der Uraltrekord nun geknackt.

Für Costa Laurenz ging der Wettkampf mit 10,84 sec. im Vorlauf sehr vielversprechend los und im Zwischenlauf konnte er mit 10,80 sec. die drittschnellste Zeit vorweisen. Im Finale hatte dann die Startpistole Ladehemmungen und drei mal schnellten die Läufer ohne Kommando aus den Blöcken. Doch Costa Laurenz konnte dieser Nervenkitzel nichts anhaben. Er hämmerte die Zielgerade in neuer Bestzeit von 10,75 Sekunden herunter und sicherte sich hinter dem Favorit Patrick Domogala ( MTG Mannheim / 10,57 sec.) und Robert Polkowski ( LT DSH Köln / 10,68 sec.) die Bronzemedaille. „ Costa hat am Samstag über die 200 m Distanz eigentlich Medaillenchancen, dass er jetzt schon über 100 m eine gewinnt, zeigt sein außergewöhnliches Talent“ so Trainer Markus Czech.

Auch Felix Repp von der LG Langgöns-Oberkleen war am Freitag schon am Start über die 400 m Hürden der U 18 und sicherte sich mit 55,98 sec. den Finaleinzug am Samstag.  Ann-Christin Strack  ( 100 m Hürden) und Costa Laurenz ( 200 m ) möchten dann am Samstag in ihren Paradedisziplinen auch noch einmal auf das Siegertreppchen steigen.

 

 
 07.07.2012 - GIESSEN

LAZ-Nachwuchstrio stürmt die DLV-Bestenlisten

Von Hans-Ulrich Winter

Costa Laurenz, Ann-Christin Strack, Julia Gerter sorgen für Furore - Auch Marscheck glänzt

GIESSEN. Die Leichtathletik kämpft seit vielen Jahren um Akzeptanz. Auch im Jahr 2012 bewegte sich die olympische Kernsportart bisher im Schatten anderer Sportarten. Die europäischen Titelkämpfe in Helsinki, nur Zwischenstation zu Olympia in London, hatten es schwer, neben der EM der Fußballer überhaupt wahrgenommen zu werden. Schade aus Sicht der deutschen Athleten, die in Finnland einen Aufwärtstrend bestätigten und mit frischen, jungen und unverbrauchten Gesichtern auf vielen Ebenen positive Schlagzeilen schrieben. Ein genereller Trend, zu dem auch die heimische Leichtathletik, auch wenn in Helsinki nicht vertreten, einen nicht unerheblichen Beitrag leistet.

Speziell das LAZ Gießen Stadt und Land, ein Zusammenschluss von mehreren Vereinen, hat sich Schritt für Schritt einen ausgezeichneten Ruf erworben. Gerade in diesem Jahr stürmten mit Sprinter Costa Laurenz, Hürdensprinterin Ann-Christin Strack, beide betreut vom inzwischen ohne Übertreibung als Erfolgstrainer zu bezeichnenden Markus Czech, sowie Weitspringerin Julia Gerter, Schützling von Philipp Schlesinger (SV Garbenteich), drei Nachwuchsathleten mit imposanten Leistungssprüngen auf Spitzenplätze der DLV-Bestenlisten der U20. Ein Trio, dem in Zukunft noch einiges zuzutrauen ist.

Schon lange ein bekannter Name in der deutschen Spitze ist Beatrice Marscheck, ebenfalls ein Czech-Schützling. Die 26-Jährige, seit Jahren ein Muster an Beständigkeit im Weitsprung und auf den Sprintstrecken, vielfache Süddeutsche- und Hessenmeisterin sowie WM-Teilnehmerin 2009 in Berlin, sorgte jüngst in Wattenscheid für den Paukenschlag mit dem Gewinn ihres erstens DM-Titels mit 6,49 m. Und das in einer Saison, die bisher von Verletzungen (schmerzhafte Fersenprellung) „zu den ungünstigsten Zeitpunkten“ (Czech) geprägt war. EM verpasst, Olympiazug abgefahren - dennoch haben Athletin (und der Trainer) noch ehrgeizige Ziele und große Motivation. „Die Form ist jetzt da, bei günstigen Bedingungen ist eine Verbesserung des persönlichen Rekordes von 6,73 m noch drin“, glaubt Czech. Vielleicht schon bei den nächsten Stationen, den Sportfesten in Dillingen und Hof.

Ein dickes Ausrufezeichen setzte jüngst in Wetzlar Costa Laurenz, der sich mit 21,39 Sekunden über 200 m auf Rang zwei der U20-Bestenliste katapultierte. Zur U20-WM in Barcelona (21,25) fehlte nur wenig. „Auf einer schnellen Bahn wie in Mannheim wäre das für ihn kein Problem“, sagt Czech und spricht gleich auch das „Problem“ seines Schützlings an. „Er ist nicht besonders trainingsfleißig, bewegt sich mit seinen Umfängen etwa auf dem Niveau von C-Schülern“, beschreibt der Trainer das Dilemma, aus dem nur „er sich nur selbst befreien kann“. Und mit dem Aufzeigen von Perspektiven. Denn Czech ist sich sicher, dass Laurenz bei entsprechendem Training „unter 21 Sekunden laufen kann. Er ist von der Veranlagung ein Jahrhunderttalent“. Die verpasste Barcelona-Chance könnte den Ehrgeiz wecken.

Nicht in der spanischen Hauptstadt beim Kräftemessen der besten U20-Leichtathleten dabei ist auch Ann-Christin Strack, die zuletzt ihre eigenen Bestmarken über die Hürden geradezu pulverisierte, sich von 14,10 Sekunden in Mannheim auf 13,79 und schließlich sogar 13,70 steigerte. Damit übertraf die Tochter des ehemaligen Spielmachers der Bundesliga-Basketballer des MTV Gießen, „U“ Strack, locker die WM-Norm (13,85) und „ist ein wenig traurig, nicht in Barcelona dabei zu sein“, so Czech. Der Grund: Franziska Hofmann (13,20) und Alexandra Burghardt (13,54) waren in dieser Saison noch deutlich schneller, sodass für Strack nur der Platz als erste Nachrückerin bleibt. Es bleiben aber noch die deutschen Jugendmeisterschaften, um sich noch weiter in den Vordergrund zu schieben, denn für Czech ist klar, dass „Ann-Christin, die sich erst seit einem Jahr auf die Hürden spezialisiert hat, in nächster Zeit noch deutlich steigern kann.“

Sogar auf Platz zwei der Bestenliste liegt Julia Gerter mit ihren in Mannheim bei der Junioren-Gala erzielten 6,35 m im Weitsprung. Die 18-Jährige hat damit in dieser Saison ebenfalls einen signifikanten Leistungssprung vollzogen, für die WM-Norm reichte die Weite allerdings nicht.

Vom Nachwuchstrio und Beatrice Marscheck ist, vorausgesetzt keine schwerwiegenderen Verletzungen funken dazwischen, noch in diesem Jahr einiges zu erwarten. Und das LAZ Gießen hat für die Zukunft noch weitere heiße Eisen im Feuer.

 

04.07.2012

Costa Laurenz mit Kreisrekord und Jugendspitzenzeit

Costa Laurenz überragend auf schneller Wetzlarer Bahn - Marscheck in Topform

GIESSEN (ras). Exakt drei Wochen vor den Deutschen Jugendmeisterschaften in Mönchengladbach-Reydt, kommt Costa Laurenz vom LAZ Gießen in Topform. Denn bei den gemeinsamen Kreismeisterschaften der Leichtathletik-Kreise Gießen und Wetzlar sprintete der Langgönser über 200 m in 21,39 Sekunden zur aktuell zweitschnellsten Zeit der deutschen U20. Einen hervorragenden Eindruck hinterließen im Wetzlarer Stadion auch Beatrice Marscheck über 100 Meter.

Bei den hessischen Titelkämpfen der U20 in Bad Homburg musste sich Costa Laurenz im 200-Meter-Finale hinter seinem Dauerrivalen Simon Schütz (SV Hohenstein/21,64) noch in 22,06 Sekunden mit Rang zwei begnügen. Auf der schnellen Wetzlarer Bahn trumpfte der LAZ-Athlet mit Stammverein MTV nun bei einem Rückenwind von 1,0 m/s groß auf und schob sich in der nationalen Jahresstatistik zwischen Patrick Domogala (MTG Mannheim/20,91) und Schütz (21,46), die ihre aktuellen Saisonbestzeiten in der Vorwoche in Mannheim beim international besetzten Nominierungswettkampf für die U20-WM in Barcelona erzielten. Damit verbessert Laurenz den 22 Jahre alten Gießener Kreisrekord der Aktiven und den der U20 von Lars Keitzl (ebenfalls LAZ/21,67) um fast drei zehntel Sekunden. Den 100-Meter-Kreisentscheid gewann Laurenz in 10,93 deutlich vor Issam Ammour (LG Wetzlar/11,23) und ließ in einem Einlagelauf mit den Männern 10,85 folgen, womit er nur knapp über seiner Bestzeit von 10,83 blieb. Im Sog von Costa Laurenz lief der Hüttenberger Patrick Wagner (LG Wetzlar) über die 200 m in starken 21,70 zum Kreistitel der Männer.

Im Weitsprung der Männer blieb Johannes Remy (LAZ) als Kreismeister mit 5,87 m diesmal unter der Sechs-Meter-Marke. Gute Leistungen in der U20 gab es zudem durch den Kleinlindener Issam Ammour im Kugelstoß (12,15) und Speerwurfspezialist Lucas Rückel (LAZ/KSG Bieber) zeigte im Hochsprung achtbare 1,85 m.

Ihre hervorragende Form bestätigte auch Beatrice Marscheck vom LAZ Gießen/SV Garbenteich. Die neue deutsche Meisterin im Weitsprung sprintete im 100-Meter-Rennen bei Windstille 11,86 und ließ ihrer hochgemeldeten U20-Vereinskameradin Ann-Christin Strack (12,22) keine Siegchance.

Bei den 20-Jährigen setzte sich Julia Blumkaitis (TSG Wieseck) bei ihren Sprintsiegen über 100 m (12,53) und 200 m (26,23) gut in Szene. Ann-Christin Strack (LAZ) gewann erwartungsgemäß die 100 m Hürden (14,39), und Ruth Hillebrand (TSG Wieseck) erweiterte ihre Urkundensammlung mit den Titeln (1,55/5,05) in beiden Sprungdisziplinen.

Über den Hochsprungtitel der Klasse W 14 darf sich Catharina Werdecker (LAZ/TSG Lollar) mit übersprungenen 1,50 m freuen.

 
 
30.06.2012 - GIESSEN

Landestitel für Katzer und Nagor

Hessische Zehn- und Siebenkampfmeisterschaften in Darmstadt

GIESSEN (ras). Im Rahmen der hessischen Zehnkampf- und Siebenkampf- Meisterschaften in Darmstadt kürte der HLV auch die Schülermeister der U16 und U14 in den Blockwettkämpfen. So boten die Wettkämpfe im Stadion Bürgerpark Nord dem hessischen U16-Nachwuchs die Möglichkeit, sich für die nationalen Titelkämpfe Mitte August in Wesel zu qualifizieren, oder die Form zu testen. Hervorragend präsentierte sich dabei mit Robin Katzer, Christopher Nagorr und Niklas Harsy ein Trio des LAZ Gießen, das die jeweilige DM-Norm übertraf, zusammen den Mannschaftstitel im Blockwettkampf gewann und durch Katzer und Nagorr auch in den jeweiligen Blöcken siegte.

In Abwesenheit der deutschen Spitzen-Mehrkampfathleten Felix Knobel und Pascal Behrenbruch (beide LG Eintracht Frankfurt) bot Fabian Christ (Frankfurt/7081) in der U18 einen herausragenden Zehnkampf. Felix Repp von der LG Langgöns-Oberkleen bestritt davon nur den ersten Wettkampftag und wurde in der national nicht gewichteten Fünfkampfwertung mit 3052 Punkten Dritter in dieser Altersklasse. Mit 4145 Punkten landete Clemens Grau vom LAZ Gießen auf Rang sechs des Zehnkampfes.

Mit fast 100 Punkten Vorsprung dominierte Robin Katzer im Block Sprint/Sprung der M15. Neben einem guten Sprung von 6,09 Meter überzeugte der LAZ-Jugendliche mit 42,94 m beim Speerwurf und 1,81 m im Hochsprung. Über 100 Meter (12,62) wurde ein Gegenwind von 1,9 m/s gemessen, und den 80-Meter-Hürdensprint meisterte Katzer als Blockschnellster in 11,44 Sekunden bei -3,2 m/s. Der undankbare vierte Platz ging an Robert Schmidt (2785) von der LG Wettenberg, der im Hochsprung (1,78) und dem windgeschädigten Hürdensprint (11,98) seine besten Resultate ablieferte. Mit 2785 Punkten verpasste Schmidt nur knapp die DM-Norm (2800).

In der M14 setzte Christopher Nagorr (LAZ/TSG Lollar) mit 2847 Punkten in vier der fünf Disziplinen die Maßstäbe. Dem Staufenberger blies dabei über 100 m (12,59) der Wind mit brutalen 6,1 m/s entgegen. Gewohnt stark zeigte sich Nagorr mit 44,66 m im Speerwurf, 5,68 m im Weitsprung, 11,44 sSekunden über die Hürden und 1,66 m im Hochsprung, bei dem der Zweitplatzierte Sevan Demircian von der TSG Alten-Buseck gegenhalten konnte. Bei 2661 Gesamtpunkten profitierte der Busecker zudem besonders von der Speerwurfweite von 39,13 m. Sowohl Nagorr als auch Demircian erfüllten erneut ihre Norm für Wesel von 2575 Punkten. Mit 2361 Punkten musste sich Niklas Harsy zwar mit Platz vier im Block Lauf begnügen, aber da der Läufer des LAZ mit Stammverein neben der Punktenorm (2300) auch als Einziger die Zusatznorm von einer 2000-Meter-Zeit unter 6:40,00 Minuten in 6:28,36 bravourös meisterte, kann Harsy ebenfalls für Wesel planen.

Im Sprint/Sprung der W15 wurde Nadine Luthardt von der LG Wetzlar nach Julia Moll (Wiesbaden/2689) als Zweite zur Ehrung aufgerufen. Die Liebigschülerin kam im 100-Meter-Sprint (12,97), über 80 m Hürden (12,14) und im Weitsprung (4,79) jeweils auf 500-Punkte-Ergebnisse und verfehlte mit 2571 Gesamtzählern ganz knapp die DM-Norm von 2575 Punkten. Nur vier Pünktchen trennte hier Stefanie Weiß (LAZ/2430) als Vierte von der Drittplatzierten Eliza Zigric (2434) vom Wiesbadener LV. Weiß punktete besonders stark in der Weitsprunggrube (4,65) und mit 31,44 Metern beim Speerwurf.

In der W13 kam Franziska Bock (LAZ) bei 35 Teilnehmerinnen im Basisblock Lauf mit 2364 Punkten auf einen guten fünften Urkundenrang. Auf der 2000 m Strecke war die Laufspezialistin nicht zu schlagen und gewann in 7:07,20 Minuten mit über 20 Sekunden Vorsprung.

 

23.06.2012

Ann-Christin Strack und Julia Gerter knacken WM-Norm


  

 

(jth) Mit der Bauhaus Junioren-Gala 2012 fand in Mannheim an diesem Wochenende die 19. Auflage eines der weltbesten Leichtathletik-Nachwuchssportfeste statt.

Unter den 500 Teilnehmern (300 internationale Gäste, 200 Deutsche) aus 18 Nationen, die um Zeiten, Weiten und vor allem um die Normen für die Junioren-Weltmeisterschaften vom 10. bis 15. Juli in Barcelona kämpften, befanden sich auch Ann-Christin Strack und Julia Gerter vom LAZ Gießen Stadt und Land.

Schon während der Wettbewerbe standen die Resultate und Filme in einem Live-Ergebnisdienst von leichtathletik.de im Internet zur Verfügung.

Nutzer dieses Services staunten nicht schlecht, als sie die hervorragenden Ergebnisse der heimischen Athletinnen im 100-m-Hürdenlauf und im Weitsprung der weiblichen Jugend A (U 20) sahen.

Ann-Christin Strack vom Stammverein MTV 1846 Gießen startete unter 29 gemeldeten Teilnehmerinnen im dritten von 5 Vorläufen, aus denen dann die Schnellsten nach den Vorläufen in A/B und C-Endläufen ermittelt wurden.

In ihrem Vorlauf erzielte Ann-Christin mit 13,79 sec nicht nur eine persönliche Bestzeit, sie verbesserte auch den von Simone Schön, TSG Giessen-Wieseck mit 14,10 sec aus dem Jahr 1984 gehaltenen Kreisrekord. Mit der siebtbesten Zeit qualifizierte sie sich für das B-Finale und erfüllte sensationell auch noch die U20 WM-Norm (13.80 sec) für Barcelona.

Im B-Endlauf knackte sie dann mit erneuter Bestzeit in 13,70 Sekunden ein zweites Mal die WM-Norm und rangiert nun in der aktuellen deutschen Bestenliste auf Rang 3.

„Der Wettkampf lief ziemlich perfekt was die Zeiten angeht, an der Technik gibt’s immer noch einiges zu verbessern. Die Bedingungen waren echt super da die Bahn schnell ist und wir Rückenwind hatten, also das perfekte Hürden-Wetter. Im Vorlauf war der Start mal wieder nicht so toll und im B-Finale habe ich zwei Hürden touchiert. Ansonsten haben mir die Läufe sehr gut gefallen “ so die Zusammenfassung von Ann Christin Strack.

Die Ostschülerin ist derzeit drittschnellste DLV-Läuferin und wurde aus diesem Grunde als Ersatzkandidatin für die U 20 WM nominiert. „ Nur wenn eine der beiden ersten ausfällt kann ich mitfahren. Das ist aber unwahrscheinlich “ so Ann Christin Strack. Ihr Trainer Markus Czech fügt hinzu. „ Es läuft vor allem bei Anni so gut, weil sie Spaß an dieser Disziplin hat und sie bis jetzt gesund und weitgehend verletzungsfrei geblieben ist. Sie ist jetzt nach einem Jahr intensivem Hürdentraining in einer exzellenten Form und wir wissen wo sie noch Zeit verliert. Sie war in Mannheim hoch konzentriert und hat durch ihre gute Grundschnelligkeit die Basis zum Erfolg gelegt. Jetzt fehlen zur B-Kader-Quali gerade einmal nur 2/100“.

Für Julia Gerter vom LAZ Giessen / SV Gabenteich war es nach einer verletzten Hallensaison der perfekte Saisoneinstieg in den Weitsprung. Mit 6,35 m übertraf die Athletin von Philipp Schlesinger deutlich die geforderte U 20 WM-Norm von 6,20 m recht deutlich und liegt damit in der aktuellen deutschen Bestenliste auf den zweiten Rang. „Der Wettkampf ist ziemlich gut verlaufen, obwohl es mein erster Wettkampf seit langem, da ich auch keine Hallensaison gemacht hatte war. Die ersten beiden Sprünge waren ziemlich stark, doch leider übergetreten. Die 6,35m waren schon ganz gut, aber ich hab gemerkt dass in diesem Jahr noch mehr drin ist. Derzeit bin ich fit und kann schmerzfrei trainieren“ so die Butzbacherin, die derzeit im Frankfurter Sportinternat ihre Heimat gefunden hat.

Ihr Trainer Philipp Schlesinger merkte an: „ Es war ein super Wettkampf von Julia, wir sind erst seid zwei Wochen wieder im Training und haben aktuell erst drei Einheiten an der Grube gemacht“.

 

DM Video Beatrice Marscheck

 

23.06.2012

Interview mit Beatrice Marscheck

(lad) 2008 hatte sich Beatrice Marscheck (LAZ Gießen) mit 6,62 m recht überraschend in die deutsche Weitsprungspitze katapultiert und sich dort im darauffolgenden Jahr mit einer Bestweite von 6,73 m, der deutschen Vizemeisterschaft und der WM-Teilnahme in Berlin eindrucksvoll etabliert. Nach starkem Start in die Saison 2010 folgten allerdings Verletzungssorgen.

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SPITZE: Beatrice Marscheck (LAZ Gießen) holte mit einem Satz auf 6,49 m am vergangenen Wochenende den Deutschen Meistertitel. Am Sonntag tritt sie zu ihrem nächsten Wettkampf in Köln an. (Foto: ras)
 
Und nun das Comeback auf nationaler Ebene, das nicht eindrucksvoller hätte sein können: Am Sonntag sicherte sich die 26-jährige Garbenteicherin mit 6,49 m in Wattenscheid zum ersten Mal den deutschen Meistertitel im Weitsprung. Im AZ-Interview spricht sie über das vergangene Wochenende.

Herzlichen Glückwunsch zum Titel – hätten Sie selbst überhaupt damit gerechnet?

Marscheck: »Nein, damit hätte ich nicht gerechnet. Eigentlich hatte ich nur darauf gehofft, unter die ersten fünf zu springen.«

Betrachten Sie das jetzt als Ihren größten sportlicher Erfolg?

Marscheck: »Mein größter sportlicher Erfolg ist immer noch das Jahr 2009 mit der WM-Teilnahme in Berlin, das war großartig. Aber das hier kommt schon direkt dahinter.«

Mit welchem Gefühl waren Sie denn in die DM gegangen und wann haben Sie gemerkt, dass an diesem Tag etwas geht?

Marscheck: »Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl. Ich hatte keine Probleme mit meiner Ferse, das Wetter war richtig gut und ich wollte die gute Leistung von Mannheim bestätigen. Und schon im zweiten Versuch mit 6,46 m habe ich gemerkt, dass etwas geht.«

Sie sind dann im letzten Versuch ihre Siegweite von 6,49 m gesprungen; bis dahin hatten Sie mit einem Zentimeter Rückstand auf Platz zwei gelegen – wie geht man bei der Konstellation in den letzten Versuch?

Marscheck: »Ich war wie schon beim Wettkampf in Mannheim relativ locker und dachte mir: ›Den einen Zentimeter schaffe ich auch noch.» Und das hat auch geklappt. Insgesamt wollte ich mit Spaß einen guten Wettkampf abliefern, und das hat gut funktioniert.«

Was trauen Sie sich in dieser Saison noch zu bzw. was sind die nächsten Wettkampfziele?

Marscheck: »Von den Wettkämpfen her sind wir gerade mitten in der Planung. Es steht bisher nur fest, dass ich am Sonntag beim Kölner Buderus-Rhein-Springen starte. Da werden eine Stabhochsprung- und eine Weitsprunganlage direkt am Rhein aufgebaut. Von der Weite her hoffe ich, in diesem Jahr noch eine hohe 6,60er-Weite zu springen, wenn ich gute Bedingungen habe.«
 
 

19.06.2012 - GIESSEN

Deutsche Meisterin aus Gießen

Im letzten Versuch zum Titel

Beatrice Marscheck holt mit 6,49m deutsche Meisterschaft

GIESSEN (ras). Bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften in Wattenscheid gelingt Beatrice Marscheck vom LAZ Gießen eine Riesenüberraschung, denn die Garbenteicherin springt in ihrem letzten Versuch mit 6,49m zum Titel.

Bereits mit ihrem zweiten Sprung von 6,46m setzte Marscheck die Konkurrenz unter Druck und führte damit nach den ersten drei Versuchen das Springerinnenfeld an, während die Top-Favoritin Sosthene Taroum Moguenara (Wattenscheid) nach massiven Anlaufproblemen erst gar nicht ins Finale kam und mit indiskutablen 6,06 Metern nur auf Platz zehn landete.

Im vierten Durchgang entwickelte sich der Wettkampf zum Krimi. Melanie Bauschke von der LG Nike Berlin konterte mit 6,47m und Ksenia Achkinadze vom SC Gelnhausen landete bei 6,45m. Aber Marscheck steigerte sich nervenstark im abschließenden sechsten Versuch auf die Tagesbestweite und gewinnt nach Silber in 2009 erstmals den deutschen Meistertitel vor Bauschke und Achkinadze.

Zentimeterkrimi

„Nach dem Verletzungspech der letzten Monate haben wir sehr konzentriert und akribisch gearbeitet. Eigentlich war der Plan, bereits mit dem ersten Versuch einen Schocker zu setzen, aber das gelang erst mit dem zweiten Sprung, bei dem Beatrice den Balken voll traf. Dieser Zentimeterkrimi kostete die Springerinnen und ihre Trainer ziemlich viel Nerven. Aber „Bea“ machte den ganzen Tag und speziell vor dem letzten Durchgang einen so guten Eindruck, so dass man eine Verbesserung wirklich erwarten konnte“, sagte ihr Trainer Markus Czech.

 

Ann-Christin Strack Sprintkönigin

12.06.2012 - GIESSEN

Titelhattrick bei hessischen Meisterschaften - Christopher Nagorr gewinnt vier Schülertitel - LAZ Gießen sahnt ab

BAD HOMBURG (ras). Bei den hessischen Leichtathletik-Meisterschaften U20 und U16 in Bad Homburg sahnten die Athleten des LAZ Gießen groß ab. So gewann Ann-Christin Strack souverän über 100 m, 200 m und 100 m Hürden. Costa Laurenz sicherte sich ebenfalls über die 100 m den Titel.

Nachdem in der Vorwoche in Friedberg der Stabhochsprung der Männer buchstäblich ins Wasser gefallen war, siegte beim Nachholtermin im Bad Homburger Sportzentrum Nord-West Marcel Breitkopf mit neuer persönlicher Bestleistung. In der männlichen U14 setzte Christopher Nagorr gleich viermal die Maßstäbe und Niklas Harsy ergänzte die Titelsammlung des Leichtathletikzentrums über 800 m. Bei den Fünfzehnjährigen zeigte Nico Gremm im Finale einen tollen Hürdensprint, der ebenfalls mit Gold belohnt wurde. Zudem ging in der W15 der Landestitel über 300 m Hürden an die Heuchelheimerin Nadine Luthardt von der LG Wetzlar.

Ein kräftiger und böiger Wind sowie deftige Regenschauer ließen am vergangenen Sonntag keinen regulären Stabhochsprungwettbewerb zu, so dass der hessische Titelkampf der Männer auf die Jugendmeisterschaften in Bad Homburg verlegt wurde. Marcel Breitkopf nutzte die guten Bedingungen und übersprang alle Höhen ab seinem Einstieg bei 4,40 m bis hin zur neuen persönlichen Bestleistung von 4,81 m ersten Versuch.

In der männlichen U20 litten die 100 m Vor- und Zwischenläufe unter kräftigem Gegenwind. Costa Laurenz ging deshalb erst im Finale richtig zur Sache und siegte unangefochten in 10,93. Über 200 m zeigte sich beim Langgönser Trainingsrückstand, so dass Laurenz sich in 22,06 im Endlauf hinter dem eigentlich der U18 angehörenden deutschen Hallenmeister Simon Schütz (SV Hohenstein/21,64) bei deutlichem Abstand mit Rang zwei begnügen musste.

Beim Speerwurf der A-Jugendlichen musste sich Lukas Rückel vom LAZ Gießen einmal mehr mit Platz zwei (59,12) hinter Patrick Nungeß (Neu-Isenburg/Heusenstamm/62,14) begnügen.

Ihren ersten Hessenwimpel in Bad Homburg holte sich Ann-Christin Strack nach dem 100-m-Finale ab, bei dem die Zeit von 12,36 durch 2,0 m/s Gegenwind stark beeinträchtigt wurde. Bronze ging hier an Julia Blumkaitis (TSG Gießen-Wieseck) in 12,80. Eng wurde es für Strack über 200 m, denn mit 24,51 konnte sie Lea Seyffert (LSG Goldener Grund/24,52) nur um eine hundertstel Sekunde auf Platz zwei verweisen. Über 100 m Hürden siegte die Ostschülerin souverän in 14,56. Auch hier verblies der Wind die Zeiten, denn Strack blieb deutlich über ihrer am Dienstag in Osterode im Harz erzielten neuen Bestzeit von 13,98.

In der M15 musste sich Nico Gremm (LAZ/TSG Lollar) über 100 m in 12,01 noch mit Platz drei begnügen. Über 80 m Hürden ließ Gremm jedoch nichts anbrennen und siegte in auch auf deutscher Ebene beachtlichen 11,12 vor seinem Mannschaftskameraden Robin Katzer, der nach 11,15 im Vorlauf im Finale 11,31 ablieferte. Im Hochsprung überflog Katzer die Höhe von 1,75 m und sicherte sich damit den dritten Podestplatz vor Robert Schmidt (1,72) von der LG Wettenberg. Beim Weitsprung lieferte Robin Katzer in fünf der sechs Versuche Weiten über sechs Meter ab und kam mit 6,08 m letztlich hinter Jan Näser (LG Neu-Isenburg/Heusenstamm/6,28) auf einen weiteren Silberrang.

Mit vier Siegen bei vier Starts trumpfte Christopher Nagorr in der M14 groß auf. Der Liebigschüler verbesserte bei seinen Titelgewinnen über 80 m Hürden (11,43), im Speerwurf (49,61) und mit Nervenstärke in den letzten Versuchen des Stabhochsprungs (3,00), sowie beim Weitsprung (5,98) alle bisherigen persönlichen Bestleistungen und freute sich dabei besonders über den Stabhochsprungsieg, da er hier im Vorfeld nicht als Titelkandidat gehandelt wurde. In derselben Altersklasse bestimmte Niklas Harsy (ebenfalls LAZ) über 800 m von Beginn an das Tempo. Der Schüler mit Stammverein TSG Lollar gab nur kurzeitig die Führungsposition ab und siegte im Schlussspurt unbedrängt in 2:08,80 min vor Jamie Atkins (HTG Bad Homburg/ 2:10,87), sowie Victor Przybilla (TSG Alten-Buseck/2:12,70) der überhaupt erst sein zweites 800-m-Rennen lief und dabei bravourös den Bronzerang erkämpfte.

Mit der 4x100-m-Staffel wurde das LAZ Gießen in der Besetzung Gremm, Nagorr, Yannick Schmitt und Katzer hinter dem Wiesbadener LV (46,14) hervorragender Zweiter, denn mit der Zeit von 46,94 hätte man sich im Vorjahr auf Platz 18 der deutschen Jahresstatistik eingeordnet.

Einen beherzten 800-m-Lauf bot in der W14 die eigentlich der W13 angehörende Theresa Krämer (LAZ/ 2:26,39) und wurde dafür mit Rang drei belohnt.

 

 

Landestitel für Matheis, Marscheck und Pohl

05.06.2012(ras) Es war eisig kalt und schüttete in Strömen, als Lara Matheis am Sonntag mit einem Lächeln auf den Lippen gemächlich der schützenden Tribüne des Friedberger Stadions entgegenging.

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Sieg über 200 m: Lara Matheis vor Beatrice Marscheck. (Foto: ras)

 
Denn nach dem 100-m-Sprintsieg in starken 11,93 s am Vortag und dem gerade absolvierten 200-m-Frauenfinale, in dem sie sich in 24,73 s nur um einen Wimpernschlag gegen Beatrice Marscheck vom LAZ Gießen durchsetzen konnte, war die Sprinterin aus Watzenborn-Steinberg am Ziel ihrer Träume.
Ein Ergebnis, das sich auch auf deutscher Ebene sehen lassen kann, gelang Beatrice Marscheck im Frauenweitsprung. »Beatrice ist im Anlauf so schnell wie noch nie, aber es besteht die Gefahr, dass sie nach der noch nicht ganz überstandenen Fersenverletzung nicht 100 Prozent Kraft im Absprung einsetzt«, befürchtete ihr Trainer Markus Czech noch kurz vor Wettkampfbeginn. Aber Marscheck zeigte ihre Wettkampfhärte und gewann den Weitsprung souverän nach einer Serie von Sechs-Meter-Sprüngen mit guten 6,34 m. »Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden, denn nach der Verletzung zum Saisonauftakt, konnte ich keine Sprünge, sondern lediglich Sprints trainieren. Durch die zeitliche Überschneidung mit dem Weitsprung habe ich hier nicht für die 100 m gemeldet. Ich habe nicht speziell für die 200 m trainiert, aber ich mag die Distanz und werde so morgen entscheiden, ob ich über 200 m antrete«, sagte die Garbenteicherin nach der Weitsprungehrung.

Am Folgetag zeigte Marscheck über 200 m mit 24,76 s bereits im Vorlauf eine tolle Leistung. Im Finale schloss sie nach etwas verhaltener gelaufenen Kurve mehr und mehr zu Matheis auf und musste sich letztlich mit einer Hundertstelsekunde Rückstand (24,74) mit dem ungewohnten zweiten Platz begnügen.  Strahlen durfte auch auf der Sportanlage am Burgfeld mit Ann-Christin Strack eine weitere Athletin des LAZ Gießen. Bei widrigsten Bedingungen gewann die U20-Athletin ihren Vorlauf über 100 m Hürden in 14,45 s. Im Finale steigerte sie sich auf 14,20 s und verpasste so nur um vier Hundertstel ihre persönliche Bestzeit. Das bedeutete den Silberrang hinter Anne Marchewski (14,01) vom SC Gelnhausen.

Bei den Männern bewies Rouven Höfer (LAZ) im Speerwurf Nervenstärke, denn vor den letzten beiden Durchgängen mit 54,74 m an Platz drei liegend, steigerte sich der Mehrkämpfer über 55,25 m mit dem letzten Versuch auf 56,89 m und wurde Zweiter hinter Hendrik Nungeß (58,79) von der LG Neu-Isenburg/Heusenstamm. Über 400 m Hürden gewann Daniel Rabstein (LG Friedberg-Fauerbach/51,77) vor dem gebürtigen Großen-Lindener Niklas Wagner (LG Wetzlar/55,70) und Kai Beemelmanns (57,04) vom LAZ Gießen. Auf der Sprintgeraden lief Costa Laurenz (LAZ) durch 10,91 s im Zwischenlauf ins 100-m-Finale. Im Endlauf steigerte sich der U20-Sprinter auf die persönliche Bestzeit von 10,83 s und eroberte damit hinter dem auftrumpfenden Nils Müller (LG Eintracht Frankfurt/10,49) und Daniel Otterbein (TSV Stadtallendorf/10,65) den Bronzerang.

 

 

26.05.2012        Ergebnisse LAZ Mehrkampfmeeting

Mehrkampfwertung

Disziplienwertung

Christopher Nagorr mit DM-Norm beim LAZ-Mehrkampfmeeting


(jth) Man hatte fast den Eindruck, als wäre man im Mehrkampf-Mekka Götzis oder Ratingen, denn die Stimmung, Organisation sowie die gezeigten Leistungen der Athletinnen und Athleten waren zum Mehrkampfsaisoneinstand beeindruckend. Das LAZ Gießen Stadt und Land um seinen Vorsitzenden Eckhard Paul, hatte im Stadion West mit 69 angetretenen Athletinnen und Athleten aus 16 Vereinen ein kleines, aber feines Mehrkampfmeeting über zwei Tage organisiert. „Wir hatten Teilnehmer aus Nordhessen, Frankfurt, und Darmstadt. Unsere Veranstaltung wird somit weit über die Grenzen von Gießen hinaus angenommen, ein Indiz für eine tolle Familiäre-Veranstaltung “ so der LAZ-Boss.

Marcel Breitkopf und Rouven Höfer vom LAZ Giessen war die dominierenden Athleten der zweitägigen Mehrkampfveranstaltung aus heimischer Sicht im Männerhauptfeld, denn beide schafften die 6000 Punktehürde. „Es lief nicht in allen Disziplinen optimal, doch mit dem Saisoneinstand bin ich sehr zufrieden. Wenn Addi Becker und Konny Grißmer ihre Verletzungen auskuriert haben ist unsere Zehnkampfmannschaft komplett“ so Trainer Markus Czech.

Marcel Breitkopf konnte vor allem im 100 m Sprint in 11,49 sec sowie über die 110 m Hürdendistanz in 15,00 sec. und mit übersprungenen 4,70 m im Stabhochsprung gefallen. Mit weiteren sieben konstanten Disziplinen sammelte der LAZ-Neuzugang am Ende 6.266 Punkte und erreichte hinter dem Sieger Jens-Phillip Engelmann ( LG Stadt Hattersheim / 6.492 ) den zweiten Platz.

Teamkollege Rouven Höfer sicherte sich mit 6.077 Zählern den Bronzerang und hatte mit erzielten 6,40 im Weitsprung sowie 39,78 m mit der Diskusscheibe und 13,19 m mit der Kugel seine besten Einzelresultate vorzuweisen. „Die beiden Jungs sind auf einem guten Weg und wir möchten die Deutschen-Mehrkampfmeisterschaften anpeilen.“, so Coach Markus Czech.

Victoria Münch ( Sportfreunde Burkhardsfelden) war als eine der Siebenkämpferinnen der weiblichen Jugend U 20 in Gießen am Start. Die Athletin von Trainerin Melanie Skill sammelte am Ende 3.188 Punkte und konnte damit hinter der Siegerin Selina Bernhardt ( TV Dillenburg / 4.536) in einem starken Feld, einen guten vierten Rang erreichen. Mit übersprungenen 1,52 m im Hochsprung und 4,80 m im Weitsprung hatte die Athletin ihre besten Resultate eingebracht .

Bei den Zehnkämpfern der männlichen Jugend U 18 erreichte Clemens Grau vom LAZ Giessen / TSG Lollar mit 4.256 Zählern hinter dem überragendem Sieger Dennis Huterer ( ASC Darmstadt / 6.514 ) einen respektablen fünften Rang in seinem ersten Zehnkampf. Vor allem im 100 m Sprint in 12,70 sec und im 110 m Hürdenlauf ( 16,53 sec) konnte der LAZ-Athlet vom Stammverein aus Lollar imponieren. „ Ich bin glücklich, dass ich meinen ersten Zehnkampf positiv abschließen konnte. Jetzt weiß ich wie sich ein Zehnkampf anfühlt und kann mich nun Schritt für Schritt verbessern“, so Clemens Grau. Pierre Brück von den Sportfreunden aus Burkhardsfelden sammelte an den beiden Tagen 3.995 Zähler. Wäre ihm nicht das Missgeschick passiert, dass er im Stabhochsprung einen „Salto-Nullo“ erzielt hätte, wäre ein wesentliche besseres Ergebnis herausgesprungen. Trostpflaster ist jedoch für ihn, dass er den Fünfkampf mit 2.525 Punkten vor Mathis Görke ( TSG Alten-Buseck / 2.358) für sich entscheiden konnte.

Im Siebenkampf der weiblichen Jugend U 18 konnten die beiden Mehrkämpferinnen Alexa Peusch und Janna Muscheid von der TSG Alten-Buseck gefallen. Peusch steuerte mit 14,26 sec im Sprint sowie 10,20 m im Kugelstoßen und 31,76 m im Speerwurf wichtige Punkte zu ihrem dritten Rang mit 3.373 Zählern bei. Ihre Vereinskollegin hatte mit 14,35 sec auf der 100 m Distanz sowie 17,85 sec im Hürdenlauf ihre Lichtblicke vorzuweisen. Am Ende verbuchte sie 2.911 Punkten und wurde hinter der Siegerin Franziska Klein ( SKG Sprendlingen / 3.757) vierte.

Das wohl beste Ergebnis des Tages erzielte LAZ-Athlet Christopher Nagorr vom Stammverein der TSG Lollar im Neunkampf der Jugend M 14. „ Ich habe im ersten Neunkampf gleich vier neue Bestleistungen erzielt. Dies waren die 11,51 sec über die Hürden, die Weitsprungleistung von 5,88 m sowie 12,05 sec im 100 m Sprint und übersprungene 2,70 m im Stabhochsprung“ so der Liebigschüler aus Staufenberg. Hinzu kamen 11,34 m im Kugelstoßen, übersprungene 1,55 m im Hochsprung, 27,23 m mit dem Diskus und gute 43,63 m im Speerwurf. Nach dem abschließenden 1000 m Lauf, welchen Christopher Nagorr in 3:17,14 min absolvieren konnte standen am Ende 4.811 Zähler zu buche. „ Ich habe die DM Norm damit über 400 Punkte übertroffen und peile dann dort die 5.000 Punkte- Marke an“ so Nagorr im Flash-Interview.

Im Siebenkampf der Jugend W 15 ging der heimische Sieg an Stefanie Weiss vom LAZ / TV Gr.-Buseck mit 3.249 Punkten. Mit 13,72 sec im Sprint blieb die Oppenröderin deutlich unter der Schallmauer der 14 sec Marke. Mit 4,72 m im Weitsprung und 33,72m im Speerwurf legte sie die Grundlagen für das gute Resultat. „ Es war Steffis dritter Siebenkampf und sie hat wieder die 3000 Punkte-Marke geknackt. Als nächste Herausforderung sollten jetzt die Hessischen Meisterschaften gelten,“ so Trainer Reinhard Böttner. Hinter Weiss platzierten sich die Spenner-Zwillinge der TSG Alten-Buseck. Theresa sammelte 2.964 Punkte und lag somit vor ihrer Schwester Marie, die als dritte 2.738 Punkte eingefahren hatte.

Bei den weiblichen Jugend W 14 konnte Tamia Hill von der TSG Alten-Buseck mit3.092 Zählern das beste heimische Ergebnis erzielen. Sie überzeugte vor allem im Hürdenlauf mit 14,44 sec. sowie einem Weitsprungresultat von 4,68 m, was zugleich auch ihr bestes Einzelresultat war. Auf Rang zwei reihte sich Catherina Werdecker vom LAZ / TSG-Lollar mit 2.951 Punkten ein. Die Athletin von Trainerin Andrea Ewald hatte mit übersprungenen 1,50 m im Hochsprung die beste Tagesleistung aller Athletinnen zu verzeichnen

 

Regionsmeisterschaften in Alsfeld

19.05.2012

 

Spitzenplätze für heimische Athleten

(ras) »Das Niveau, das hier durchgängig in der Spitze abgeliefert wird, ist wirklich hervorragend«, äußerte sich anerkennend ein erfahrener Trainer beim Blick über die Ergebnisaushänge bei den Regions-Einzelmeisterschaften am Samstag in Alsfeld.
 
Und in den meist gut besetzten Disziplinen konnten Gießener Leichtathleten gleich reihenweise mit Spitzenplätzen auftrumpfen. Die Ziele von Costa Laurenz sind zwar deutlich höher gesteckt, als Mittelhessentitel zu ernten. Aber der U20-Sprinter vom LAZ Gießen mit Stammverein MTV 1846 Gießen musste sich über 100 m schon strecken, um nach einem mäßigen Start Tobias Allnach (11,21) von der LG Fulda in 11,14 Sekunden auf Platz zwei zu verweisen. In den nur mäßig besetzten Wurfdisziplinen der A-Jugend behielt Andreas Ringleb (LAZ/SV Garbenteich) im Diskusring (34,48) und mit der Kugel (12,14) die Oberhand.

Bei den Männern gingen zwei Regionstitel an Rouven Höfer (LAZ/MTV) durch 39,28 m im Diskuswurf und 14,02 m im Kugelstoßring. Gleich drei heimische Athleten übertrafen im Speerwurf die 50-Meter-Marke: So siegte Adrian Becker (LAZ/TV Gr.-Buseck) mit 54,99 vor Jan Billek (TSF Heuchelheim/53,68) und Höfer (51,90).

In der U20 richteten sich viele Blicke auf Ann-Christin Strack. Die Sprint- und Hürdenspezialistin vom LAZ Gießen mit Stammverein MTV 1846 ließ über 100 m nichts anbrennen und gewann in 12,35 vor Julia Blumkeitis (TSG Wieseck), die achtbare 12,65 ablieferte. Auch Strack hatte unter der Woche das Sportfest in Mörfelden genutzt und war über 110 m Hürden in 14,37 persönliche Bestzeit gesprintet. In Alsfeld erreichte die Ostschülerin nun 14,62 bei 1,0 m/s Gegenwind und bestätigt mit ihrer Konstanz ihre Zugehörigkeit zur deutschen Jugendspitze.

Nach einem tollen 100-m-Vorlauf von 11,62 lieferte Nico Gremm (LAZ/TSG Lollar) bei seinem Finalsieg 11,84 ab. Auch über die 80 m Hürden der Schüler M15 setzte der zweifache hessische Hallenmeister in 11,26 die Maßstäbe. Die weiteren Hürden-Podestplätze eroberten Robin Katzer (LAZ/11,66) und Robert Schmidt (11,96) von der LG Wettenberg. Bei jeweils übersprungener Höhe von 1,76 m gewann Katzer den Hochsprung vor Schmidt. Ein zweiter Meistertitel gelang Robin Katzer bei Gegenwind (-1,8) mit starken 6,05 m im Weitsprung. Auch in der Sandgrube musste sich Schmidt bei 5,51 m mit Platz zwei begnügen. Über 300 m jedoch ließ sich der Wettenberger den Sieg nicht nehmen und lief dabei achtbare 40,08. Mit einem langgezogenen Schlussspurt düpierte Vincent Größer (LAZ/SV Garbenteich) die 800-m-Konkurrenz der Klasse und gewann überlegen in 2:11,20. Im gleichen Rennen trat auch die M14 an, in der mit Niklas Harsy (2:13,62), der lange das Tempo an der Spitze bestimmte, ein weiterer LAZ-Nachwuchsläufer dominierte. Mit drei Siegen zählte Christopher Nagorr (LAZ/TSG Lollar) zu den erfolgreichsten Titelsammlern. Nagorr überzeugte über 80 m Hürden (11,74), im Weitsprung (5,75) und mit bärenstarken 47,79 im Speerwurf der M14.
 

Nach standesgemäßen 30,65 im Speerwurf durfte sich Stefanie Weiß (LAZ/TV Gr.-Buseck) gratulieren lassen, ebenso Theresa Krämer (ebenfalls LAZ/2:28,12), die als 13-Jährige den Platz an der Sonne über die 800 m der W14 eroberte.


 

 

Marscheck holt sich Hochschultitel im Weitsprung

12.05.2012 - KASSEL

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(ras) Eigentlich war es ein Saisonauftakt nach Maß. Denn bei ihrem ersten Wettbewerb in der Freiluftsaison sprang Beatrice Marscheck vom LAZ Gießen am Sonntag bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften in Kassel zum Titelgewinn. Bereits mit ihrem ersten Versuch landete die Athletin vom Stammverein SV Garbenteich bei der Siegesweite von 6,08 m.
Im zweiten Durchgang traf Marscheck, die für die Uni Gießen antritt, zwar den Balken, verletzte sich dabei jedoch an der Ferse. Beim dritten Sprung landete sie bei 6,05 m. »Schon bei ihrem dritten Versuch war Beatrice gehandicapt. Zwar wagte sie noch einen Vierten, aber der Fuß schmerzte, so fehlte das nötige Anlauftempo, und es bestand die Gefahr, die Verletzung zu verschlimmern«, erläuterte Czech. Er ergänzte: »Beatrice war mit der Weite unzufrieden. Aber nach dem 14-tägigen Trainingslager auf Teneriffa blieben keine zwei Tage, um sich auf den Wettkampf einzustellen. Dazu kam eine eisige Kälte, die allen Mädels zu schaffen machte. Der erste Sprung mit einer eigentlichen Weite um 6,40 m gibt bei diesen Voraussetzungen jedoch viel Hoffnung auf eine starke Saison.«

Den dritten Bronzerang eroberte Marcel Breitkopf (LAZ Gießen) im Stabhochsprung. Breitkopf überwand im ersten Versuch die Höhe von 4,40 m, scheiterte nachfolgend jedoch an 4,60 m. Im Weitsprung wurde der Mehrkämpfer mit 6,17 m zudem Siebter.
 
 

Jürgen Wißner auf Rang Fünf bei DM

05.05.2012 - MARBURG

Marburg (jth). Bei den Deutschen 10.000-Meter-Meisterschaften in Marburg hat Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg; 32:24,36 min) am Samstag den Titel geholt. Zu Silber lief Simret Restle-Apel (PSV Grün-Weiß Kassel; 32:41,50 min). Beide blieben unter der EM-Norm (32:50 min). Bei den Männern lief Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg; 28:45,76 min) überraschend zu Gold und meldete sich nach drei Operationen endgültig zurück.

Im Rahmen dieser Meisterschaft fanden auch die Wettbewerbe der Altersklassen statt. Für das LAZ Gießen / TSG Lollar startete Jürgen Wißner in der Klasse M 60. Bei nahezu idealen Bedingungen, kein Regen, wenig Wind und Temperaturen um 15 C, waren 20 Läufer in der M 60 bis M 75 am Start. In einem sehr gleichmäßig gelaufenen Rennen konnte Jürgen Wißner in 39:58,58 min die 40 Minuten-Grenze unterbieten und einen sehr guten 5. Platz in der M 60 belegen, wobei die Plätze drei bis fünf alle innerhalb von gut 50 Sekunden lagen. Sieger dieser Altersklasse wurde der letzte Marathonmeister der DDR, Klaus Goldammer ( OSC berlin),in 35:55 min.

 

Strack feiert Auswahl-Erfolg

07.03.2012 - GIESSEN

Gießenerin startet für deutsches U20-Team in Frankreich - Sehr gute Stimmung

GIESSEN (ras). Ein klein wenig anders als geplant verlief für Ann-Christin Strack vom LAZ Gießen der erste internationale Hallenländerkampf gegen französische und italienische Jugendteams im französischen Val-de-Reuil. Nach ihrer Anreise über den Frankfurter Flughafen traf sich die deutsche U20-Auswahl zwar wie geplant in Paris. Durch die Erkrankung einer Athletin musste das Team jedoch umgestellt werden, so dass Strack anstatt in der 4 x 200 Meter-Staffel nun über 60 m Hürden antrat.

Im ersten der zwei Durchgänge lief die Dritte der deutschen Jugendmeisterschaften hinter ihrer Teamkameradin Franziska Hofmann (8,45) mit 8,63 die zweitschnellste Zeit und ließ die französische und italienische Konkurrenz hinter sich. „Beim zweiten Durchgang hatte ich dann einen ausgesprochen schlechten Start und der Lauf passte auch nicht,“ erläuterte Strack die Zeit von 8,84, nachdem sie in der bisherigen Hallensaison die 60 m Hürden mit Zeiten um 8,60 konstant wie ein Schweitzer Uhrwerk absolviert hatte. In der Addition der Zeiten bedeutete das Rang vier und drei Punkte für das deutsche Team, das sich bei den weiblichen Teilnehmerinnen mit 114 Gesamtpunkten klar gegen Italien (87 P.) und Frankreich (75) durchsetzen konnte.

In der männlichen Jugend siegte die deutsche Auswahl mit 103 Punkten vor Frankreich (100). Italien wurde mit 72 Punkten Dritter.

„Zu Ende meiner ungewohnt wettkampfreichen Hallensaison war ich doch etwas erschöpft. Aber die Stimmung im deutschen Team war auch außerhalb der Leichtathletikhalle super, und zwischendurch gab es ein wenig Kontakt zu den beiden anderen Teams, vornehmlich zu dem italienischen,“ ergänzte die Ostschülerin.

 

25.02.2012               Anni & Costa im Interview

 

21.02.2012 02:00 Uhr - GIESSEN

Costa Laurenz gewinnt Silbermedaille

In der deutschen Elite ganz vorne dabei: Bei den Jugendhallenmeisterschaften laufen Ann-Christin Strack (links) und Costa Laurenz starken Zeiten und werden mit der Bronze- bzw. Silbermedaille belohnt.	Foto: Schmidt  

Video: http://www.leichtathletik.tv/v/simon-sch%C3%BCtz-fliegt-ins-ziel

Video: http://www.leichtathletik.tv/v/franziska-hoffmann-gewinnt-in-starken-8-28-sekunden

Deutsche Jugend-Hallenmeisterschaften: Verletzung verhindert Länderkampf-Start - Strack Dritte über 60 m Hürden

GIESSEN (ras). Für Costa Laurenz und Ann-Christin Strack werden Träume wahr, denn den beiden Sprintassen des LAZ Gießen gelang bei den 44. Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Sindelfingen der nationale Durchbruch. Laurenz lief im Glaspalast über 200 m zum Vizetitel und Strack erkämpfte sich Bronze über 60 m Hürden. Aber leider wird die Freude von einem Wermutstropfen getrübt, denn Costa Laurenz muss verletzungsbedingt die Hallensaison beenden.

Schon vor Beginn der Meisterschaften klagte der Langgönser über muskuläre Probleme, sodass sein Trainer Markus Czech das Training in den letzten Tagen vor dem Wettkampf mehr als geplant reduzierte. So trat Laurenz am ersten Starttag mit gemischten Gefühlen zum Vorlauf über 200 m an. Der Gymnasiast der Friedrich-Feld-Schule begann jedoch seinen Lauf sehr schnell und kontrollierte dann das Rennen. Mit 21,92 s erreichte er die drittschnellste Zeit nach Abschluss aller Vorläufe hinter dem klaren Favoriten und Vorjahressieger Patrick Domogala (MTG Mannheim/21,40) und dem überraschend starken Simon Schütz vom TV Hohenstein, der mit 21,64 s seine bisherige Bestzeit um eine glatte halbe Sekunde steigerte. Allerdings schmerzte danach ein verhärteter Beinmuskel so stark, dass Laurenz trotz einer langen Physio-Behandlung auf den Start über die 60 m verzichtete und sich ganz auf das anschließende 200 m Finale konzentrierte. Das Verletzungspech traf aber auch Domogola bei seinem Titelgewinn über 60 m (6,78), sodass der Mannheimer zum 200 m Endlauf nicht antrat.

Nach dem Finalstart über die Hallenrunde lief Laurenz auf Bahn drei kontinuierlich die Lücke zu dem auf der schnelleren Außenbahn gestarteten Schütz zu. Dieser hielt dem Angriff auf der Zielgeraden jedoch stand und gewann in 21,64 s vor Laurenz, der allen Problemen zum Trotz mit neuer persönlicher Bestzeit von 21,75 s glänzte. Dazu sein Trainer Markus Czech: „Costa wurde zwei Tage behandelt und ist trotz starker Einschränkung Deutscher Vizemeister geworden. Das ist aller Ehren wert. Leider müssen wir seine Saison aber beenden, denn die Gesundheit geht vor. Das ist doppelt schade, denn er wurde vom DLV für den Jugend-Hallenländerkampf in zwei Wochen in Frankreich, sowohl über 200 m als auch für die Bundesstaffel, nominiert.“

Einen Superauftakt lieferte auch Ann-Christin Strack bei den 200 m Vorläufen ersten Tag ab und sprintete in 24,69 s die fünftschnellste Zeit aller Teilnehmerinnen. Damit toppte die LAZ-Athletin mit Basisverein MTV selbst ihre Freiluftzeiten. So trat die Ostschülerin hochmotiviert über die Hürden an. Mit drei, laut ihres Trainers Czech, eher kampfbetonten, statt technisch versierten Läufen, beeindruckte sie mit einer Konstanz auf Spitzenniveau. Nach 8,61 s im Vorlauf qualifizierte sich Strack mit der drittschnellsten Zeit von 8,60 s für das Finale. Auch dort blieb sie nach gutem Start in erneuten 8,60 nur hauchdünn über ihrer Bestzeit von 8,54 s und wurde hinter Titelverteidigerin Franziska Hofmann (LAC Chemnitz/8,28) und Annika Drazek (TV Gladbeck/8,50) Dritte. Nach der tollen Vorstellung am Samstag fehlte am Sonntag über 60 m die letzte Konzentration und die Gießenerin schied nach 7,84 s im Vorlauf mit wiederum 7,84 s im Zwischenlauf aus. Den Titel auf der Sprintgeraden gewann Alexandra Burghardt (LAZ Inn) in 7,42 s. Das anschließende 200 m Finale musste die Achtzehnjährige auf der kurvenproblematischen zweiten Bahn bestreiten und lief hinter der Titelträgerin Rebecca Haase (LV 90 Erzgebirge/24,11) und der Silbergewinnerin Monika Zapalska (TuS Lintorf/24,30) in 24,80 s als Dritte durchs Ziel. Das bedeutete Platz fünf nach beiden Zeitendläufen.

„Anni ist auf der engen Bahn zwei mit 24,80 eine echte Bombenzeit gelaufen. Der fünfte Platz hat ihr in zwei Wochen beim Länderkampf in Val-de-Reuil einen festen Staffelplatz in der Nationalmannschaft eingebracht. Und durch ihren superkonstanten Auftritt ist sie zudem über die Hürden als Reserve eingeplant“, freut sich Trainer Czech.

Bei den parallel stattfindenden deutschen Winterwurf-Jugendmeisterschaften verstauchte sich Lukas Rückel (LAZ/KSG Bieber) im ersten Speerwurfversuch im Bereich der Achillessehne. Kaum noch in der Lage aufzutreten, blieb Rückel nach einem weiteren ungültigen Wurf im dritten Durchgang mit 51,95 m deutlich unter seinen Möglichkeiten und wurde Dreizehnter.

 

  19.02.2012 - Sindelfingen

Ann Christin Strack und Costa Laurenz holen DM-Medaillen

      

 

03.02.2012 - GIESSEN

LAZ-Neujahrsempfang

LAZ Gießen ehrte erfolgreiche Athleten 2011

Gießen (nag). Bereits zum dritten Mal hatte der Vorstand des LAZ Gießen Stadt und Land e.V. vergangenen Freitagabend zum Neujahrsempfang in die Räume des Tennis-Club Rot Weiß Gießen geladen. Auf dem Programm standen die Vorstellung der neuen LAZ-Athleten, ein Rückblick auf die Saison 2011 sowie die Ehrung der LAZ-Topathleten des vergangenen Jahres.

Eckhard Paul, erster Vorsitzender des LAZ Gießen, bedankte sich in seiner Begrüßungsrede für die hervorragende Arbeit von Trainern, Vorstand, Helfern und Kampfrichtern, die die herausragenden Erfolge der LAZ-Athleten im Jahr 2011 erst möglich gemacht hatten. Gleichzeitig bedauerte er die, insbesondere in den Wintermonaten, eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten für die Athleten, da weite Wege zu den Leichtathletikhallen der Region in Kauf genommen werden müssten. Als Chance, auch in Gießen ein für nationale und internationale Wettkämpfe geeignetes Leichtathletikstadion zu errichten, bezeichnete er die geplante Renovierung des Sportgeländes der Justus-Liebig Universität.

Auch die Gießener Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz sicherte in Ihrem Grußwort den Gießener Leichtathleten ihre Unterstützung bei der Durchsetzung ihrer Interessen bei dem Sportplatzbau zu und gratulierte nochmals persönlich dem LAZ-Ehrenvorsitzenden Volker Clarius zur Verleihung des Ehrenpreises im Rahmen der Sportlerwahl 2011.

Landrätin Anita Schneider betonte anschließend die wichtige Rolle des Sports für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und sicherte trotz angespannter Haushaltslage des Landkreises Gießen auch weiterhin Zuschüsse in unveränderter Höhe zu. „Die Förderung des Sports ist für uns keine freiwillige Leistung“, so die Landrätin, „sondern eine Verpflichtung, die sogar in der hessischen Verfassung verankert ist.“

Sieben „neue“ LAZ-Athleten begrüßte Markus Czech, LAZ-Trainer Jugend und Aktive, im Team. Er wünschte den Neuzugängen Robin Bastian Katzer, Lucas Müller, Kai Beemelmanns, Marcel Breitkopf, Jonas Klinger, Nastasia Lich und Johannes Mandler, dass sie sich in der LAZ-Familie wohlfühlen und ihre sportlichen Erfolge auch in Zukunft ausbauen können.

Den Rückblick auf das sehr erfolgreiche Jahr 2011 inklusive der Ehrungen der Top-Athleten nahm daraufhin Markus Czech in Co-Moderation mit dem Ehrenvorsitzenden Volker Clarius vor. Im Nachrichtenstil ließ Czech die Stationen der Hallen- und Freiluftsaison mit den Höhepunkten der Hessischen, Süddeutschen und Deutschen Meisterschaften Revue passieren. Volker Clarius beglückwünschte jeden der 13 geehrten LAZ-Athleten vom Schüler- bis hin zum Seniorenbereich persönlich zu seinen Leistungen und übergab ihnen Urkunden verbunden mit einer Ehrengabe. Geehrt wurden Konstantin Grißmer, Beatrice Marscheck, Ann-Christin Strack, Nico Gremm, Christopher Nagorr, Jürgen Wißner, Michael Rückel, Lisa Magel, Costa Laurenz, Tobias Kretzschmar und Julia Gerter. Lukas Rückel und Rouven Höfer konnten leider am Empfang nicht teilnehmen.

Insgesamt erreichten die Sportler des LAZ Gießen drei Starts bei internationalen Events oder Länderkämpfen, zwei Deutsche Meistertitel, vier Deutsche Vizemeistertitel, drei Süddeutsche Vizemeistertitel und immerhin 19 Hessische Meistertitel.

Zum Abschluss der Ehrungen ließ es sich Volker Clarius nicht nehmen, das große Engagement der LAZ-Trainer zu würdigen, ohne die diese Leistungen nicht möglich gewesen wären. So überreichte er den beiden Trainern des Stammvereins TSG Lollar Andrea Ewald und Erich Gebhardt, dem Trainer der Schüler- und Jugendtalente Christian Noack und dem „Cheftrainer“ im Jugend- und Aktivenbereich, Markus Czech, jeweils eine LAZ-Trainerjacke. „Bleibt dem LAZ als Trainer noch lange erhalten“, wünschte sich Clarius von seinen Trainern, denn ohne kompetente und engagierte Trainer sei die Fortführung dieser Erfolge nicht möglich.

 

01.02.2012 - GIESSEN

Sportlerwahl 2011

    

    

Quelle Bilder: http://www.sportfoto-vogler.de/ + www.giessener-anzeiger.de

„Verliere deine Ziele nie aus den Augen“

01.02.2012 - GIESSEN

„Verletzungen gehören zum Sport dazu, tragen aber auch zur mentalen Reife bei - deine Ziele solltest du aber nie aus den Augen verlieren.“ Diesen Ratschlag gab Beatrice Marscheck, mittelhessische Spitzenleichtathletin und WM-Teilnehmerin 2009, ihrer jungen Kollegin Julia Gerter zum Abschluss ihrer Laudatio im Café des Kaufhauses Karstadt mit auf den Weg. Unter Beifall betrat die „Nachwuchsportlerin des Jahres 2011“ dann die Bühne und wirkte neben Vereinskameradin Marscheck, die sie aufgrund derer vielen Erfolge selbst als „großes Vorbild“ bezeichnet, zunächst etwas schüchtern. Doch als Moderator Frank Piroth sie in das obligatorische Frage-Antwort-Spiel mit einbezog, blühte die 17-Jährige vom LAZ Gießen langsam auf und freute sich an der Seite der ebenfalls nominierten Elena Peppler (3./Schwimmen) und Elisabeth Dzirma (2./Basketball) sichtlich über die Auszeichnung.

„Hinter ihr liegt ein aufregendes, spannendes und erfolgreiches Jahr“ sagte Marscheck über die LAZ-Athletin. Der Weg der jungen Weitspringerin bis in den engen Kreis der nationalen Nachwuchsspitze war kein leichter. Bereits als Kind liebte sie Sport, ihr Hauptaugenmerk lag damals allerdings noch auf Volleyball und Kunstturnen. Ihre ersten Gehversuche in der Leichtathletik machte Gerter, die im Februar 2011 in Leverkusen mit 6,35 Metern eine neue persönliche Bestleistung im Weitsprung aufstellte, beim SV Nieder-Weisel in der Wetterau und trainierte dort sehr vielseitig. Auf eine spezielle Disziplin wollte sie sich damals noch nicht festlegen, ihr Training orientierte sich am Mehrkampf. 2009 wechselte Gerter dann zum LAZ Gießen, doch dort erhielt ihre Laufbahn einen Dämpfer. Aufgrund von Verletzungen und Beschwerden konnte sie nur eingeschränkt trainieren, der Fokus lag auf Kraft- und leichtem Sprungtraining. Also die Beschwerden nachließen, konzentrierte sich die groß gewachsene Jugendliche auf den Weitsprung und legte dort eine rasante Entwicklung hin.

Es folgte die Berufung in den deutschen C-Kader, ihr Debüt im Nationaltrikot feierte sie bei einem Länderkampf - ein Traum wurde wahr. Durch den Wechsel ins Frankfurter Sportinternat schenkte die Butzbacherin im vergangenen Jahr der Leichtathletik noch mehr Beachtung, denn dort kann sie Schule und Sport nahezu perfekt kombinieren. Im Dreieck Frankfurt-Butzbach-Gießen bereitet sich Gerter nun auf die nächsten Aufgaben vor - wohl mit dem Ratschlag Marschecks im Hinterkopf, „seine Ziele nie aus den Augen zu verlieren“.

(stw)

Urgesteine des Sports

01.02.2012 - GIESSEN

Leichtathlet Volker Clarius und Turner Kurt Gröger über viele Jahrzehnte prägend

Die Gewinner des Ehrenpreises, der gleich zweimal vergeben wird, vorzustellen, birgt das kleine Problem, wer denn nun zuerst vorgestellt wird, ohne damit eine Rangfolge festzulegen. Laudator Werner Damm bediente sich eines neutralen Instruments - dem Alphabet. Und da hat „C“ wie Volker Clarius leicht die Nase vorne vor „G“ wie Kurt Gröger.

Der „unerbittlicher Trainer“ Volker Clarius, wie Damm aus eigener Erfahrung als ehemaliger Sprinter berichtete, hat wie kein Zweiter die Leichtathletik in Gießen geprägt.

Als Sportlehrer an der Liebigschule, Schulsportkoordinator, MTV-Trainer und Mitbegründer des LAZ Gießen begleitete Clarius, dessen Tochter Birgit als Siebenkämpferin bei Welt- und Europameisterschaften sowie Olympia 1992 am Start war, Generationen von Talenten auf ihrem sportlichen Weg.

Sein „unermüdlicher Elan“, wie Damm ausführte, ließ den inzwischen 78-jährigen Ehrenvorsitzenden des LAZ und Träger der Silbernen Ehrenplakette der Stadt Gießen noch vor knapp zwei Jahren ins Trainergeschäft zurückkehren. „Die zwei Tage mit Volker haben einen Riesenspaß gemacht. Er hat eine unheimliche Erfahrung und Wettkampfkompetenz“, lobte damals sein Schützling, Mehrkämpfer Adrian Becker, seinen „Ersatz“-Coach, der sich sichtlich über die Ehrung freute, die ihn „völlig überrascht“ habe.

An Ruhestand, so ist zu vermuten, ist bei dem vitalen Bald-80er Volker Clarius noch lange nicht zu denken.

Ebenfalls 78 Jahre und in „seiner“ Sportart wie Clarius ebenfalls ein Urgestein ist Kurt Gröger, der aus gesundheitlichen Gründen leider nicht bei der Ehrung zugegen sein konnte. Damm charakterisierte den Doyen des Turngau Mittelhessen als „immer gut gelaunt und souverän“.

„Der Lotse geht von Bord“, besser wie in dieser Schlagzeile bei seiner Verabschiedung als Turngau-Geschaftsführer im März 2010 in Leihgestern kann man die Bedeutung seines Wirkens für die große mittelhessische Turngemeinde wohl nicht beschreiben. Der Ehrenpreis bei der Sportlerwahl ist eine weitere Würdigung seiner ehrenamtlichen Tätigkeit für den Sport. Turngau-Ehrenmitglied Gröger erhielt bereits 1995 das Bundesverdienstkreuz am Bande, ein Jahr später die Weidig-Plakette und im vergangenen Jahr die Silberne Ehrennadel der Stadt Gießen.

So wie ein Jahr zuvor Volker Clarius. Für den doppelten Ehrenpreis 2011 hätte kein passenderes Duo ausgewählt werden können. (wi)

 

 

Silber für LAZ-Männerstaffel

01.02.2012 - GIESSEN

Leicht durchwachsene Bilanz der heimischen Asse bei den Süddeutschen - Geschwächte Marscheck Weitsprung-Vierte

SINDELFINGEN/GIESSEN (ras). Viel Licht, aber auch ein wenig Schatten gab es für die regionalen Leichtathletik-Asse bei den Süddeutschen Meisterschaften in Sindelfingen. Unter keinen guten Vorzeichen standen die Wettkämpfe im Glaspalast für Beatrice Marscheck vom LAZ Gießen. Marscheck kränkelte im Vorfeld und verzichtete so am Eröffnungstag nach beachtlichen 7,68 Sekunden im Sprintvorlauf auf den Zwischenlauf. Am Sonntag trat die Garbenteicherin im Weitsprung an, bei dem sich die Schwächung zwar sichtlich bemerkbar machte, aber Marscheck mit insgesamt fünf Sechsmetersprüngen (6,09) hinter der A-Jugendlichen Maleika Mihambo (LG Kurpfalz/6,36), Michele Weitzel (LG Regensburg/6,27) und Ksenia Achkinadze (SC Gelnhausen/6,16) immerhin auf Platz vier landete.

Ihre Vereinskameradin Ann-Christin Strack bekam im 60-m-Vorlauf (7,76) mit Anne Möllinger (Mannheim/7,56) auf der Nachbarbahn den starken Seitenwind einer Europameisterin über 100 m zu spüren. Den Zwischenlauf sprintete Strack in 7,77 Sekunden und verfehlte so haarscharf mit vier Hundertstel den Endlauf.

Im Hürdenvorlauf (8,71) legte die Gießenerin den Respekt vor großen Namen ab und erreichte gemeinsam mit ihrer Trainingsgefährtin Nastasia Lich (9,01) das Finale. Im Endlauf zeigte Strack einmal mehr Wettkampfstärke und schraubte trotz deutlichem Touchieren der letzten Hürde ihre persönliche Bestzeit auf 8,56 Sekunden. Das bedeutete Rang fünf für die U20-Athletin. Bei dem von Nadine Hildebrand (Salamander Kornwestheim/8,19), der deutschen Hallendritten des Vorjahres, dominierten Rennen wurde Nastasia Lich in 8,97 Sekunden Siebte.

Strack in Bestzeit Fünfte

Lich startete zudem im Weitsprung. Da Weitsprung und Hürden jedoch zeitgleich ausgetragen wurden, bedeutete das für die Mehrkämpferin richtig Stress. Trotzdem steigerte die Heuchelheimerin zweimal ihre Bestweite auf letztlich 5,62 m und wurde Zehnte.

35 Männer hatten für den 60-m-Sprint der Männer im Sindelfinger Glaspalast gemeldet. U20-Sprinter Costa Laurenz (LAZ/MTV Gießen) hatte im Vorlauf mit Tobias Unger (6,83) vom VfB Stuttgart einen „Hochkaräter“ auf der Nebenbahn. Laurenz verkrampfte dadurch ein wenig, erreichte aber in 7,01 Sekunden den Zwischenlauf. Dort qualifizierte er sich in 6,98 Sekunden für das Finale und wurde anschließend in 7,00 Sekunden Achter. Den Titel gewann Tobias Unger in 6,70 Sekunden.

Die 200 m absolvierte Costa Laurenz auf der zeitraubenden zweiten Bahn. Mit 21,94 Sekunden blieb der Langgönser erneut unter der Zweiundzwanziger-Marke und verpasste damit als Sechster knapp den Endlauf.

Während die teilweise gesundheitlich angeschlagene Frauenstaffel des LAZ Gießen auf den Start verzichtete, gelang dem LAZ-Männerquartett eine echte Überraschung. Bei den von etlichen Aufgaben geprägten Zeitläufen sprinteten Rouven Höfer, Kai Beemelmanns, Marcel Breitkopf und Costa Laurenz in 1:32,42 Minuten hinter dem VfL Sindelfingen (1:29,60) die zweitschnellste Zeit und wurden vor dem SSV Ulm (1:33,19) Vizemeister.

Laurenz im Finale

Im Stabhochsprung kam Marcel Breitkopf trotz deutlicher Schwächen im Anlauf und Problemen beim Absprung mit übersprungenen 4,50 m auf Rang acht.

 

 

 

25.01.2012

Strack und Laurenz sammeln fünf Hessentitel

LAZ Gießen Hessische Hallenmeisterschaft 2012 in Frankfurt

U 20 und U 16

Zufriedene Athletin und zufriedener Trainer: Titelträgerin Ann-Christin Strack und Markus Czech.	Foto: ras Setzt ein Ausrufezeichen im U16-Bereich: Christopher Nagorr ist auf der 60-Meter-Hürdendistanz nicht zu schlagen.	Foto: ras

 

 
GIESSEN (ras). Die heimische Erfolgsbilanz bei den Hessischen Hallenmeisterschaften der U20 und U16 ist kaum noch zu toppen. Denn durch Ann-Christin Strack über 60 m, 200 m und über die 60-Meter-Hürdendistanz, sowie Costa Laurenz über 60 m und 200 m, sammelten U20-Jugendliche des LAZ Gießen in Frankfurt-Kalbach gleich fünf Landestitel. Zudem setzte das LAZ mit Hürdensieger Christopher Nagorr und dem zweifachen Titelträger Nico Gremm weitere Ausrufezeichen im U16-Bereich.

„LAZ Gießen - die neue Sprinthochburg“. Dabei war es nicht nur die Zahl der Siege. Mehr noch beeindruckte, dass sämtliche Titel mit persönlichen Bestzeiten erzielt wurden. Costa Laurenz steigerte sich im 60-Meter-Finale auf 6,93 Sekunden und ließ über 200 m mit 21,78 eine weitere deutsche Spitzenzeit im Jugendbereich folgen. In einem tollen 60-Meter-Finale der weiblichen U20 sprintete Ann-Christin Strack mit 7,67 zum Titel vor Theresa Schacht (Reinhardswald/7,70) und Lisa Mayer (7,77) von der LG Langgöns-Oberkleen, die eigentlich der U18 angehört. Über 200 m (24,82) sowie über die Hürden mit 8,68 im Vorlauf und 8,70 im Finale bewies Strack ihre Zugehörigkeit zur nationalen Jugendspitze. Hinter seinem früheren Teamkameraden Laurenz landete der Klein-Lindener Issam Ammour (LG Wetzlar) in 7,07 auf Platz zwei über 60 m.

Vom LAZ Gießen zur TGS Niederrodenbach ist Tobias Kretzschmar gewechselt. Der Ebersgönser gewann den Kugelstoß der U20 mit national beachtlichen 16,35 m. Mit Julia Gerter verzichtete eine weitere Medaillenhoffnung des LAZ Gießen auf die Teilnahme am Weitsprung der U20. Dazu ihr Trainer Philipp Schlesinger: „Sie ist leicht angeschlagen und ich möchte nicht riskieren, dass sie sich eine Verletzung holt.“ Im Dreisprung der Altersklasse kam der B-Jugendliche Felix Repp (LGLO) mit 12,48 m auf den Bronzerang.

In der M15 war Nico Gremm auf der Hallengerade nicht zu schlagen. Gremm ließ im Zwischenlauf über 60 m flach mit 7,49 die beste Zeit auf der Zielanzeige aufleuchten und verwies auch im Finale den Niederrodenbacher Daniel Schilling (7,59) in 7,48 auf den Silberplatz. Mit der zweitbesten Vorlaufzeit von 8,88 ging Nico Gremm in das Hürdenfinale. Nach einem schwachen Start gelang dem LAZ-Nachwuchssprinter vom Stammverein TSG Lollar ein toller Lauf, er gewann in 8,67 vor dem Wiesbadener Daniel Renninger (8,74). In der gleichen Altersklasse überfloppten Robin Katzer (ebenfalls LAZ Gießen) und Robert Schmidt ( LG Wettenberg) die Höhe von 1,66 m und belegten damit hinter Matthis-Leon Wilhelm (Frankenberg/1,69) die Plätze zwei und drei.

In der M14 wurde Christopher Nagorr (LAZ) seiner Favoritenrolle über die Hürden gerecht. Nach der Vorlaufbestzeit von 9,30 siegte er unbedrängt mit einer Steigerung auf die neue persönliche Bestleistung von 9,00 Sekunden. Im Weitsprung gewann Nagorr mit 5,47 m Silber. Mit Silber wurde auch sein Vereinsgefährte Niklas Harsy dekoriert, der sich neben Rang zwei auf der 800-Meter-Distanz (2:16,88) auch über 3000 m (10:23,22) nach einem starken Finish zusätzlich Bronze erkämpfte. Daniel Kraft von der LG Wettenberg trat im Stabhochsprung an und wurde mit 2,30 m als Fünfter zur Ehrung gerufen.

Über die 2000 m der W14 trat Franziska Bock (LAZ Gießen) an die Startlinie. Die eigentlich der W13 angehörende Alten-Buseckerin erkämpfte sich in 7:27,76 einen guten fünften Platz.

Bei den zeitgleich ausgetragenen hessischen Meisterschaften im Winterwurf im Stadion an der Hahnstraße setzte sich Rouven Höfer (LAZ) im Speerwurf der Männer durch und gewann mit 50,97 m. Lukas Rückel (ebenfalls LAZ/60,47) warf den Speer in der U20 auf den zweiten Rang.

 

 

Marscheck siegt im Weitsprung

17.01.2012 - HANAU

Hessische Hallenmeisterschaften: Silber für heimisches Trio - Lisa Mayer und Jennifer Maedicke gewinnen U18-Titel

HANAU (ras). Durch Beatrice Marscheck vom LAZ Gießen gab es bei den Hessischen Hallenmeisterschaften der Männer, Frauen und U18 in der Hanauer August-Schärttner-Halle im Weitsprung der Frauen den einzigen Gießener Hallentitel im Aktivenbereich. Bestens in Szene bei der zweitägigen Veranstaltung setzten sich aber auch Ann-Christin Strack über die 60 m Hürden, Costa Laurenz auf der Hallengeraden sowie ihr LAZ-Teamkamerad Marcel Breitkopf im Stabhochsprung. Das Trio gewann jeweils Silber.

Für Beatrice Marscheck begannen die Landestitelkämpfe mit einem Fehlstart über 60 m. Die Meinungen von kompetenten Beobachtern schwankten von: „grenzwertig“, über: „kann man geben,“ bis hin zu: „eindeutiger Frühstart.“ Dazu äußerte sich auch ein sichtlich verärgerter Trainer Markus Czech: „Es war ein Bombenstart, der optisch durch zwei um rund eine Sekunde schwächere Läuferinnen auf den Nebenbahnen wie ein Fehlstart wirkte.“ So gewann unbedrängt die zu Jahresbeginn von der LG Eintracht Frankfurt zum SC Gelnhausen gewechselte Ksenia Achkinatze die 60 m in guten 7,62 Sekunden.

Umstrittener Fehlstart

Im Weitsprung konnte sich Marscheck gegenüber der Neu-Gelnhäuserin allerdings revanchieren und gewann den Titel mit 6,18 m vor Achkinatze, die sich im letzten Versuch auf 6,16 m steigerte. Bei jeweils zwei Sprüngen von 6,16 und 6,18 m zeigte sich Czech von dem Weitsprung-Auftritt seiner Athletin recht angetan: „Wichtig ist, dass der Anlauf passt, an der Landung müssen wir jedoch gewaltig arbeiten.“

Starke Leistungen zeigte auch LAZ-Zugang Marcel Breitkopf, der im Stabhochsprung inklusive 4,60 m nur einen Fehlversuch hatte und so in dem elfköpfigen Springerfeld hinter Jan Felix Knobel (LG Eintracht Frankfurt/4,70), dem WM-Achten des Vorjahres im Zehnkampf, den zweiten Platz belegte. Über 60 m Hürden erkämpfte sich Breitkopf nach 8,61 m im Vorlauf mit der Finalzeit von 8,51 einen guten fünften Platz. Sichtlich zufrieden zeigten sich nach ihrem Hürdenendlauf auch Ann-Christin Strack (8,72) und Nastasia Lich (8,79), die hinter der auch national erfolgreichen Antonia Werner (TV Flieden/8,44) und nur ganz knapp durch Christina Kiffe (ASC Darmstadt/8,77) getrennt, die Ränge zwei und vier belegten.

Starke Ann-Christin Strack

Sowohl Breitkopf als auch Strack und Lich sprinteten über die Hürden neue persönliche Bestzeiten. Ann-Christin Strack festigte mit der Verbesserung um zwölf Hundertstel zudem ihre Zugehörigkeit zu den deutschen U20-Top Ten. Das i-Tüpfelchen für ein tolles Wochenende verpasste Nastasia Lich ganz knapp im Weitsprung, denn im letzten Durchgang wurde sie bei einer Weite von 5,58 m von Gesa Kratsch (LG Friedberg-Fauerbach/5,60) um zwei Zentimeter überboten und so von Platz drei auf einen weiteren vierten Rang verdrängt.

Der erhofft gute Auftritt über die 60 m bei den Männern gelang sowohl Costa Laurenz (LAZ/6,99) als auch dem nun für die LG Wetzlar startenden Issam Ammour aus Kleinlinden. Im 60-m-Finale in der Konzentration etwas gestört durch die Fehlstarts zweier Mitkonkurrenten eroberten die U20-Jugendlichen Laurenz (6,99) und Ammour (7,01) hinter Felix Göttl (TuS Kriftel/6,79), dem Neuntschnellsten der deutschen Hallenbestenliste des Vorjahres, den zweiten und dritten Treppchenrang.

 

 

31.12.2011 Silvesterlauf

Ergebnisse: Einlaufliste    Altersklassenwertung

Bildergalerie:  Start    10 km   21,1 km 

Zeitraffer (schnell)     Zeitraffer

Videolink

                                                           

 

Ergebnisse Volks- und Straßenlauf am 16.10.2011

Bilderlink                      Videolink

 

 
12.11.2011 | Spezial | Philip Scheibl
 

Zwölf Fragen an... Beatrice Marscheck

In der leichtathletik.de-Rubrik "Zwölf Fragen an..." geben die DLV-Asse Antworten auf Fragen zu ihrem Leben, die man bislang noch nicht kannte. Heute: Weitspringerin Beatrice Marscheck ( LAZ Gießen)

 
Näht gerne kleine Geschenke für ihre Freunde (Foto: Gantenberg)


 
Was ist Ihre typischste Charaktereigenschaft?

Ehrgeiz

Was sind Ihre größten Stärken und Schwächen?
Stärken: diszipliniert und zuverlässig
Schwächen: ungeduldig, sowie sich nicht entscheiden können

Was ist Ihre heimliche Leidenschaft?
Kleine Geschenke für Freunde nähen

Worauf könnten Sie niemals verzichten?
Auf meine Familie und Freunde

Was bringt Sie auf die Palme?
Unpünktlichkeit, Unzuverlässigkeit und Hunger

Womit kann Sie ein Mann/eine Frau besonders beeindrucken?
Humor und einem gewissem Charme

Was war das Bewegendste, das Sie je erlebt haben?
Der Einzug ins Berliner Olympiastadion bei der WM 2009

Welchen Traum möchten Sie später einmal leben?
Gesund und zufrieden zu sein mit dem, was ich erreicht habe

Wohin möchten Sie auf jeden Fall noch reisen?
New York City

Mit wem würden Sie gerne einmal trainieren?
Mit Heike Drechsler

Was kochen Sie am liebsten?
Schweinelende in Sahnesoße mit Spätzle und Salat, dazu Mandelsoufflé

Mit welchem Prominenten würden Sie gerne einmal zu Abend essen?
Mit Steffen Henssler
 

 

 
Zweiter Platz für B-Schüler des LAZ Gießen

Die Teilnehmer des LAZ Gießen an den hessischen Schülermannschaftsmeisterschaften präsentieren sich in Flieden dem Fotografen  und repräsentieren den Sportkreis mit guten Leistungen.	Foto: red

07.09.2011 - GIESSEN

FLIEDEN/GIESSEN (ras). Ein Mannschaftswettkampf wie die deutsche Schülermannschaftsmeisterschaft ist in der Leichtathletik etwas ganz Besonderes. Die Athleten und Athletinnen setzen sich unter Druck, denn jeder möchte möglichst stark für das Team punkten. Zudem fiebern an der Bande die in anderen Disziplinen eingesetzten Teammitglieder, Betreuer und Eltern mit und feuern entsprechend lautstark an.

So auch beim hessischen Finale in Flieden, für das sich das Leichtathletik Zentrum (LAZ) Gießen mit den B-Schülern und B-Schülerinnen qualifiziert hatte. Außerdem dabei: die Startgemeinschaft aus TSG Alten-Buseck und TV Großen-Linden, deren B-Schülerinnen ebenfalls zu den sechs Punktbesten nach den Vorkämpfen zählten.

Nach einem bis zuletzt spannenden Zweikampf mussten sich die LAZ-Jungs mit 6924 Punkten nur ganz knapp dem ASC Darmstadt (6950) geschlagen geben. Bei den Mädels trennten die StG Buseck-Linden bei 6475 Punkten nur zwei Pünktchen vom Viertplatzierte, der LG Reinhardwald (6477). Die B-Schülerinnen des LAZ Gießen wurden trotz ansprechender Leistungen mit 6316 Punkten Sechste.

Auch wenn es nicht ganz zum Sieg reichte, präsentierten sich die B-Schüler des LAZ in Osthessen mit starken Ergebnissen. So sprinteten Leonhard Schmitt und Luca Weber die 75 m mit 10,01 s und 10,02 s ganz nahe an die Zehnsekundenmarke. Niklas Harsy imponierte in 3:04,16 min mit der zweitschnellsten Zeit aller 1000 m-Läufer der Altersklasse. Christopher Nagorr gelang über 60 m Hürden in 9,58 s ein toller Lauf, der mit 575 Punkten als eine der besten Tageswertungen der Klasse bewertet wurde. Auch Luca Weber, der dem jüngeren Jahrgang der M12 angehört, lieferte über die Hürden in 10,19 s eine weitere Fünfhundertpunkte-Leistung ab und zeigte sich auch in seiner dritten Disziplin Weitsprung (4,99 m) als wertvoller Punktesammler. Mit exakt 5,00 m setzte Jannik Schmitt ebenfalls einen guten Sprung in die Weitsprunggrube. Eine herausragende Zeit lieferte über 4x75 m das Staffelquartett Leonhard Schmitt, Kilian Ortwein, Jannik Schmitt und Julius Grau in 39,76 s ab und schiebt sich damit in der hessischen Jahresstatistik mit an die Spitze. Bemerkenswert bei den B-Schülern des LAZ war auch, dass die gewerteten Ergebnisse der beiden Besten pro Disziplin stets mit guten Leistungen weiterer Nachwuchsathleten untermauert wurden. Bei den B-Schülerinnen war der Wiesbadener LV mit 7104 Punkten nicht zu schlagen.

Die B-Schülerinnen des LAZ Gießen blieben mit Sarah Müller (10,78) und Lucy Weingarten (10,86) trotz Gegenwind in ihren 75 m Sprints jeweils unter elf Sekunden. Weingarten, eigentlich noch C-Schülerin der W11, setzte mit 4,71 m einen Supersatz in die Weitsprunggrube und Catherina Werdecker (42,0), sowie Julia Ishaque (41,0), sammelten bei dem im Mädchenbereich hoch bewerteten Ballwurf wertvolle Punkte für das Team. Die 4x75 m Staffel des LAZ, mit Laura Becker, Selina Hildebrand, Weingarten und Sarah Müller, fegte in flotten 41,05 s über die Bahn und wurde so in der Disziplin hinter Wiesbaden (39,71) achtbare Zweite.

 

 

 
 

Süddeutsche Meisterschaften: Podestplätze auch für Rouven Höfer und Tobias Kretzschmar

FORST/GIESSEN (ras). Von den süddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Aktiven und B-Jugend in Forst bei Bruchsal konnten mit Rouven Höfer und Tobias Kretzschmar vom LAZ Gießen  zwei Gießener Akteure die Rückreise aus dem badischen Raum mit Medaillen antreten.

Noch am Samstag trat Rouven Höfer beim Werfertag in Heuchelheim an und glänzte mit persönlichen Bestleistungen im Diskusring und beim Kugelstoß. Am Sonntag legte der LAZ-Athlet vom Stammverein MTV 1846 Gießen bei den „Süddeutschen“ nach und warf den Speer mit 62,37 m hinter Thorsten Schlör (SV Schlau Com Saar/ 67,67) auf die zweitbeste Weite der Männerklasse. Damit verbesserte Höfer seine Saisonbestleistung um nahezu sieben Meter und ordnet sich auf Rang vier der aktuellen hessischen Bestenliste ein.

Einen Silberplatz erntete auch Tobias Kretzschmar (LAZ/SV Garbenteich) durch 17,15 m im Kugelstoß der B-Jugendlichen. Vor Kretzschmar schob sich nur Stephan Stein von der MTG Mannheim, der in Forst seine persönliche Bestweite auf 17,41 m verbesserte und in der deutschen Rangliste jetzt Platz vier belegt.

Obwohl sie die zweite Hürde voll touchierte, qualifizierte sich Ann-Christin Strack (LAZ Gießen/MTV) in 14,90 s über 100 m Hürden bei sengender Hitze für das Frauenfinale. Dort erreichte die A-Jugendliche die Ziellinie als Fünfte in persönlicher Bestzeit von 14,46 s und nähert sich damit der deutschen Jugend-Spitze.

In seinen ersten Rennen mit bekannten Namen ließ sich Costa Laurenz nicht aus der Ruhe bringen. Der A-Jugendliche vom LAZ mit Basis MTV 1846 Gießen überstand in 10,91 s seinen 100 m-Vorlauf und qualifizierte sich mit exakt der gleichen Zeit für das Finale. Hinter den international erfahrenen Felix Göltl (TuS Kriftel/10,43), Till Helmke (LG Friedberg-Fauerbach/ 10,68), Rouven Christ (LC Rehlingen/ 10,71) und John-Henry Tate (VfB Stuttgart/ 10,95) kam Laurenz in 10,98 s bei spürbarem Gegenwind von 0,8 m/s auf den fünften Rang. Auch über die 200 m setzte er sich gut in Szene. Nach 22,01 s im Vorlauf sprintete er im Finale bei einer Zeit von 22,03 s erneut auf den fünften Platz. Dritter wurde der Friedberger Till Helmke in 21,50. Durch den für die LG Wetzlar startenden Hochelheimer Patrick Wagner (22,34), ging auch der sechste Finalrang in den heimischen Raum. Zu einer weiteren Urkundenplatzierung für die LG Wetzlar sprintete der früher ebenfalls für den TV Großen-Linden aktive Niklas Wagner (55,17) als Achter über 400 m Hürden. Zusammen mit Sven Rengelink und Gunnar Habl, kamen die früheren Lindener über 4x400 m in 3:20,34 min auf den vierten Platz der acht Männerstaffeln.

Quelle: http://www.giessener-anzeiger.de/sport/lokalsport/leichtathletik/11082496.htm

 

  DM-Jugend in Jena

https://picasaweb.google.com/noack.chris/DM_2011_Jena?authuser=0&feat=directlink#

Nationaler Durchbruch: 17-jähriger Tobias Kretzschmar gewinnt Silbermedaille im Kugelstoßen

09.08.2011

JENA/GIESSEN (ras). Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Jena gelang Tobias Kretzschmar vom LAZ Gießen der nationale Durchbruch. Der Ebersgönser B-Jugendliche stieß die Kugel auf die zweitbeste Weite und gewann die Silbermedaille. Als Vierte des Weitsprungs der B-Jugend verpasste mit Julia Gerter eine weitere LAZ-Hoffnung nur knapp die anvisierte Medaille.

Kretzschmar, der vorwiegend beim hessischen Kadertrainer Jörg Schule trainiert, wuchtete die Fünfkilokugel bereits im ersten Durchgang auf seine Tagesbestweite von 17,34 m und blieb damit nur 34 cm unter seiner persönlichen Bestleistung.

„Als Zweiter der deutschen Jahresbestenliste der Altersklasse wollte ich schon unter die ersten Drei. Ich war vorher total angespannt. Aber ich habe alle Kraft in den ersten Versuch gelegt und danach wusste ich, es würde eine Medaille werden. Denn die Konkurrenz war beim Einstoßen überschaubar und ich war einer der letzten Teilnehmer des ersten Durchgangs. Dann fehlte aber leider etwas die Spannung und die beiden letzten Versuche haben technisch nicht richtig geklappt,“ erläuterte der Schüler der Technikerschule Butzbach später. Mit Patrick Müller vom SC Neubrandenburg siegte der deutsche Altersklassenbeste, der nach 17,74 in seinem ersten Versuch seine persönliche Bestleistung im fünften Durchgang um zwei Zentimeter auf 17,85 m steigerte. Dennis Lukas von der LG Idar-Oberstein kam im letzten Stoß mit 17,30 m noch gefährlich nah an Kretzschmar heran.

Nach Abschluss des Wettbewerbs zeigte sich der knapp 17-jährige Tobias Kretzschmar knochentrocken: „Ich habe meine erste nationale Medaille nicht gefeiert. Aber so konnte ich die anderen Wettbewerbe von der Tribüne aus in Ruhe genießen.“

Julia Gerter musste sich im Weitsprung der B-Jugendlichen mit Rang vier begnügen. Mit Sprüngen von 5,78 m und 5,86 m erreichte die Pohl-Gönserin nach den ersten drei Versuchen das Finale der besten Acht. Im letzten Durchgang steigerte sich die Gymnasiastin auf 5,89 m. Das änderte aber nichts an der Platzierung. Es siegte Maleika Milhambo (LG Kurpfalz) mit herausragenden 6,40 m vor der Frankfurterin Maryse Luzolo (6,17 m) und Jessie Maduka (5,95 m) vom ART Düsseldorf.

„Ich hätte gerne noch eine persönliche Bestleistung gesprungen, aber ich habe mir im Vorfeld wohl etwas zuviel Stress zugemutet,“ analysierte Gerter und erläuterte: „Vor der Fahrt nach Jena richteten wir mein Zimmer in Frankfurt ein. Um Leistungssport und Schule besser miteinander verbinden zu können, wechsele ich zum Schuljahresbeginn für die beiden letzten Gymnasialjahre in das Sportinternat der Carlo-von-Weinberg- Schule.“

Absolut kein Glück hatten die Gießener Sprinter in den Läufen der Jugend A. So verpasste Lara Matheis von der TSG Gießen-Wieseck sowohl über 100 m als auch 200 m jeweils ganz knapp die Finalläufe. Bei durch Gegenwind schwierigen Bedingungen sprintete Matheis im 100 m Vorlauf in 12,37 Sekunden in die Zwischenläufe. In ihrem Semifinale erreichte die Watzenborn-Steinbergerin 12,36 und wurde Neunte mit acht hundertstel Sekunden Differenz zur Finalteilnahme. Das 200-m-Rennen verlief noch unglücklicher, denn mit persönlicher Bestzeit von 24,99 fehlte eine einzige Hundertstelsekunde, um die Qualifikation für den Endlauf zu erreichen.

Wegen einer Erkrankung im Vorfeld trat Ann-Christin Strack vom LAZ Gießen nur über 100 m Hürden an. Mit einem Gegenwind von 2,3 m/s erwischte die Ostschülerin den mit Abstand am stärksten betroffenen Vorlauf und lief in 14,63 Sekunden die zwölftschnellste Zeit. Für Mona Althenn von der LG Wetzlar reichte im Kugelstoßring die Weite von 12,84 m aus dem ersten Versuch zur Finalteilnahme. In den letzten drei Durchgängen konnte sich die A-Jugendliche jedoch nicht auf den zuletzt gezeigten Level steigern und wurde Achte.

Insgesamt 60 Sprinter traten in der A-Jugend über 100 m an. In einem der beiden vom Gegenwind (-1,8) am stärksten betroffenen Vorläufe trafen Costa Laurenz und Issam Ammour (beide LAZ Gießen) auf die nationale Konkurrenz. Laurenz qualifizierte sich in 11,08 Sekunden für die vier Zwischenläufe. Seinem Trainingsgefährten Ammour blieb bei der Zeit von 11,23 ein weiterer Start verwehrt. Im vom Wind gebeutelten Zwischenlauf sprintete Laurenz Costa 11,17 Sekunden und hatte so keine Chance auf das Finale. Über 200 m erreichte Costa mit der Vorlaufzeit von 22,24 das B-Finale und wurde hier in 22,58 Siebter.

 

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  EYOF - Silber für Julia Gerter


(jth) Zum Abschluss des Europäischen Jugendolympiafestivals (EYOF) in der Türkei hat Julia Gerter vom LAZ Giessen / SV Garbenteich die zweite Medaille aus hessischer Sicht geholt. Die Weitspringerin vom LAZ Gießen gewann Silber, mit 6,14 Metern. Zwischenzeitlich schnupperte Julia sogar an der Goldmedaille. Im dritten Durchgang war sie mit ihrer Weite in Führung gegangen. Doch am Ende fing sie die Ukrainerin Bekh, mit 6,25 m noch ab.

http://www.trabzon2011.org/results/at/asf/031/004/det01cgcgr2atasf031c004001.html
 

(Foto: Gantenberg)

Das European Youth Olympic Festival (EYOF) geht auf eine Initiative von IOC-Präsident Dr. Jacques Rogge zurück. Ziel dieser Veranstaltung ist es, die seit 1991 durchgeführt wird, die besten europäischen Jugendlichen an die Olympische Bewegung und die Anforderungen des internationalen Spitzensports heranzuführen. Die Teilnahme am EYOF soll bei den Jugendlichen auch den Traum wecken, einmal bei Olympischen Spielen zu starten. Zugleich soll die Veranstaltung die Einheit der Europäischen Nationen symbolisieren, zusammen mit der reichen und differenzierten Kultur, die auf dem europäischen Kontinent anzutreffen ist.

„ Der Wettkampf und auch die Spiele waren  war ein Erlebnis, das ich nicht vergessen werde. 4000 Nachwuchsathletinnen und -athleten aus 49 Ländern, die in den neun Sportarten Leichtathletik, Basketball, Radsport, Turnen, Handball, Judo, Tennis, Volleyball und Schwimmen erstmals um olympische Medaillen kämpfen werden waren dabei“ so Julia Gerter.

Nach der erfolgreichen Hallensaison, in der die Gymnasiastin des Weidig-Gymnasiums mit 6,35 m den DM-Vizetitel errang, konnte die Athletin von HLV-Trainer Philipp Schlesinger bei der internationalen B-Jugend-Gala in Schweinfurt mit 6,14 m die geforderte Norm von 6,05 m für die EYOF sicher erfüllen.  „Die Saison lief nach einer Muskelverletzung im Trainingslager schleppend an, doch zum Normwettkampf war Julia bestens vorbereitet. In der Türkei sollte dann eine neue Bestleistung fallen“ so Schlesinger.

In der Qualifikation benötigte die Abiturientin nur einen Versuch von 5,97 m um das Finale zu erreichen. Mit dieser Leistung konnte sie sich als sechste  von zwölf Teilnehmerinnen qualifizieren. „Der Vorkampf verlief relativ entspannt. Ich war schon etwas aufgeregt, aber die Freude nun endlich an den Start gehen zu dürfen überwiegte. Nachdem ich nach dem 1. Sprung die geforderte Quali-Norm für das Finale erreicht hatte, war ich ziemlich erleichtert und habe mich auf das Finale gefreut“ so Gerter.

Im Vorfeld des Finales tüftelte das Athletin/Trainer-Duo gemeinsam die Taktik aus. „Ich wollte mir zunächst mit dem ersten Sprung die weiteren 5 Versuche sichern und dann etwas drauflegen ! Ein festes Ziel hatte ich nicht, sondern wollte einfach nur meiner Qualifizierung gerecht werden und zeigen, was ich drauf habe.  Das Bestmögliche geben und dann schauen, was so drin ist :) Das Finale wollte ich einfach nur genießen“ so das Vorhaben von Julia Gerter.

Im Finale bei 30 Grad im Schatten, startete die Athletin von Philipp Schlesinger mit 5,89 m und es folgte ein zweiter ungültiger Versuch. Im dritten Durchgang flog die LAZ-Athletin dann auf ausgezeichnete 6,14 m und lag plötzlich in Führung. „Ich wollte zunächst mit dem ersten Sprung eine gute Weite vorlegen und mich dann steigern. Im  dritten Versuch hatte ich dann die Zuschauer mit eingebunden, um mich auch noch mehr zu motivieren“ was auch hervorragend gelang.

„Es gehört schon eine Portion Selbstbewusstsein dazu, nach einem ungültigen Versuch im dritten Durchgang in einem internationalem Finale alles auf einen Karte zu setzen“ so der Trainer. „Ich habe mir nur gedacht, dass das noch nicht alles war und eigentlich noch mehr drin ist. Ich wollte mir "das Krönchen" aufsetzen :-)  .

Außerdem war mir auch klar, dass der Wettkampf noch nicht zu Ende war und noch viel passieren kann - meinerseits und auch von meinen Konkurrentinnen“ so die Selbsteinschätzung der Athletin.

Es folgten im 4. und 5. Durchgang, Weiten von 6,03 m und 5,99 m. Im vorletzten Versuch sprang dann die Ukrainerin Maryna Bekh 6,25 m und ging somit in Führung . „In meinem letzten Versuch habe ich dann noch mal alles auf einen Karte gesetzt. Ich wollte kontern und mir die Führung zurück holen, doch leider war der Versuch knapp ungültig“ so Julia  Gerter.

„Das Gefühl bei der Siegerehrung war schon sehr schön. Endlich konnte die ganze Aufregung abfallen und ich habe mich einfach gefreut bei der Siegerehrung dabei zu sein und auch dass ich eine Medaille gewonnen hatte und sie in den Händen halten konnte“  so die Eindrücke der LAZ-Athletin.

„ Ich bin super zufrieden mit der Leistung von Julia. Wir peilen jetzt am kommenden Wochenende die Deutschen Jugendmeisterschaften in Jena an und möchten dort gerne die Weite noch mal toppen. Die Silbermedaille ist für Julia Gerter ein großer Erfolg. Der Start bei einer internationalen Meisterschaft, ob U18-WM oder EYOF, war ihr erklärtes Saisonziel gewesen “ so das  Gespannes Gerter/Schlesinger.

Quali Gruppe B

 

Julia GAERTER

GER

 

13 JUL 1994

 5.97 

+0.9

  

  

  

  

  

 5.97 

 +0

Finale

1

Maryna BEKH

UKR

 

18 JUL 1995

 --X-- 

 6.00 

+0.9

 5.28 

-0.3

 5.69 

+0.9

 6.25 

+2.3

 5.93 

+1.8

 6.25w 

 +2.3 m/s 

 

2

Julia GERTER

GER

 

13 JUL 1994

 5.89 

+1.9

 --X-- 

 6.14 

+1.6

 6.03 

+1.5

 5.99 

+2.7

 --X-- 

 6.14 

 +1.6 m/s 

 

3

Marina BUCHELNIKOVA

RUS

 

08 FEB 1994

 6.08 

+1.8

 6.11 

+0.4

 6.10 

+2.5

 --X-- 

 5.95 

+1.9

 --X-- 

 6.11 

 +0.4 m/s

 

 

 

LAZ Gießen und Buseck-Linden mit starken Teamleistungen

(ras) In der Leichtathletik stellt der Mannschaftswettkampf für Trainer und Aktive etwas ganz Besonderes dar. Für die Trainer gilt es, die Athleten punkteeffizient und nicht nur in ihren Zuckerdisziplinen einzusetzen. Und die Athleten mobilisieren bei der meist lautstarken Anteilnahme ihres Teams alle Kräfte, um das Beste zu geben.
 
 
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Kurz nach dem 800-m-Start ist volle Konzentration bei der großen Anzahl an Läuferinnen der Altersgruppe C angesagt. (Foto: ras)
 
 
Zudem winkt zu Saisonende für die sechs besten Mannschaften Hessens pro Altersstufe, in der an Disziplinen umfangreichsten Gruppe 1, die Teilnahme am Hessenfinale. So gingen am Samstag im Heuchelheimer Stadion bei den deutschen Schülermannschaftsmeisterschaften - kurz DSMM genannt - insgesamt 20 hessische Teams mit rund 200 hoch motivierten jungen Nachwuchsathleten an den Start. Bei insgesamt passablen Witterungsbedingungen litten die Sprints und der Weitsprung jedoch unter einem brutalem Gegenwind von teilweise über 4 m/s, der so manche Hoffnung auf die Hessenfinalteilnahme in Flieden dämpfte.

Spannend bis zur letzten Tagesdisziplin verlief der Wettkampf bei den B-Schülern in der finalfähigen Gruppe 1. Letztlich siegte das LAZ Gießen mit 6243 Punkten ganz knapp vor der LG Seligenstadt (6235) und der Eintracht Frankfurt (5892). Für das LAZ lieferte Luca Weber mit 5,03 m in der Weitsprunggrube und mit 10,35 s über 60 m Hürden für die Bedingungen hervorragende Leistungen ab. Über die 1000 m imponierte Niklas Harsy mit der Zeit von 3:09,52 min. Ein zuverlässiger Punktegarant war einmal mehr Christopher Nagorr mit 60,0 m im Ballwurf sowie über die Hürden (10,01) und übersprungenen 1,50 m im Hochsprung. In der Altersgruppe C war der TSV Nauborn bei hervorragenden 4572 Punkten nicht zu schlagen. Auf Platz zwei landete das LAZ Gießen (3595), für das Marius Schmaz im Weitsprung (3,77) und auf der 1000-m-Distanz (3:52,83) am stärksten punktete.

Bei den A-Schülern startete neben der LG Eintracht Frankfurt (9740) in der Gruppe 1, als zweites Team die LG Langgöns-Oberkleen in der an Disziplinen deutlich reduzierten Gruppe 3. Bei insgesamt 5649 Punkten sammelten Felix Repp im windgeschädigten Weitsprung (5,96 m) sowie die Ballwerfer Theo Textor (61,0 m) und Manuel Kretschmar (58,5) die meisten Zähler für die LGLO.

In der ältesten Schülerinnenklasse A setzte sich die Startgemeinschaft Buseck-Linden (8008) gegen die LGLO (7924) und die LG Wetzlar (6888) durch. Beiden Gießener Teams gelangen damit respektable Mannschaftsleistungen, allerdings büßten sie mit Blick auf das Hessenfinale durch die Windverhältnisse viele wichtige Punkte ein. Für die StG zeigte Theresa Spenner einen beherzten 800-m-Lauf (2:39,04) und mit 1,46 m zudem einen beachtlichen Hochsprung. Die punktbesten Ergebnisse für das aus der TSG Alten-Buseck und dem TV Großen-Linden bestehenden Team gelangen Luca Schmitt im Weitsprung (4,76) und Janna Muscheid über 80 m Hürden (13,70). Durch Lisa Mayer im 100-m-Sprint (13,55) und Weitsprung (5,36) sowie Anna Schwarz im Hochsprung (1,50) erkämpften zwei Athletinnen der LGLO 500-Punkte-Ergebnisse.

Einen hochklassigen Zweikampf lieferten sich die StG Buseck-Linden und das LAZ Gießen bei den B-Schülerinnen, das die Buseck-Lindener nicht zuletzt dank starker Ballwürfe von Kathrin Luh (48,5) und Jasmin Luh (48,0) mit 6343 Zählern für sich entschieden. Das LAZ (6223) bot eine sehr ausgeglichene Leistung, bei der neben Laura Becker über 60 m Hürden (11,59) und Franziska Bock auf der 800- m-Distanz (2:40,92) mit Catharina Werdecker ebenfalls ein Werferin (45,0) auftrumpfen konnte.


Bei den fünf Teams der C-Schülerinnen durfte der TSV Nauborn mit 4433 Punkten den Sieg bejubeln. Es folgten das LAZ Gießen (4353), vor dem TV Großen-Linden (4273), dem TV Burgsolms (4019) und den gastgebenden TSF Heuchelheim mit 3968 Punkten. Als schnellste Sprinterin erwies sich Lucy Weingarten vom LAZ Gießen in 7,79 s. Zum stimmungsmäßigen Höhepunkt des Tages entwickelte sich der Hochsprung, bei dem neben Weingarten auch Anne Mandler (TSF Heuchelheim) die Latte inklusive 1,18 m überquerte. Im bei den Mädchen sehr stark gewichteten Ballwurf, gelangen Hannah Schmidt (32,0), Joleen Kaguah (29,0/beide LAZ), Hannah Ulferts (29,5), Annelie Landeck (29,0/beide TV Großen-Linden) sowie der Heuchelheimerin Marlene Bender (30,0) respektable Weiten.

 

Veranstaltungs-Flyer 2011

Ergebnisse LAZ Mehrkampfmeeting vom 10/11.06.2011

Es sind Fundsachen liegen geblieben ! ( Bitte bei Martin.Theimer@laz-giessen.de melden )

Bilergalerie: http://gute-blende.fotoportopro.de/gallery.php?gallery=e22544502e7b8b98

Thorsten Dauth mit Zehnkampfversuch in Gießen

(jth)  Man hatte fast den Eindruck, als wäre man im Mehrkampf-Mekka Götzis oder Ratingen, denn die Stimmung, Organisation sowie die gezeigten Leistungen der Athletinnen und Athleten  waren zum Mehrkampfsaisoneinstand beeindruckend. Das LAZ Gießen Stadt und Land um seinen Vorsitzenden Eckhard Paul, hatte im Stadion West mit 46 Athletinnen und Athleten ein kleines, aber feines Mehrkampfmeeting über zwei Tage organisiert. „Wir hatten Teilnehmer aus Kassel, Frankfurt, und Darmstadt. Unsere Veranstaltung wird somit weit über die Grenzen von Gießen hinaus angenommen, ein Indiz für eine tolle Familiäre-Veranstaltung “ so der LAZ-Boss.  Im Stadion verspürte man sogar ein wenig Olympiaatmosphäre, denn unter den Zehnkämpfer befand sich auch Thorsten Dauth ( TV Bad Vilbel). Der ehemalige Olympia-Starter hatte  bei den Sommerspielen 1992 in Barcelona (Platz 17 im Zehnkampf mit 7951 Punkten – Dauths Bestleistung lag bei 8164 Zählern) seinen größten sportlichen Auftritt gehabt.

„Toto“ Dauth zeigte vor allen in den Kraftdisziplinen, dass er mal ein guter Zehnkämpfer war, denn die 14,37 m im Kugelstoßen, 39,05 m im Diskuswurf und knapp 50 m im Speerwurf bot er noch sehr beachtliche Leistungen an. „ Ich wollte den Zehnkampf eigentlich durchziehen, doch wenn Du drei Jahre nicht mehr über die Hürden gelaufen bist, ist dies einen harte Sache. An der vierten oder fünften Hürde musste ich dann passen “ so Dauth.

Konstantin Grißmer vom LAZ Giessen und Theresa Pohl von der LG Wettenberg, waren die dominierenden Athleten der zweitägigen Mehrkampfveranstaltung aus heimischer Sicht, denn beide sicherten sicher die DM-Qualifikation. „Es lief nicht in allen Disziplinen optimal, doch im Weitsprung und den Sprints habe ich die Grundlagen für den Erfolg gelegt“ so Grißmer, der in der Juniorenwertung gemeldet hatte. Er startete mit 11,39 sec im 100 m Lauf und sprang im Anschluss 6,66 m weit. „ Ich musste wegen einer Sehnenverletzung  mit dem falschen Bein abspringen, hatte jedoch eine super Serie, so der Student“

Im Kugelstoßen blieb er mit 10,76m und auch im Hochsprung (1,65m) unter seinen Erwartungen, fand aber in der abschließende Disziplin, den 400 Metern in   50,91 sec schnell zur alten Stärke zurück. Der zweite Wettkampftag begann mit 15,86 sec auf der 110 m Hürdenstrecke  und einer Diskuswurfleistung von 35,56m sowie übersprungenen 3,60 m im Stabhochsprung. „Mit 54,25 m konnte Konny im Speerwurf dann gegen Ende des Zehnkampfes noch einmal überzeugend. Er ist auf einem guten Weg und kann nun die Deutschen-Mehrkampfmeisterschaften anpeilen.“, so sein Coach Markus Czech. „ Die zwei Tage hier haben uns allen riesen Spaß gemacht“ so Grißmer am Ende des 1500 m Laufes, den er in 4:47,65 min absolvierte.

Theresa Pohl ( LG Wettenberg) war als eine der  Siebenkämpferinnen  in Gießen am Start. Die Athletin von Trainer Klaus Powilleit begann mit 16,21 sec im 100 m Hürdenlauf sowie überfloppten 1,56 m im Hochsprung. Nach 10,78 m mit der Kugel und 27,78 sec im 200 m Lauf konnte die „Handballspielende Leichtathletin“ beruhigt den zweiten Wettkampftag anpeilen. Dieser begann mit 4,99 m im Weitsprung und ihrer Paradedisziplin dem Speerwurf. Hier konnte sie mit 43,71 m deutliche Akzente setzen. Nach 2:41,1 min auf der 800 m Distanz hatte sie an den zwei Wettkampftagen 4.463 Zähler eingesammelt sicherte sich sehr sicher die Qualifikationsnorm für die Deutschen-Meisterschaften Ende August in Vaterstetten.

Bei den A-Schülern waren mit Clemens Grau und dem noch der B-Schülerklasse angehörenden Christopher Nagorr zwei heimische Mehrkämpfer am Start gewesen. Clemens Grau sammelte bei den Schülern M 15 an beiden Tagen 3.848 Punkte. Mit 13,19 sec im 80 m Hürdenlauf, 5,19 m im Weitsprung sowie 32,82 m im Speerwurf konnte er wichtige Punkte zu seinem Gesamtergebnis beisteuern. „Für Christoper galt der Wettkampf als erste Orientierung für das nächste Jahr. Er soll schon jetzt mal in den Achtkampf hineinwachsen“ so Trainerin Andrea Ewald. Der 13 – jährige B-Schüler startete somit in der nächst höheren Altersklasse, der M 14. Die 2,50 m im Stabhochsprung und ausgezeichnete 38,78 m im Speerwurf deuten an, dass er im nächsten Jahr im Achtkampf gut aufgehoben sein wird. „ Die schwereren Gewichte und die längere Hürdenstrecke bedürfen einer Gewöhnung“ so Nagorr nach dem abschließenden 1000 m lauf den er in 3:16,60 min beendete. In der Schlussrechnung verbuchte der Liebigschüler 3502 Punkte.

Bei den Schülerinnen A, W 15 konnte Janna Muscheid von der TSG Alten-Buseck mit 2883 Zählern das beste heimische Ergebnis erzielen. Sie  überzeugte vor allem im Weitsprung mit 4,32 m sowie einem Speerwurfresultat von 24,33 m, was zugleich auch ihr bestes Einzelresultat war. Bei den jüngeren Schülerinnen W 14 ging der heimische Sieg an Stefanie Weiss vom LAZ / TV Gr.-Buseck mit 3075 Punkten. Mit 13,99 sec im Sprint blieb die Oppenröderin erstmalig unter der Schallmauer der 14 sec Marke. Mit 4,62 m im Weitsprung und 24m im Speerwurf legte sie die Grundlagen für das gute Resultat. „ Es war Steffis erster Siebenkampf und sie hat gleich die 3000 Punkte-Marke geknackt. Als nächste Herausforderung sollten jetzt die Hessischen Meisterschaften gelten,“ so Trainer Jörg Theimer

 

  04/05.06.2011 - Darmstadt

Christopher Nagorr holt sich den Hessenmeistertitel im Fünfkampf und die Mannschaft gewinnt Silber

 

 

01.06.2011  - Dessau

Issam Amour in Dessau mit 11,10 sec im 100 m Sprint

 

Schon seit vielen Jahren gibt sich die Weltspitze der Leichtathletik in Dessau-Roßlau die Klinke in die Hand. Deswegen haben sich die Fans dieser Sportart in und um Bernburg den 1. Juni ganz dick im Kalender angestrichen. Einen Tag vor Himmelfahrt stieg im Paul Greifzu-Stadion ab 18 Uhr die 13. Auflage des traditionellen Anhalt-Meetings. "Wir haben uns fest im Veranstaltungskalender etabliert. Erstmals seit langer Zeit konnten wir auch Spitzenathleten aus China begrüßen, denn bei unserem Meeting können sich die Sportler für die Weltmeisterschaft in Südkorea qualifizieren", erklärte Meeting-Direktor Ralph Hirsch, der vor allem auf den zweiten Auftritt von Verena Sailer in der Muldestadt gespannt ist. "Vor vier Jahren startete sie bei uns als unbeschriebenes Blatt. Am 1. Juni kommt sie als schnellste Frau Europas zu unserem Meeting" so im Vorfeld die Ankündigung. Doch neben dem Frauensprint gab es noch weitere Höhepunkte im 16 Disziplinen umfassenden Programm im Greifzu-Stadion in Dessau. Aus heimische Sicht konnte LAZ-Trainer Markus Czech die beiden LAZ-Nachwuchssprinter im Starterfeld der U 23 unterbringen. Issam Ammour  vom LAZ / MTV Giessen konnte sich im bestens besetzten Feld mit 11,10 sec als vierter hinter dem Sieger Steven Colvert ( Irland / 10,58) und Philipp Wobeto ( Sc Potsdam / 10,76) optimal in Szene setzen.  „Für Issam war es die zweitbeste Zeit seiner noch jungen Karriere. Als Bestzeit hat er derzeit eine 11,03 stehen. Als nächstes peilen wir eine 10 er Zeit bei den nächsten hochkarätigen Wettkämpfen an. Er muss noch auf den letzten vierzig Metern eine höhere Endgeschwindigkeit erreichen. Bei den Hessischen-, Süddeutschen- und Deutschen-Meisterschaften sollte jedoch der nächste Meilenstein fallen“ so Trainer Markus Czech. Für Costa Laurenz lief der Abend in Dessau optimal, denn mit 22,17 sec konnte er eine neue Bestleistung erzielen und wurde hinter dem Sieger Thuso Mpuang ( RSA Südafrika / 20,87 sec.) und Steven Colvert (21,02) im international besteztem Feld siebter.„Es war ein  „sportlicher Leuchtturm“ , mehr als 5.000 Zuschauer waren dabei und ich konnte meine Bestzeit von 22,37 auf 22,17  verbessern, so Costa Laurenz. Für Trainer Markus Czech ist die Marschrichtung für diese Saison auch schon festgelegt. „ Costa sollte in der Lage sein auf der 100 m Distanz eine 10,85 zu laufen und über die längere 200 Meterstrecke eine 21,85 sec anbieten zu können“ so der Trainer.

100 m U 23

 

+2,1

 

1.06.2011

 

Finale

1.

 

Colvert, Steven

1990

 

IRL

Irland

10,58

 

sec.

 

 

2.

 

Wobeto, Philipp

1991

 

GER

SC Potsdam

10,76

 

sec.

 

 

3.

 

Schönlebe, Simon

1992

 

GER

LAC Erdgas Chemnitz

11,00

 

sec.

 

 

4.

 

Ammour, Issam

1993

 

GER

LAZ Gießen

11,10

 

sec.

 

 

5.

 

Heber, Bastian

1994

 

GER

LV 90 Thum

11,15

 

sec.

 

 

6.

 

Pflug, Florian

1992

 

GER

LV 90 Thum

11,31

 

sec.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

200 m Männer

 

 

 

1.06.2011

                       

 

Rangfolge Zeitläufe

1.

 

Mpuang, Thuso

1984

 

RSA

Südafrika

20,87

 

sec.

 

 

2.

 

Colvert, Steven

1990

 

IRL

Irland

21,02

 

sec.

 

 

3.

 

Magakwe, Simon

1985

 

RSA

Südafrika

21,22

 

sec.

 

 

4.

 

Jedrusinski, Marcin

1981

 

POL

Polen

21,45

 

sec.

 

 

5.

 

Schönlebe, Simon

1992

 

GER

LAC Erdgas Chemnitz

21,85

 

sec.

 

 

5.

 

Christ, Rouven

1988

 

GER

LC Rehlingen

21,85

 

sec.

 

 

7.

 

Costa, Laurenz

1993

 

GER

LAZ Gießen

22,17

 

sec.

 

 

8.

 

Pflug, Florian

1992

 

GER

LV 90 Thum

22,77

 

sec.

 

 

 

 

Regionsmeisterschaften in Wetzlar: Heimische Athleten decken sich mit Titeln ein

25.05.2011

GIESSEN (crö). Das trockene sommerliche Wetter hielt auch am vergangenen Samstag noch an, sodass kein Tropfen Regen die Regionsmeisterschaften in Wetzlar störte. Bei den Meldezahlen gab es einen leichten Aufwärtstrend gegenüber dem Vorjahr, und bei optimalen Bedingungen wurden auch einige herausragende Leistungen geboten.

In der männlichen Jugend A gelang Lukas Rückel ein überzeugendes Comeback. Der Biebertaler, der seit seit dem Beitritt des KGS Bieber zum LAZ Gießen das entsprechende Trikot trägt, schleuderte das 800 Gramm schwere Wurfgerät auf sehr gute 55,76 m, Jan Billek vom TSF Heuchelheim wurde hinter ihm Zweiter mit 51 m. Auch im Sprint wurde ein hohes Niveau geboten: Costa Laurenz von der LAZ Gießen gewann die 100 m in guten 11,02 knapp vor seinem Dauerrivalen Niklas Müller von der SG Johannesberg. Über 200 m komplettierten Laurenz und Nils Görke (TSG Alten-Buseck) hinter dem in 21,96 davoneilenden Johannesberger mit schnellen Zeiten von 22,37 und 23,02 das Podium. Laurenz und Görke konnten ihre Leistungen aus der Hallensaison im Weitsprung noch nicht bestätigen, sodass LAZ-Neuzugang Matis N’Dongo mit 6,34 m leichtes Spiel hatte. Nach auskuriertem Ermüdungsbruch konnte Issam Ammour vom LAZ Gießen seine Vielseitigkeit mit Siegen im Kugelstoßen (13,20 m) und im Diskuswerfen (38,65 m) beweisen, auch sein dritter Platz über 100 m in 11,15 ist bemerkenswert.

Ronnie Blaschek von der LAZ Gießen konnte bei den Männern noch nicht seine Vorjahresform demonstrieren und musste sich bei seinem Hochsprungsieg mit 1,80 m begnügen, Zweiter wurde Maximilian Remy (ebenfalls LAZ), der sich angesichts seines Trainingsrückstands über 1,75 m freute. Dominik Hofmann von der TSF Heuchelheim siegte währenddessen im Weitsprung mit 6,12 m. Aufgrund muskulärer Probleme trat Zehnkämpfer Adrian Becker (LAZ Gießen) nur in den Wurfdisziplinen ant. Vor allem mit dem Diskus konnte er als Zweiter (38,60 m) überzeugen. Den Speerwurfwettbewerb entschied Becker zwar für sich, mit der Weite von 53,97 m dürfte er aber noch nicht zufrieden sein.

 

Bei der weiblichen Jugend A setzte sich Lara Matheis von der TSG Wieseck über 100 m in guten 12,48 mit nur fünf Hundertstelsekunden Vorsprung gegen die Zweite Ann-Christin Strack (LAZ Gießen) durch. Auch der 200-Meter-Titel ging in 25,87 an die Wieseckerin. Ann-Christin Strack tröstete sich mit dem Titel über 100 m Hürden in sehr guten 14,86. Im Hochsprung belegten heimische Springerinnen die ersten vier Plätze: Verena Hillebrand (TSG Wieseck) gewann mit 1,63 m vor ihrer Schwester Ruth 1,60 m sowie Lisa Magel (1,60) und Leonie Spielmann (1,55/beide LAZ Gießen).

 

 

312 Teilnehmer bei Bahneröffnung im Stadion Gießen-West - Felix Repp erfüllt M15-Norm

18.05.2011 02:00 Uhr - GIESSEN

GIESSEN (ras). „Hier ist richtig was los“, freute sich eine aus dem Fuldaer Raum angereiste Leichtathletikgruppe vor der landesoffenen Bahneröffnung im Stadion Gießen-West. Denn mit 312 Teilnehmern verzeichneten der Leichtathletikkreis Gießen als Veranstalter, sowie das LAZ Gießen als Ausrichter, ein „volles Haus“. Aber die Regionsmeisterschaften in den Blockwettkämpfen und dem Fünfkampf der B-Schüler, so wie die Dreikämpfe im C- und D-Schülerbereich boten nicht nur Masse, sondern auch reichlich Klasse.

Einen Wettkampf der Sonderklasse zeigte Felix Repp von der LG Langgöns-Oberkleen (LGLO) im Block Sprint der M15. Mit 12,49 s auf der 100-m-Geraden und 11,50 s über 80 m Hürden lieferte der Hüttenberger trotz kräftigem Gegenwind flotte Zeiten ab. Mit gewohnt starken 6,19 m im Weitsprung sowie gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessertem Hochsprung (1,76 m) und Speerwurf (41,29 m), erfüllte Repp mit 2929 Gesamtpunkten locker die Qualifikationsnorm (2800 Punkte) für die deutschen Blockwettkämpfe im August in Cottbus.

Freuen durfte man sich bei der LGLO auch über den Auftritt von Jennifer Maedicke im gleichen Block der W15. Denn hinter der mit 2795 Punkten überragenden Hanna Gambetta (TSG Schlitz), die in dieser Form auf Bundesebene zu den Medaillenkandidatinnen zählt, erkämpfte Maedicke achtbare 2458 Punkte. Ihre beste Leistung lieferte die Herderschülerin dabei mit der persönlichen Bestleistung von 1,60 m im Hochsprung ab. Durch Friedericke Rawe (2347 Punkte) ging auch der dritte Rang an die LGLO. Gut in Szene setzte sich Stefanie Weiß vom LAZ Gießen als Vierte im mit 13 Mädels besetzten Block Sprint der W14. Die meisten ihrer 2229 Punkte sammelte Weiß mit 502 Punkten durch 4,57 m im Weitsprung.

Bei den B-Schülern wird generell ein Fünfkampf entsprechend dem Block Lauf ausgetragen. Die 50 punktbesten Leistungen pro Altersklasse berechtigen zur Teilnahme an den hessischen Blockmeisterschaften in Darmstadt. Entsprechend motiviert ging Christopher Nagorr (LAZ Gießen) die Disziplinen der M13 an und setzte sich als hessischer Titelträger des Vorjahres mit 2407 Punkten gegen seinen Dauerrivalen Severin Zentgraf (2381 Punkte) vom TV Dipperz durch. Bei einer herausragenden Hürdenzeit von 9,95 s imponierte Nagorr mit ansonsten konstant guten Leistungen durch 10,22 s auf 75 m, 52 m im Ballwurf, 5,08 m Weitsprung und 3:23,39 min. über 1000 m. Als Fünfter der insgesamt 21 13-Jährigen erzielte sein Vereins- und Trainingsgefährte Julius Grau 2127 Punkte.

Zwanzig Jungs starteten in der M12. Hinter Peter Schaffrath (TVL Eichenzell/2098 Punkte) und Nico Kühnel (SG Johannesberg/2041 Punkte) wurde Garen Demircian vom TV Großen-Buseck mit 2006 Punkten achtbarer Dritter. Mit 11,06 s über 75 m, 3:34,99 min. auf der Tausendmeterdistanz und 4,73 m im Weitsprung erzielte Demircian jeweils mehr als 400 Zähler.

Im mit 32 Mädels besetzten Fünfkampf der W13 entwickelte sich ein Zweikampf zwischen Selina Stütz (TSG Schlitz/2500 Punkte) und der zweitplatzierten Anna Schwarz von der LGLO, die bei 2476 Punkten mit 10,39 s über die Hürden und 2:34,74 min. über 800 m die schnellsten Zeiten der Klasse lief. Rang sechs erntete Jasmin Luh (TV Großen-Linden/2165 Punkte), die mit 42,0 m die Ballwurf-Ergebnisliste anführte.

In der W12 zeigte sich eine Reihe Gießener Mädchen in der Spitze. Hinter Theresa Schöppner (2357 Punkte) vom TV Flieden, belegten Paula Tischler (LGLO/2224 Punkte), Franziska Bock (LAZ/2171 Punkte) und Julia Wagner (TV Großen-Buseck/2147 Punkte) die Plätze zwei bis vier. Der fünftplatzierten Laura Allnach (LG Fulda/2101 Punkte) folgten Alicia Langer (LG Wettenberg/2078 Punkte) und Selina Hildebrand (LAZ/2077 Punkte) zudem als Sechste und Siebte.

Bei den Dreikämpfen der C- und D-Schüler blieb der Gießener Nachwuchs meist unter sich. Durch Noah Bergmann-Franke (1045 Punkte) in der M11 und Tizian Ortwein (818 Punkte) bei den Zehnjährigen, gewannen in den C-Schülerklassen jeweils Jungs der LG Treis.

Die W11 beherrschte Lara Sophie Schwarz (1193 Punkte) von der TSG Wieseck und durch Kyra Seidlmann (1143 Punkte), ging der Tagessieg der W10, an den in dieser Klasse stark auftrumpfenden TV Großen-Linden. Über die Siege in der M9 und M8 dürfen sich Sebastian Oertel (LAZ/897 Punkte) und Björn Langer (834 Punkte) von der LG Wettenberg freuen. Mit Julia Schwarz (1038 Punkten) und der sprungstarken Clara Wüsten (986 Punkte) setzten sich in der W9 zwei weitere Mädchen des TV Großen-Linden in Front. Den Platz an der Sonne in der mit 33 Mädchen besetzten W8 sicherte sich Lara Riedel (LG Wettenberg/849 Punkte) dank einer tollen Sprintzeit von 8,74 s, vor Maleen Wagner (LG Treis/820 Punkte) und Katharina Wolf (TV Großen-Linden/820 Punkte), die mit 791 Punkten nur knapp die Achthundertermarke verfehlte

 

Lukas Rückel mit tollem Saisonenstand

(jth) Lukas Rückel vom LAZ Giessen/KSG Bieber erzielte im Speerwurf der männlichen Jugend A mit 56,97m einen ausgezeichneten Saisoneinstand bei der Bahneröffnung in Bad Nauheim.  Der Jugendliche hatte nach über drei Jahren Wettkampf-Abstinenz wieder erstmalig einen Speer in der Hand und konnte gleich die Konkurrenz besiegen. „ Es lief ausgezeichnet für mich. Ich hatte gleich wieder eine gutes Wurfgefühl und es funktionierte vom ersten Wurf an “ so der Athlet der KSG Bieber. Sein Vater Michael Rückel definierte zugleich die nächsten Ziele : „ Lukas hat wieder Lust auf das werfen. Als nächstes peilen wir die Qualifikationsweite für die Deutschen Jugendmeisterschaften von 58 m an und in dieser Saison sollten noch die Hessenkadernorm von 60 m geknackt werden“

 

Kretzschmar knackt Rekord von 1973

14.05.2011 - GIESSEN

GIESSEN (red). Bei der nationalen Bahneröffnung im Wetzlarer Stadion am vergangenen Wochenende verbesserte sich der B-Jugendliche Tobias Kretzschmar (Jahrgang 1994 / LAZ Gießen/SV Garbenteich) im Kugelstoßen nicht nur um knapp zwei Meter im Vergleich zur Vorsaison. Mit seinen 17,22 m knackte er zudem einen 38 Jahre alten Kreisrekord. Im Jahr 1973 hatte Holger Schmidt (Jahrgang 1957) von der Gießener LG, dem Vorläufer des LAZ, die Kugel 16,67 m weit gestoßen.
 

Bahneröffnungen in Wetzlar und Giessen

Beste Bedingungen im Weststadion: Nagorr, Langer und Riedel holen jeweils vier Titel

GIESSEN (crö). Am Wochenende stand das regionale Schülersportfest des SV Garbenteich bereits zum 32. Mal auf dem Programm. Im Gießener Weststadion konnten die Leichtathletik-Kreismeister der Schüler/innen B und C dieses Mal im Gegensatz zum letztjährigen Dauerregen bei hochsommerlichen Temperaturen gekürt werden. Schirme dienten heuer nur als Schattenspender, und vielen Athletinnen und Athleten gaben die optimalen Bedingungen die Möglichkeit, ihre gute Form schon zu Beginn der Saison unter Beweis zu stellen.

In der M10 holte Hanno Brach zwei Titel für die LAZ, über 1000 m benötigte er 3:40,07, im Weitsprung erzielte er 3,84 m. Louis Münn vom TV Großen-Linden wurde mit 8,31 im 50-Meter-Sprint und 37 m im Ballwurf zweimal Kreismeister. Bei den elfjährigen Schülern zeigte Noah Bergmann-Franke von der LG Treis, dass er nicht nur laufen, sondern auch werfen kann: Mit 40 m wurde er Ballwurfsieger und hatte zudem über die 1000 m am Ende die Nase vorn.

Mit hervorragenden 7,73 über 50 m blieb Lucy Weingarten vom LAZ Gießen als einzige in der W11 unter acht Sekunden, auch im Weitsprung lag sie mit 4,23 m wie im Hochsprung mit 1,13 m vor allen anderen. Franziska Bock (LAZ Gießen) startete in der W12 gleich in fünf Disziplinen und landete in jeder fast ganz vorne. Im Hochsprung siegte sie mit 1,33 m, im Ballwerfen mit 43 m und auch über 800 m lieferte sie am Ende mit 2:42,23 noch eine ganz starke Leistung ab. Dazu kamen zweite Plätze im Weitsprung und über die Hürden. In der W13 siegte Tamia Hill von der TSG Alten-Buseck in einem spannenden Hochsprungwettkampf mit 1,45 m vor der höhengleichen Catharina Werdecker vom LAZ Gießen.

Fleißigster Titelsammler in der M13 war Christopher Nagorr vom LAZ Gießen. Er siegte über 75 m in 10,30, für die 60 m Hürden benötigte er 10,19, mit dem Ball markierte er 52 m und im Weitsprung kam er auf gute 5,25 m. Nur im Hochsprung blieb Nagorr etwas unter seinen Möglichkeiten und musste sich so mit vier Kreismeistertiteln begnügen und seinem Lollarer Vereinskollegen Julius Grau den Vortritt lassen, der hier als Einziger die 1,45 m übersprang.

Zufriedene Athleten bei Bahneröffnung in Wetzlar

 

GIESSEN (ras). Ausnahmslos in zufriedene Gesichter blickte man bei den heimischen Athleten und ihren Trainern bei der nationalen Bahneröffnung im Wetzlarer Stadion. Durch gute Bedingungen - nur die Sprints und der Weitsprung litten unter krass wechselndem und böigem Wind - kamen sehr viele der Teilnehmer bereits zum Auftakt in die Nähe ihrer Vorjahresbestleistungen oder konnten diese teils gar deutlich übertreffen.

So hinterließ das Gießener LAZ-Mehrkampftrio Adrian Becker, Rouven Höfer und Konstantin Grißmer einen starken Eindruck. Höfer gewann den Speerwettbewerb der Männer mit 55,49 m und blieb damit nur zweieinhalb Meter unter seiner Vorjahresbestweite. Auf den Folgeplätzen landeten Becker mit 54,70 m und Grißmer, dem mit 49,88 m weniger als ein Meter zum Vorjahresrekord von 50,66 m fehlte. Auch in den Diskus- und Kugelstoßringen überzeugten Becker (38,13/11,84) sowie Höfer mit 37,85 m und 12,85 m. Eine Klasse für sich mit dem Diskus war Marius Rosbach vom TV Elz mit 50,50 m, der sich damit in seinem ersten Männerjahr bereits der deutschen Spitze annähert. In der Vorwoche warf der A-Jugendliche Jan Billek bei seiner Abiturprüfung den Speer über 52 m. Durch beim Einwerfen eintretende Ellenbogenprobleme gehandicapt, musste sich der Werfer von der TSF Heuchelheim in Wetzlar jedoch mit 46,80 m begnügen. Platz zwei ging an Issam Ammour (44,20) vom LAZ Gießen, der auch über die 100 m mit 11,23 hinter seinem Vereinskameraden Costa Laurenz (11,21) den zweiten Rang belegte. Im Kugelstoß war Ammour mit 13,28 m jedoch nicht zu schlagen. Costa Laurenz beendete auch die 200 m in neuer Freiluftbestzeit von 22,37 als Tagessieger.

Eine Klasse für sich war Tobias Kreschmer mit der Kugel in der Jugend B. Mit 17,22 m verbesserte sich der LAZ-Athlet zur Vorsaison um fast zwei Meter. Einen tollen Saisoneinstand lieferte auch Felix Repp von der LG Langgöns-Oberkleen in der M15 ab. Die Siege über 80 m Hürden (11,55), im Hochsprung (1,74) und Weitsprung (6,29) bedeuteten zudem deutlich verbesserte persönliche Bestmarken.

Ganz knapp geschlagen von Britta Tomkel (LC Paderborn/12,47) aus der Frauenklasse belegte die A-Jugendliche Ann-Christin Strack (LAZ Gießen/12,49) im schnellsten der 100-Meter-Zeitläufe den zweiten Rang. Der Weitsprung der A-Jugendlichen ging mit 5,44 m an Lisa Magel, ebenfalls vom LAZ Gießen.

 

Niklas Harsy läuft souverän zum Altersklassensieg

18.04.2011 - LOLLAR

Regionsmeisterschaft über die Langstrecken:

LOLLAR (ras). Über viele Jahre waren die Langstreckenmeisterschaften des Leichtathletik-Altbezirks Gießen in das Wetzlarer Auftakt-Sportfest integriert. Nach einem einmaligen Gastspiel in Aßlar mussten sich die heimischen Läufer nun im Lollarer Stadion mit der gewohnt starken Konkurrenz aus Südhessen messen. So erkämpfte nur Niklas Harsy vom LAZ Gießen bei den B-Schülern einen Laufsieg.

Die A- und B-Jugendlichen starteten gemeinsam über 3000 m. Patrick Bock (LAZ Gießen/10:21,49) beendete den Lauf als Achter und wurde damit Zweiter bei den B-Jugendlichen in der Regionswertung. Den Lauf gewann mit Anusan Rajeentan ein B-Jugendlicher des SSC Hanau-Rodenbach in beachtlichen 9:14,99. In der M15 verpasste Jannis Volkmann als Dritter über die 3000 m in 11:06,23 nur um gut eine Sekunde die B-Norm für die hessischen Meisterschaften (11:05,00) und damit auch die anvisierte Qualifikationszeit für den hessischen Block Lauf.

Einen tollen Zweikampf über 2000 m boten Niklas Harsy (LAZ Gießen) aus der M13 und der gleichaltrige Tobias Oed (Hanau-Rodenbach) bei den B-Schülern. Harsy ließ dem Hanauer (6:59,22) im Zielsprint keine Chance und gewann in hervorragenden 6:55,41. Damit verbesserte Harsy seine Bestzeit aus dem Vorjahr (7:23,8) um fast eine halbe Minute. Zweiter der Regionswertung der M13 wurde Jonathan Seidel (7:18,07) von der LG Langgöns-Oberkleen. Christopher Nagorr (LAZ Gießen) überlief als Meisterschaftsdritter nach 7:21,12 die Ziellinie. Angeführt von Lennard Schweizer (SSC/7:23,64), machte ein Hanauer Quartet bei den 2000 m der C-Schüler den Sieg unter sich aus. Als Sechster der Altersklasse M11 darf sich Marius Schmalz (LAZ Gießen/8:02,54) jedoch über den zweiten Rang auf Regionsebene freuen.

Als einzige weibliche B-Jugendliche trat Patricia Bock (LAZ Gießen) über 3000 m an. Sie erreichte das Ziel nach 13:01,45. Für alle Schülerinnenklassen waren 2000 m angesagt. In der W14 gewann Johanna Heibrock (7:28,58) von der LG Wettenberg und musste sich im gemeinsamen Lauf beider A-Schülerinnenklassen nur knapp der um ein Jahr älteren Marie Hannah Jaich (Eschenburg/7:28,53) geschlagen geben. Bei den B-Schülerinnen bestimmten allerdings die Zwölfjährigen das Tempo an der Spitze. Bis auf die letzten 300 m hieltFranziska Bock (LAZ Gießen) den Anschluss an Laura Petry (Hanau-Rodenbach/7:19,14), die hessische Vorjahreschnellste des Jahrgangs. Bock kam nach 7:28,58 als Zweite ins Ziel, verbesserte sich damit gegenüber 2010 um über 20 Sekunden und siegte so in der Regionswertung. Platz drei der Meisterschaft ging durch Yasmina Harsy in achtbaren 8:27,71 an eine weitere LAZ-Nachwuchsläuferin. In der W13 blieb Laura Bareth (LAZ Gießen) in 7:59,81 unter der Achtminutenmarke.

 

DLV-Nachwuchs gewinnt in Hamburg / Gerter spring 6,01 m

Die Nachwuchs-Athleten des DLV haben am Samstag in Hamburg den U20-Länderkampf gegen die Auswahlmannschaften Frankreichs und Italiens für sie entschieden. Bei der weiblichen Jugend feierte das deutsche Team (120) einen klaren Erfolg vor Frankreich (73) und Italien (71). Die männliche Jugend (91) setzte sich trotz verpatzter Schlussstaffel knapp gegen Frankreich (90) durch. Italien wurde Dritter (76). Beim Winterwurf-Länderkampf setzten sich die U20/U23-Starter des DLV ebenfalls klar durch. Am Ende standen 158 Punkte zu Buche, auf den Plätzen zwei, drei und vier landeten Italien, Frankreich und Spanien.
 

Für den perfekten Auftakt für das DLV-Team hatte am Samstag in der Hansestadt Potsdamer Geherin Charlyne Czychy gesorgt. Die Potsdamerin siegte über 3.000 Meter in 13:33,04 Minuten, anschließend triumphierte auch ihr Vereinsgefährte Hagen Pohle über 5.000 Meter in 20:49,56 Minuten.

In der Folge sorgten vor allem die DLV-Athletinnen zahlreiche erste Plätze. Im 200-Meter-Sprint setzte sich Anna-Lena Freese (FTSV Jahn Brinkum) durch, blieb in 24,28 Sekunden aber deutlich über ihrer Zeit von der Jugend-Hallen-DM in Leverkusen, wo sie 23,96 Sekunden gelaufen war. „Hier sind die Kurven nicht so hoch“, sagte sie, war aber mit ihrer Leistung ansonsten zufrieden.

Weitere Topergebnisse steuerten Weitspringerin Tilia Udelhoven (LAV Bad Godesberg; 6,21 m), die Schwestern Isabell und Lisa Ollesch (TV Wattenscheid 01) über 1.500 Meter (4:28,72 min) und 800 Meter (2:11,06 min), 60-Meter-Sprinterin Annika Drazek (TV Gladbeck; 7,45 sec), Franziska Hofmann (LAC Erdgas Chemnitz; 8,54 sec) über 60 Meter Hürden, 400-Meter-Läuferin Christina Zwirner (TV Erkelenz; 54,65 sec), Kugelstoßerin Lena Urbaniak (LG Filstal; 16,27 m) und die 4x200-Meter-Staffel bei (1:37,19 min).

Sieg bei männlicher Jugend härter umkämpft

Weitaus spannender verlief das Duell um den Teamerfolg unterdessen bei der männlichen Jugend, zumal die DLV-Auswahl beim letzten Wechsel der abschließenden 4x200-Meter-Staffel das Holz verlor. Trotz des Malheurs aber reichte es zum ersten Platz.

Zuvor hatten 200-Meter-Sieger Patrick Domogala (MTG Mannheim; 21,50 sec), Hürdensprinter Gregor Traber (LAV asics Tübingen; 7,73 sec), Stabhochspringer Carlo Peach (SV electronic Hohen Neudorf; 5,50 m), Kugelstoßer Christian Jagusch (SC Neubrandenburg; 19,61 m) und 1.500-Meter-Läufer Stephan Abisch (Hallesche LAF; 4:02,09 min) für die Höhepunkte gesorgt.

„Das ist das, was ich erwartet habe. Zum Abschluss der Hallensaison bin ich ganz zufrieden“, sagte Patrick Domogala nach seinem Rennen. Gregor Traber freute sich nach seinen 7,73 Sekunden im ersten von zwei Hürdensprints über den „Abschluss einer unglaublichen Saison und die Punkte für die Mannschaft“.

Christian Jagusch im letzten Versuch

Die Maximal-Ausbeute an Punkten sicherte Christian Jagusch erst im letzten Versuch. „Ich wusste nach dem Einstoßen, dass etwas geht“, sagte der spätere Sieger, der sich im sechsten Durchgang um 50 Zentimeter auf seine Tagesbestweite steigerte.

Bei Carlo Peach indes mischte sich in die Freude über die persönliche Bestleistung auch ein wenig Ärger. Nach zwei misslungenen Versuchen über 5,60 Meter ließ er 5,69 Meter auflegen - Weltrekordhöhe in der Altersklasse U20. „Ich kann ja verstehen, dass es Abläufe gibt, aber bei so einer Höhe sollte man den Athleten dann vielleicht nicht so lange warten lassen."

Drei Doppelsiege bei Winterwurf

Beim Winterwurf-Vergleichskampf verbuchte das deutsche Team gleich drei Doppelsiege. Im Diskuswerfen setzten sich Benedikt Stienen (LAC Veltins Hochsauerland; 55,83 m) und der Potsdamer Gordon Wolf (55,28 m) durch. Bei ihren Disziplinkolleginnen ließen die Neubrandenburgerin Anna Rüh (53,71 m) und die Potsdamerin Kristin Pudenz (51,11 m) die Disken am weitesten fliegen.

Stark präsentierten sich auch die deutschen Speerwerfer. Der Ulmer Florian Janischek knackte mit 70,87 Metern als einziger die 70-Meter-Marke. Der Berliner Franz Burghagen blieb mit 69,60 Metern nur knapp darunter.
 

long jump, Junior Women U20 - Finale
Datum: 05.03.2011  Beginn: 12:15

Finale  
Rg. StNr. Name Jg Nat. Verein Ergebnis  
    -1- -2- -3- -4- -5- -6-  
1. 42 Udelhoven Tilia 1992   GER 6,21  
   
6,07 6,21 5,08 4,53 6,13 6,04
     
2. 41 Gerter Julia 1994   GER 6,01  
   
6,01 5,92 x x 5,88 5,92
     
3. 240 Palezza Giada 1993   ITA 5,80  
   
5,45 5,60 5,80 5,34 5,72 5,62
     
4. 139 Coulibaly Mariam 1993   FRA 5,63  
   
5,63 x x 5,57 4,95 5,43
     
5. 239 Liboa´ Giulia 1993   ITA 5,62  
   
x x 5,62 5,60 x 4,27
     
6. 140 El Achkar Emma 1995   FRA 5,62  
   
x x x x 5,62 5,24
 

 

 

Nico Gremm holt Hessentitel

     

27.02.2011 - STADTALLENDORF

STADTALLENDORF/GIESSEN (ras). Die hessischen Hallenmeisterschaften in Stadtallendorf wurden zu den Festspielen der Lisa Mayer, denn die Athletin der LG Langgöns-Oberkleen heimste in der W15 mit überragenden Leistungen gleich drei Meistertitel ein. Ebenfalls mit Gold belohnt wurden ihr gleichaltriger Vereinskamerad Felix Repp im Weitsprung, sowie Nico Gremm vom LAZ Gießen, der in der Alterklasse der 14-Jährigen einen souveränen Auftritt über die Hürden ablieferte.

In der M14 lief Nico Gremm vom LAZ Gießen über 60 m Hürden zu seinem ersten Hessentitel. Bereits mit der Vorlaufzeit von 9,16 s setzte Gremm in der Altersklasse die Maßstäbe. Im Endlauf steigerte er sich noch deutlich und gewann souverän in herausragenden 8,98 s vor Christopher Wieth (9,24) vom TV Dillenburg. Auch auf der 60-m-Geraden erreichte Gremm das Finale. Nach 7,82 s als Drittschnellster der mit 28 Schülern besetzten Vorläufe sowie 7,80 s im Zwischenlauf musste sich Gremm im Finale in 7,93 s mit Rang sechs begnügen. Den finalen Sprint gewann der Dillenburger Wieth in 7,67 s. Zusammen mit seinen LAZ-Kameraden Christopher Nagorr, Clemens Grau und Julius Grau landete Gremm in der 4x1/2 Runde-Staffel der A-Schüler in 47,87 s auf dem fünften Rang.

Nach dem im Vorjahr erstmals mit Erfolg durchgeführten Rahmenwettkampf der B-Schüler und Schülerinnen verzeichnete der HLV diesmal in Stadtallendorf nur eine enttäuschende Beteiligung bei den Sprinter-Dreikämpfen. In der mit gerade mal sieben Jungs besetzten M13 belegte Christopher Nagorr nach 30 m fliegend (3,60 s), 30 m aus dem Startblock (4,74) und 60 m Hürden (9,82) nach Addition der Zeiten mit 18,16 s ganz knapp vor seinem LAZ-Trainingsgefährten Julius Grau (18,19) den zweiten Platz. Hochgemeldet in den Stabhochsprung der M14 durfte sich Christopher Nagorr allerdings über den Gewinn der Bronzemedaille bei neuer persönlicher Bestleistung von 2,40 m freuen. Es gewann Maximilian Kappesser aus der Stab-Hochburg Darmstadt mit 2,80 m.

Auch bei den Mädchen der W12 war das LAZ Gießen durch Selina Hildebrand im Sprintdreikampf vertreten. Trotz der besten Zeit über 30 m fliegend (3,82) erreichte Hildebrand bei der vorrangig von der Hürdenleistung beeinflussten Wertung nur Platz drei (20,22 s) der fünf Teilnehmerinnen. Mit 21 Mädchen war die W13 am stärksten beim Dreikampf besetzt.

 

 

Beatrice Marscheck mit Rang 4 bei Hallen-DM

27.02.2011 - LEIPZIG

 

Für die deutschen Leichtathleten ging es an diesem Wochenende bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften in Leipzig um Titel, Medaillen und Bestleistungen. In allen Disziplinen gab es nicht nur einen heißer Kampf um den Sieg, sondern es ging auch um die Tickets für die Hallen-Europameisterschaften in Paris. Lediglich zwei Startplätze stehen dafür zur Verfügung. Mit im Feld der Stars und Talente war auch Beatrice Marscheck vom LAZ Giessen / SV Garbeteich vertreten. Auf der 60 m Sprintdistanz erreichte die Lehramtsstudentin das Halbfinale und schied als sechste dort mit 7,61 sec aus. Am Sonntag stand dann mit dem Weitsprung die Parade-Disziplin der Garbenteicherin an. Mit 6,40 m verfehlte sie nur um zwei Zentimeter den Bronzerang und wurde vierte. Den besten  Sprung ihrer bisherigen Karriere machte jedoch die Siegerin Michell Weitzel von der LG Telis Finanz Regensburg . Im fünften Versuch des Weitsprungwettbewerbs hob Michelle Weitzel am Sonntag ab und landete erst nach 6,61 Metern. Mit der Verbesserung der persönlichen Hallenbestleistung um elf Zentimeter sicherte sich die Regensburgerin Gold bei den Meisterschaften und erfüllte zudem als zweite Springerin nach der Hamburgerin Nadja Käther die Norm für die Hallen-EM in Paris

„Nach dem Verlauf der bisherigen Wintersaison muss man sich wohl überraschen lassen! Wir haben den Sprint ganz oben angestellt und das hat sich auch in den Trainingsergebnissen deutlich gezeigt. Das Ziel ist ganz klar: Bestzeit über 60m (unter 7,57sec.) und im Weitsprung kann alles passieren. Vorgenommen haben wir uns hier eine Weite von 6,40m und ein Platz unter den ersten Fünf “ so  Trainer Markus Czech zu den Eingangsvoraussetzungen.

Im zweiten 60 m Vorlauf  hatte es die Lehramtstudentin unter anderem mit der späteren viert Platzierten Carolyn Moll ( ART Düsseldorf) zu tun.„Die ersten drei, vier Schritte nach dem Start waren dann auch nicht so das gelbe vom Ei. Hinten heraus konnte ich dann bei der kurzen Distanz nichts mehr kompensieren und es standen 7,61 sec zu buche“ so Beatrice Marscheck. Doch die erzielte Zeit reichte aus um sich für das Halbfinale zu  qualifizieren .

Mit einer besseren Reaktionszeit verlies die Garbenteicherin, im Halbfinale dann den Startblock. Mit in ihrem Lauf war auch die spätere deutsche Meisterin Verena Sailer von der MTG Mannheim, die das Halbfinale souverän mit 7,25 sec für sich entscheiden konnte. „ Beatrice hatte diesmal eine gute Reaktion im Block, doch auch diesmal waren die ersten Schritte ein bisschen passiv. Dass am Ende nochmals 7,61 sec herausgesprungen sind, ist bemerkenswert , denn wir hatten in dieser Hallensaison den Sprint ganz oben angestellt“.

„Mein heimliches Ziel waren unter 7,57 sec. es ist nur knapp daneben. Ich kann mich jetzt verletzungsfrei dem Weitsprungwettbewerb am Sonntag widmen. Hier will ich die Konkurrentinnen ein bisschen überraschen, denn in der Hallensaison bin ich noch nicht so richtig in Erscheinung getreten, so die Studentin in der Vorschau.

„Für die Spitzenleistung im Weitsprung sind wir in dieser Hallensaison nicht ganz vorbereitet, denn Beatrice fehlt es wegen einer Fußverletzung an der spezifischen Sprungkraft. Erst in den letzen beiden Wochen konnten wir in eine spezielle Vorbereitung  einsteigen “ so Markus Czech. Um 11:55 Uhr ging es für die Sportstudentin dann los. Der Hallenmoderator kündigte den Weitsprungwettbewerb als ein der Highlight der DM an, denn zwei Springerinnen haben in der Hallensaison bereits die EM-Norm übertroffen.

Beatrice Marscheck startete mit zwei etwas schwächeren Sprüngen von 6,17 und 6,26 m. Im dritten Durchgang flog sie dann auf 6,40 m und qualifizierte sich somit sicher für den Endkampf der besten deutschen Springerinnen. Im Endkampf konnte sie dann mit 6,36 m und 6,30 m noch mal gute Weiten anbieten doch, drei Konkurrentinnen  flogen an ihr vorbei. „ Es hat bei mir heute der Ausreißer gefehlt. Nadja Käther ( HSV) gelang mit 6,42 m der Bronzerang und Silber ging mit 6,50m an ihre Vereinkollegin Annika Leipold. Dass Michell Weitzel als ehemalige hessische Mehrkämpferin mit 6,61 m gewinnt ist schon eine Überraschung“ so Beatrice Marscheck. Für die LAZ –Athletin ist nun die Hallensaison vorbei und nach einer Woche Pause wird sich nun intensiv auf die Sommersaison vorbereitet. „ Es hat sich heute wieder gezeigt, dass Bea zu den schnellsten Weitspringerinnen zählt. Wenn wir jetzt noch die Anlaufgeschwindigkeit mit der Sprungkraft kombinieren können, steht einem Erfolg im Sommer nichts mehr im Wege „ so Markus Czech.

 

 

Julia Gerter springt sensationell zur Silbermedaille

22.02.2011 - LEVERKUSEN


LEVERKUSEN/GIESSEN (ras). Selbstverständlich hatte sich Julia Gerter vorgenommen, bei den deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften der Leichtathleten in Leverkusen gut abzuschneiden. Nach ihrem gelungenen Hallensaisondebüt mit 5,83 m bei den hessischen Hallentitelkämpfen im Januar, war der Athletin vom LAZ Gießen selbst ein Sprung in den Bereich um sechs Meter zu zutrauen. Aber es kam noch besser. Die 16-Jährige setzte bereits im ersten Versuch 6,01 m in die Weitsprunggrube, verbesserte sich im dritten Durchgang auf 6,15 und sprang im fünften gar sensationelle 6,35. Das bedeutete Platz zwei hinter der zwei Jahren älteren Tilia Udelhoven vom LAV Bad Godesberg.

Nach dem ersten Sprung hatte sich Gerter praktisch schon den Einzug ins erhoffte Finale gesichert. In den nachfolgenden Versuchen imponierte die Schülerin des Butzbacher Weidig-Gymnasium mit Konzentration und Nervenstärke. Nach einem ungültigen zweiten Versuch folgten Weiten von 6,15, 5,66 und 6,35. Dann war „die Luft raus“ und der letzte Sprung ungültig. Mit der selbst auf europäischer Jugendebene beachtenswerten Leistung führte die Pohl-Gönserin das Klassement nach dem vorletzten Durchgang sogar an, bevor Udelhoven, im Vorjahr Fünfte der U20-Weltmeisterschaften im Siebenkampf, die Goldmedaille mit 6,40 an sich riss.

Der Wettkampf blieb aber bis zur allerletzten Springerin spannend, denn die nach den ersten drei Versuchen führende Lena Malkus (LG Ratio Münster) kam Gerter in ihren letzten beiden Versuchen mit 6,33 und 6,27 noch sehr nahe und wurde Dritte.

„Wir haben uns alle gegenseitig hochgepusht“, beschrieb Titelgewinnerin Udelhoven den hochklassigen Wettkampf, bei dem sechs der Springerinnen zwischen 15 und 19 Jahren die Sechsmetermarke übertrafen. Gewohnt sachlich und zurückhaltend analysierte LAZ- und Landestrainer Philipp Schlesinger (Pohlheim) die Leistungsexplosion von Gerter: „Wir haben wenig Sprünge gemacht, aber viel an der Stabilität gearbeitet und großen Wert auf die Schnelligkeit gelegt.“ Der zweite Platz von Leverkusen hat für die Springerin ein Nachspiel, denn als Belohnung folgt in 14 Tagen der erste Auftritt im Nationaltrikot beim U20-Länderkampf zwischen Deutschland, Italien und Frankreich in Hamburg.

Strack im Sprint-Finale

Mit sich zufrieden durfte auch Ann-Christin Strack die Heimreise aus dem südlichen Nordrhein-Westfalen antreten. Die LAZ-Sprinterin qualifizierte sich in den 200 m Vorläufen in 25,02 s als Achte für die Teilnahme am Finale. Das bedeutete zudem persönliche Hallenbestleistung. Vor dem Endlauf bestritt Strack zuerst die 60 m-Vorläufe. Mit der Zeit von 7,87 sprintete die Gießenerin in den Zwischenlauf. In diesem gelang der Ostschülerin in 7,83 eine weitere Bestzeit und sie wurde damit 16.. Im 60 m-Finale siegte Alexandra Burghardt vom LAZ Inn in 7,42. Keine zwei Stunden später stand für Strack das 200 m-Finale auf dem Plan. Durch die anhand der Zeiten des Vortages vergebenen Bahnen musste sie sich mit der in den Kurven engen und damit zeitraubenden Innenbahn begnügen. So war keine Steigerung möglich: Strack landete in 25,32 auf Platz acht. Es gewann Anna-Lena Freese vom FTSV Jahn Brinkum in der Zeit von 23,96. „Ann-Christin hat in den beiden Tagen sehr gute Sprints mit persönlichen Bestzeiten abgeliefert. Die ungünstige Innenbahn verhinderte leider eine Zeit unter 25“, sagte ihr Trainer Markus Czech.

Im 60 m-Sprint der männlichen Jugend, verpasste Laurenz Costa (ebenfalls LAZ) knapp den Zwischenlauf. Bei einer Vorlaufzeit von 7,20 fehlten Costa ganze vier hunderstel Sekunden zum Weiterkommen. „Laurenz hat in den letzten Tagen super trainiert. Aber er hat ja erst vor gut einem halben Jahr mit der Leichtathletik begonnen. So war er bei diesem Topwettkampf etwas zu nervös und es fehlt noch Wettkampfroutine,“ erläuterte später Trainer Czech.

 

 

15. Auflage der Sportlerwahl : Ann-Christin Srack ist Nachwuchssportlerin

26.01.2011 02:00 Uhr - GIESSEN

Als die erste Sportlerwahl des Gießener Anzeigers in Zusammenarbeit mit dem Kaufhaus Karstadt über die Bühne ging, war eine Basketballmannschaft mit dem Namen MTV 1846 Gießen nominiert - und ein blutjunger Spieler namens Vladi Bogojevic. Es wurde noch mit der guten alten D-Mark bezahlt, Deutschland war Fußball-Europameister in England geworden, der deutsche Trainer hieß Berti Vogts - Bundeskanzler war Helmut Kohl. 15 Jahre später ist die dereinst von Wilfried Heuser und Wolfgang Lehmann ersonnene Idee quicklebendig, auch die Sportlerwahl 2010 war ein voller Erfolg.

Eingebettet zwischen Auftaktveranstaltung mit hochkarätig besetztem Podium und den bekannt kontroversen Themen und der nun im festlichen Ambiente des Karstadt Restaurant-Cafés zelebrierten Gala, beteiligten sich wieder weit über 10 000 Teilnehmer an der Wahl. Dass auch diesmal manch ein Spaßvogel Louis van Gaal, Joachim Löw oder Sebastian Vettel auf den Stimmzettel geschrieben hatte, wie Anzeiger-Chefredakteur Wolfgang Maaß in seiner Eröffnungsrede hervor hob, gehört derweil ebenso zum lieb gewonnenen Ritual wie der proppenvoll gefüllte Saal. Und nachdem auch Karstadt-Geschäftsführer Lothar Schmidt die etwa 300 geladenen Gäste begrüßt hatte, übernahm mit FFH-Moderator Frank Piroth ein neuer Mann das Ruder, mit dem er in gleichmäßigem Takt die Veranstaltung sicher ins Ziel führte.

Schon bei den Nachwuchskräften erschloss sich die ganze Bandbreite des heimischen Sports, denn mit Alexander Donchenko landete ein 12-jähriger (!) Schachstratege noch vor dem Bundesliga-Basketballer Matthias Perl auf dem zweiten Rang hinter der Siegerin Ann-Christin Strack, die über die Sprintstrecken Titel sammelt. So weit das Feld der Sportarten, so eng beieinander lagen auch in diesem Jahr wieder die Nominierten, die sich zurecht alle als Sieger fühlen durften und für ihre Top-Leistungen - angesiedelt zwischen deutschen und Weltmeistertiteln, persönlichen Bestleistungen und herausragenden Mannschaftsresultaten - zurecht viel Applaus erhielten. Und entsprechende Lobeshymnen zu hören bekamen.

 

   
  Hessische A-Jugend-Hallenmeisterschaften

22.01.2011 02:00 Uhr - FRANKFURT

(jth) Die Hessischen Hallenmeisterschaften der Jugend A in der Leichtathletikhalle in Frankfurt Kalbach wurden für die Mittelhessischen Sprinterinnen und Sprinter ein erfolgreicher Ausflug. Die amtierende B-Jugend Freiluft-Hessenmeister aus dem vergangenen Jahr, Costa Laurenz ( LAZ Giessen), holte sich nun auch seinen ersten Hessentitel bei der A-Jugend. Mit 7,07 sec im 60 m Finale war er nicht zu schlagen. Auf der längeren 200 Meterdistanz sicherte er sich mit 22,54 sec die Silbermedaille. Dies gelang auch Lara Matheis von der TSG Gießen-Wieseck mit 25,91 sec im A-Jugend-Finale über die Hallenrunde. Im Weitsprung der weiblichen Jugend A ergatterte sich Julia Gerter vom LAZ Giessen mit 5,84 m die zweite Giessener-  Goldmedaille. Lisa Magel ( LAZ Giessen ) konnte zudem im 60m Hürdenfinale noch einen Bronzerang in 9,14 sec. hinzufügen.

„Ich habe mit den 7,07 sec im Finale nun die Qualifikation für die Deutschen Hallenmeisterschaften geschafft. Wenn ich in den nächsten Woche noch am Start arbeite, geht es noch ein bisschen schneller“ so Costa Laurenz nach dem Zieleinlauf. Nach 7,18 sec im Vorlauf konnte sich der Schüler der Anne-Frank-Schule in Linden, locker und sicher für das Finale der acht besten Sprinter qualifizieren. Im Finale wurde es dann jedoch sehr spannend, denn Niklas Müller ( SG Johannesberg) setzte mit 7,09 sec eine super Zeit dagegen. Mit dem Elan eines Hessenmeisters stellte sich dann der „Rohdiamant“, wie ihn sein Trainer Christian Noack bezeichnet, auch noch der 200 m Sprintstrecke. Nach 22,77 sec im Vorlauf  konnte er sich mit 22,54 sec als zweiter, hinter dem Sieger Niklas Müller ( 22,20 sec), seine zweite Medaille abholen. „ Ich freue mich für Costa, wir werden uns jetzt intensiv für die Deutschen vorbereiten. Schade nur, dass er über die 200 m um nur vier Hundertstel die DM- Norm verfehlt hat. Langfristig peilen wir jedoch die Sommersaison als Höhepunkt an. Hier möchten wir auch mit der 4 x 100 Meterstaffel weit nach vorne kommen“ so Trainer Christan Noack.

Mit dem B-Jugendlichen Tobias Kretzschmar war ein weitere Athlet des LAZ Giessen am Start. Nachdem er in der vergangenen Woche bei Hessischen B-Jugend-Meisterschaften den Kugelstoßwettbewerb mit 16,05 m gewonnen hatte, stelle er sich nun der Herausforderung der  schwereren Kugel. „ Mein Ziel war die 14 m Marke, was ich mit 14,05 m als fünfter optimal umsetzen konnte“ so Tobias Kretzschmar. Der Berufsfachschüler aus Ebersgöns peilt nun bei den Süddeutschen Meisterschaften einen Rang unter die Top fünf an.

Julia Gerter vom LAZ Giessen hatte dann gegen Ende der Hessenmeisterschaft ihr großes Erfolgserlebnis. Mit 5,83 m im sicherte sie sich nicht nur die Hessenmeisterschaft sondern auch die DM-Norm. Der Wettkampf ging für die groß gewachsene Athletin von Trainer Philipp Schlesinger mit 5,46 m ausgezeichnet los. Es folgte ein ungültiger Versuch und dann der Supersatz auf die letztendliche Siegesweite von 5,84 m. „ Schade ist nur, dass ich im fünften Versuch einen ungültigen Sprung hatte, der wäre noch weiter gewesen. Ich möchte bei den Deutschen die magische 6 m Marke anpeilen“ so die Schülerin des Butzbacher Weidig Gymnasium.

Im 60 m Hürdenfinale konnte sich Lisa Magel ( LAZ Giessen) mit neuer Bestleistung von 9,14 sec als dritte über einen Treppchenrang freuen. „ Nach 9,22 sec im Vorlauf bin ich mit neuer Bestleistung zufrieden. Die Hallensaison ist nun für mich vorbei“ so die Steinbacherin . Auf dem vierten Rang konnte sich mit 9,34 sec Ruth Hillebrand ( TSG Giessen-Wieseck) platzieren.

Hessische Hallen-Meisterschaften 2011 Jg.A - Costa Laurenz - 200m FINALE

 

Hessische Hallen-Meisterschaften 2011 Jg.A - Lisa Magel - 60m Hürden FINALE

 

Hessische Hallen-Meisterschaften 2011 Jg.A - Costa Laurenz - 60m FINALE

 

 

 

Hessische Hallen-Meisterschaften 2011 Jg.A - Fabian Drolsbach - 60m Vorlauf

 

 

 

Beatrice Marscheck untermauert Ausnahmestellung

18.01.2011 02:00 Uhr - GIESSEN

Konstantin Grißmer (LAZ Gießen) sichert sich bei den Hessenmeisterschaften in Frankfurt-Kalbach den Weitsprung-Titel bei den Männern mit 7,22 m, seiner neuen Bestleistung. 	Foto: ras Sprintet ihre 60-m-Finalläufe momentan mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerkes: Beatrice Marscheck (LAZ Gießen).	Foto: ras

25-Jährige bei Hessenmeisterschaften im Weitsprung und im Sprint nicht zu schlagen - Insgesamt vier Landestitel gehen an die LAZ-Athleten

FRANKFURT/GIESSEN (ras). Seit Jahren ist Beatrice Marscheck in Hessen auf der Sprintgeraden und im Weitsprung nicht zu schlagen. Das stellte die Athletin des LAZ Gießen bei den Hessischen Landes-Hallenmeisterschaften der Männer, Frauen und Jugend B einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis. Von den in der Frankfurt-Kalbacher Leichtathletikhalle insgesamt vier zu vergebenden Weitsprungtitel gingen noch zwei weitere an den Gießener Raum.

Der LAZ-Mehrkämpfer Konstantin Grißmer gewann bei den Männern und Lisa Mayer von der LG Langgöns-Oberkleen siegte überraschend bei den B-Jugendlichen. Einen weiteren obersten Treppchenplatz für das LAZ Gießen erkämpfte Tobias Kretzschmar im Kugelstoß der Jugend B.

Mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerkes sprintet Beatrice Marscheck derzeit die 60-m-Finalläufe, denn nach einem lockeren Vorlaufsieg in 7,83 s und 7,63 s im Zwischenlauf gewann die 25-Jährige, wie bei ihren beiden Siegen in der Vorwoche, das Finale in 7,58 s. Als einzige Finalistin hielt dabei Ksenia Achkinadze (7,65) von der LG Eintracht Frankfurt auf den ersten 30 Metern dagegen. Knapp eine Stunde nach den Sprints stand für die Frauen der Weitsprung auf dem Plan. Marscheck sprang in allen Versuchen deutlich über sechs Meter und knabberte mit ihrer Tagesbestweite von 6,38 m im fünften Sprung wieder am hessischen Hallenrekord von 6,41 m. „Beatrice konnte durch eine Fußverletzung im Dezember nur stark eingeschränkt trainieren. Das machte sich durch die kurz aufeinander folgenden Disziplinen im Weitsprung womöglich bemerkbar. Im 60-m-Hallensprint bin ich zuversichtlich, dass nach dreimal identischer persönlicher Bestzeit, noch eine Steigerung im Hundertstelbereich denkbar ist“, sagte ihr Trainer Markus Czech.

Durch Konstantin Grißmer ging auch der Weitsprungtitel bei den Männern an das LAZ Gießen. Grißmer sprang im zweiten Versuch mit 7,22 m persönliche Bestleistung und legte im fünften Sprung 7,21 m nach. „Konstantin brauchte das erste Jahr bei uns, um sich zu festigen. Nun entwickelt er sich körperlich und technisch weiter, wie sich in seinen Ergebnissen - nicht nur im Weitsprung - zeigt“, freute sich Czech.

Adrian Becker musste seine geplanten Starts in Kalbach wegen Muskelverhärtungen absagen. In LAZ-Kreisen ist man jedoch zuversichtlich, dass der Troher seine zuletzt hervorragende Form bei den Deutschen Hallen-Mehrkampfmeisterschaften Ende Januar unter Beweis stellen kann.

Bei den B-Jugendlichen wuchtete Tobias Kretzschmar die Kugel bereits im ersten Versuch zur neuen persönlichen Bestweite von 16,11 m. Kretzschmar, der einen großen Teil seines Trainings bei Wurfkadertrainer Jörg Schulte in Frankfurt absolviert, übertraf seinen härtesten Konkurrenten Hendrik Nungeß (LG Neu-Isenburg/Heusenstamm/15,05) zudem in drei weiteren Versuchen.

 

 

 

Wir haben unsere Finalisten!

Bewerten Sie die unten stehenden Organisationen mit Sternen von 1-5 (5 ist die bestmögliche Bewertung). Pro PC kann nur einmal eine Bewertung abgegeben werden. Das Voting endet am 31.01.2011. Die Organisation mit der besten Bewertung bekommt eine kostenlose Webseite von uns.

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Physiotherapie in Pohlheim – unter neuer Leitung

Antje Vetter übernimmt die Praxis „KörperKonzept“

Zum 1. Januar hat die physiotherapeutische Praxis „KörperKonzept“ eine neue Inhaberin: Antje Vetter übernimmt das etablierte Haus in Pohlheim bei Gießen. Sie arbeitet dort seit der Gründung der Praxis 2004 und wurde bereits kurz danach die leitende Physiotherapeutin. „Ich freue mich sehr darauf, das mit meinem Vorgänger Dirk Lösel gemeinsam aufgebaute Konzept weiterzutragen und auszubauen“, sagt die frisch gebackene Praxisinhaberin. Die Kunden sehen nach wie vor die ihnen vertrauten Gesichter: Alle 23 Mitarbeiter bleiben im Hause.

Ganzheitlicher Ansatz

Das Konzept der Praxis unterscheidet sich von klassischen Praxen dadurch, dass nicht nur Physiotherapie angeboten wird, sondern auch medizinisches, betreutes Fitnesstraining. Im Trainingsraum mit modernsten Geräten ist bei jedem Training ein kompetenter Physiotherapeut ansprechbar. „KörperKonnterstützt“, betont Antje Vetter.

Betreuung von Bundesliga-Clubs

Solch umfassende Kompetenz und Erfahrung werden weit über die Stadtgrenzen hinaus geschätzt. „Unser Einzugsgebiet reicht von Marburg bis Frankfurt“, sagt die Geschäftsführerin stolz. Zudem betreut KörperKonzept auch die Spitzensportler der Region. Beim Basketball sind dies sogar zwei Clubs der Ersten Bundesliga: die „LTi Gießen 46ers“ und der „BC Pharmaserv Marburg“. „Darüber hinaus vertrauen uns auch zahlreiche Leichtathleten und Triathleten aus dem Spitzensport“, so Antje Vetter.

Breitgefächerte Erfahrung

Die Dreißigjährige verfügt über eine fundierte Ausbildung: Die klassische Physiotherapieausbildung – mit Examen an der Uniklinik in Münster – ergänzte sie um Ausbildungen zur Manualtherapeutin und zur Europäischen Sportphysiotherapeutin (ESP). Natürlich kommt dazu der betriebswirtschaftliche Hintergrund: Ihre Familie betreibt eine Konditorei, in der sie schon als Jugendliche mitarbeitete. „In meiner Praxis werde ich neben der Geschäftsführung auch praktisch weiter tätig sein“, sagt Antje Vetter. Und sie ist sicher: „KörperKonzept wird auch in Zukunft Patienten und Sportlern der richtige Partner sein.“

   

KSG Bieber gehört nun zur LAZ-Familie

 

Die Weichen für Olympia sind gestellt ( Gi-Allgemeine)

Im Jahr 2009 rückte die Leichtathletin Beatrice Marscheck schlagartig ins Rampenlicht, als sie sich im Weitsprung für die WM in Berlin qualifizierte und dort die deutschen Farben vertrat. Nun stehen neue Ziele an, und die Garbenteicherin möchte ihrer (ohnehin schon langen) Erfolgsliste noch eine Olympiateilnahme im Jahre 2012 in London hinzufügen.
 
Das Ziel Olympia 2012 in London vor Augen - das Weitspringass Beatrice Marscheck.	(Foto: ras)
 
Die Weichen dafür sind bereits gestellt: Die 25-jährige Starterin des LAZ Gießen gehört dem Top-Team 2012 des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) - quasi der Leichtathletik-Nationalmannschaft - an und war mit diesem erst Anfang dieses Dezembers für eine Woche auf Trainingslager in der zypriotischen Hauptstadt Nikosia.

»Es bedeutet mir sehr viel, zum Top-Team zu gehören und sehen zu können, wie die anderen trainieren. Man kann sich gut untereinander austauschen und viel voneinander lernen. Das möchte ich nicht missen«, verbucht die Studentin für gymnasiales Lehramt in den Fächern Deutsch und Sport die Förderung durch den DLV als wertvolle Erfahrung. Als eine von gerade einmal sieben Hessen im Top-Team, das insgesamt 65 Sportler umfasst, wurde sie gemeinsam mit ihren Kollegen auf Zypern vor allem in Sachen Mentaltraining und Ernährungsberatung fit gemacht. Zudem stand für »Bea« Training in der sechsköpfigen Gruppe des Weitsprungnationaltrainers Ulrich Knapp auf dem Plan, der stets in regem Austausch mit ihrem Heimtrainer Markus Czech steht: »Mein Training gestaltet wie immer Markus, aber er und der Bundestrainer stimmen sich regelmäßig über die Inhalte ab«, so Marscheck über die ideale Betreuung, denn bei Deutschen Meisterschaften sitzen somit gleich zwei hoch qualifizierte Trainer an ihrer Seite.

Im Bundeskader fühlt sie sich auf jeden Fall wohl: »Dabei gefällt mir am meisten, dass hier so viele Leute sind, die dasselbe Niveau haben«, weiß Marscheck, dass die Leistungsdichte im Top-Team förderlich für ihr Vorankommen ist. Auch im Heimatverein wird sie künftig eine schnelle Trainingspartnerin für die Sprinteinheiten haben, denn mit der 17-jährigen Cynthia Schmidt wechselt eines der größten hessischen Sprinttalente von den TSF Heuchelheim zum LAZ. »Davon werden wir beide profitieren«, hofft Beatrice, dass die Heuchelheimerin, die schon als B-Jugendliche die 100 Meter in 12,04 Sekunden lief, sie einerseits »ziehen« und andererseits von ihr lernen wird.

Als bisher größten sportlichen Erfolg verweist die 25-Jährige, die rund achtmal wöchentlich trainiert, auf 2009: »Das ganze Jahr war super, allem voran die Teilnahme bei der WM in Berlin, der zweite Platz bei den Deutschen Meisterschaften oder die Teilnahme an der Universiade.« Und nicht zuletzt sprang sie im selben Jahr ihre Bestweite von 6,73 Metern, mit denen sie den hessischen Rekord hält: »Der Rekord bedeutet mir schon viel, und ich hoffe, er hält noch ein paar Jahre. Aber vielleicht breche ich ihn ja selbst noch mal...«, so Marscheck, die demnächst auch Inhaberin des hessischen Hallenrekords sein könnte. Dieser wurde erst in diesem Jahr von der für die LG Eintracht Frankfurt startenden Claudia Rath auf 6,41 Meter verbessert, »und über 6,40 Meter möchte ich schon springen«, so die Gießenerin.

Am 9. Januar wird sie in Kalbach ihr Hallendebüt für diese Saison geben und eine Woche darauf bei den hessischen Meisterschaften die Titelverteidigung über 60 Meter und im Weitsprung in Angriff nehmen. Der Sprint soll also auch künftig nicht zu kurz kommen, »denn er ist die Grundlage für den Weitsprung und macht mir einfach Spaß«, erzählt Marscheck, die auch schon über 100 Meter Süddeutsche Meisterin war.
 
 

Sportwahlen in Gießen

Ann-Christin Strack nominiert

Der Dezember ist traditionell die Zeit der beliebten Sportlerwahl in Gießen.

Die Anzeiger-Wahlperiode am kommenden Samstag, den 4. Dezember. Hier kann man unter http://www.mittelhessen1.de/votspw/ seine Stimme abgeben oder bei Karstadt sein Kreuz auf den ausliegenden Stimmzetteln machen. Mit der LAZ-Sprinterin hat das LAZ in der Kategorie "Nachwuchssportler" ein Eisen im Feuer.

 

   
 

 

Wir haben ein neues Logo

   

Dieter Baumann  " Körner - Currywurst - Kenia "

 

 

 

Schnelle Zeiten in Wieseckaue: 340 Teilnehmer beim Gießener Volks- und Straßenlauf

Ergebnisse des Volkslauf vom 17.10.2010                   Fotogalerie

18.10.2010 - GIESSEN

GIESSEN (jth). „Kaltes aber trockenes Oktoberwetter, klasse Leistungen, gute Organisation und eine Fahrradbegleitung für die Führenden, dies alles sind Voraussetzungen, die zu einem reibungslosen Ablauf des Gießener Volks- und Straßenlauf in der Wieseckaue beitragen“, so Eckhard Paul, Vorsitzender des ausrichtenden LAZ Gießen. Knapp 340 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, zehn Prozent weniger als im letzten Jahr, nahmen das Abenteuer über die fünf, zehn respektive 21,1 km lange Strecke auf sich. Die Veranstaltung wird auch weit über die Grenzen von Gießen angenommen. Der flache Wendepunktrundkurs ist immer wieder Garant für schelle Zeiten. Die Läuferinnen und Läufer, die im Besitz eines gültigen Startpasses des Deutschen Leichtathletik Verbandes (DLV) sind, starteten im bestenlistenreifen Straßenlauf, alle anderen Teilnehmer im Volkslauf.

Über die 10-km-Straßendistanz siegte Jan-Philipp Starostzik (SF Blau-Gelb Marburg) mit 33:49 Minuten vor Benedikt Heil (LG ovag Friedberg-Fauerbach), der mit 34:22 min dahinter das Ziel erreichte. Gesamtdritter wurde Lucian Rothe von der LG Wettenberg in 34:55 Minuten.

„Ich hatte drei Wochen Trainingspause und wollte meinen Leistungsstand testen. Im Winter strebe ich die Cross-Meisterschaften an und dann bereite ich mich langsam auf die Straßenlauf-DM vor“, so der Sieger Starostzik. Im Volkslauf über die 10 km erreichte der Treiser Jens Freese (TSV Treis) in 36:18 Minuten als Sieger das Ziel. Carsten Oehler vom Lauftreff Biebertal folgte dem Treiser in 37:58 Minuten und der Vogelsberger Markus Schubath (Lauftreff Vogelsberg) lief mit 38:51 Minuten auf Rang drei ein. Der älteste Teilnehmer Arno Kammerer (M 70) vom TV Burgsolms erreichte in 51:33 Minuten das Ziel und bewies, dass ausdauernd laufen keine Frage des Alters ist.

Im Straßenlauf über die Halbmarathondistanz ging der Sieg an Hakim Ouahioune von den SF Blau-Gelb Marburg in beeindruckender Manier in 1:13,23 Minuten vor seinem Vereinkollegen Lars Siegmund, der 1:15,37 für die Strecke benötigte und somit vor dem Drittplatzierten Alexei Larionov (LGV Marathon Gießen / 1:16,03) lag. Der Sieger Hakim Ouahioune war sehr zufrieden mit seiner Leistung „ Ich bin voll aus der Trainingsbelastung heraus gelaufen. Beim Frankfurt-Marathon peile ich eine Zeit um die 2:30 Stunden an“, so der Sieger bei der Entgegennahme des Tagespreises.

Den Volkslauf über die Halbmarathon-Strecke gewann Jan Rittgen in 1:16:31 Minuten vor Jan-Hendrik Hans (TSV Krofdorf Gleiberg) in 1:20:56 Minuten und Silvio Welkner (RV Kleinlinden), der nach 1:24:42 Minuten das Ziel am SWG-Torbogen erreichte.

Neue Bestzeit für Rühl

Nicht einzuholen war bei den Frauen im 10-km-Straßenlauf Hanna Rühl vom ausrichtenden Verein LAZ Gießen. Die Läuferin der Hauptklasse siegte in ausgezeichneten 38:39 Minuten und blieb somit deutlich unter der 40 min Marke. „Es ist für mich super gelaufen. Obwohl ich auf den letzten zwei Kilometern leichte Probleme mit der Atmung bekam, konnte ich meine Bestzeit um mehr als einen Minute toppen. Der Lauf war die ideale Vorbereitung für den Frankfurt-Marathon, wo ich eine Zeit unter 3:10 Stunden anpeile“, so die Lokalmatadorin Hanna Rühl. Julia Galuschka von der LG Wettenberg platzierte sich mit 39:04 Minuten als Zweite knapp vor der Vorjahressiegerin Sonja Kiefer (ASC Breidenbach), die als Dritte das Ziel nach 39:14 Minuten erreichte. „Die ersten drei Frauen sind unter der 40-Minuten-Marke geblieben, das Niveau war in diesem Jahr hier sehr hoch“, sagte die Drittplatzierte. Im 10-km-Volkslauf der Frauen gab es einen Sieg durch Anne Greifelt (LG Eder) mit einer Zeit von 42:48 Minuten, vor der Läuferin Johanna Heibrock- die nach 45:53 Minuten das Ziel erreichte. Dritte im Bunde wurde die Ele v. Laufenberg (Run for Fun) in 47:44 Minuten.

Schnellste Frau im Straßenlauf über die Halbmarathon-Strecke von 21,1 km war Rosi Hausner (Treiser LWT) in 1:36:02 Minuten. Dahinter platzierte sich die Altersklassensiegerin der W40, Katja Schmidt von dem SC Oberlahn, mit 1:41:10, als Dritte lief Simone Siebenkorn (LGV Marathon Gießen) in 1:43:56 ins Ziel ein. „Dank eines intensiven Tempotrainings konnte ich hier meine Bestzeit steigern, es lief einfach nur super für mich. Ende Oktober peile ich nun in Athen eine Marathon-Zeit von 3:30 Stunden an“, erklärte die Treiser Siegerin Rosi Hausner.

Die Konkurrenz des Volkslaufes der Frauen gewann Heike Lüdecke in 1:38:33 Minuten. Auf Rang zwei folgte Ann-Katrin Arlinghaus vom TSV Krofdorf-Gleiberg in 1:39:09 Minuten, die somit vor Andrea Dulling vom TV Großen-Buseck (1:39:32) das Ziel erreichte.

Gut in Form präsentierten sich auch die Läufer und Läuferinnen des 5-km-Volks- und Straßenlaufes. Den 5-km-Straßenlauf gewann Tobias Schulz (FV Wallau) in 17:08 Minuten. Dahinter lief in 17:19 Minuten Ali Yüksel vom TSV Eintracht Stadtallendorf in das Ziel ein. Platz drei belegte Patrick Bock (LAZ/TSG Lollar), der nach 19:02 Minuten das Ziel an der Sporthalle der Theodor-Litt-Schule erreichte. Niklas Harsy vom ASC Licher Wald lief als Vierter ein und verpasste mit seinen 19:35 min einen neuen Kreisrekord nur knapp um dreizehn Sekunden.

97er-Kreisrekord geknackt

Die beste Zeit bei den Läuferinnen erreichte Franziska Bock vom LAZ Gießen/TSG Lollar in ausgezeichneten 21:21 min. Die Schülerin, die der Altersklasse W 11 angehört, knackte damit den alten Kreisrekord von ihrer Vereinkollegin Katharina Döring (21:54 min) aus dem Jahre 1997. Im 5-km-Volkslauf setzte sich Kai Saerbeck in 20:23 Minuten vor Oliver Harsy (ASC Licher Wald) in 20:30 Minuten und Jan Burkart in 20:38 durch.

Bei den jüngsten im Bambinilauf, an dem sich leider nur zehn Nachwuchs-Cracks beteiligten, gab es einen Erfolg für Sascha Maroldt (Germania Schwanheim) zu vermelden, denn er war über die 1000-m-Distanz in 4:16 Minuten der Schnellste. Auf den zweiten Rang behauptete sich Julia Wolff (ASC Licher Wald) als schnellstes Mädchen in 4:17 Minuten. Als Dritter lief Fynn Nissen vom MTV 1846 Gießen in 4:49 Minuten durch den SWG-Torbogen in das Ziel ein.

 

 

 

 

Ergebnisse des Volkslauf vom 17.10.2010

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Sieben Hessen im DLV-Top-Team 2012  - Beatrice Marscheck ist auch dabei

(jth)Knapp zwei Jahre vor den Olympischen Spielen in London 2012 gibt es personelle Änderungen im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV). Drei DLV-Teamleiter werden in den beiden kommenden Jahren die DLV-Cheftrainer Herbert Czingon (Field) und Idriss Gonschinska (Track) unterstützen. Dies gab DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen in Frankfurt bekannt. Neben Claus Marek, der als Teamleiter für den Mehrkampfbereich fungieren wird, werden ab dem 1. Januar 2011 zudem zwei Teamleiterstellen für die Bereiche Wurf/Stoß und Lauf besetzt, die Ende Oktober ausgeschrieben werden. Die vom Deutschen Olympischen Sportbund finanzierten Stellen werden vorerst bis Ende 2012 besetzt. "Sie werden vor allem die beiden Cheftrainer in der Planung, Durchführung und dem Controlling von Leistungssportmaßnahmen entlasten", erklärte Thomas Kurschilgen, der verstärkt auf Kompetenzteams setzt und den Teamgedanken weiter fördern will.

Zudem wurde das Top-Team 2012 mit den aussichtsreichsten deutschen Athleten für die Weltmeisterschaften 2011 und Olympischen Spiele 2012 sowie das Junior-Elite-Team 2012-2016 (mit dem Zehnkämpfer Jan Felix Knobel/LG Eintracht Frankfurt) bekannt gegeben. Das Top-Team 2012 trifft sich vom 3. bis 10. Dezember bei einem Lehrgang in Nikosia auf Zypern zu einem "Countdown zu den Olympischen Spielen und einem Auftakt zur WM", sagte Idriss Gonschinska.
Rund 100 Athleten und Trainer aus allen Disziplinen werden dort unter Einbeziehung zahlreicher Spezialisten gemeinsam trainieren. In das Top-Team-London 2012 sind auch sieben Hessen aufgenommen worden: Pascal Behrenbruch (Zehnkampf/LG Eintracht Frankfurt), Ariane Friedrich (Hochsprung/LG Eintracht Frankfurt), Beatrice Marschek (Weitsprung/LAZ Gießen), Betty Heidler und Kathrin Klaas (beide Hammerwurf/LG Eintracht Frankfurt), Claudia Rath (Siebenkampf/LG Eintracht Frankfurt) sowie Kamghe Gaba (4x400 Meter/LG Eintracht Frankfurt).

„ Für uns ist dies eine Bestätigung der Arbeit der letzten beiden Jahre. Wir können uns nun auf die Olympischen Spiel intensiv vorbereiten und hoffen, dass wir dann den Sprung nach London schaffen“ so Trainer Markus Czech
Einen zentralen Aspekt bei dem Lehrgang in Nikosia wird der Bereich Psychologie und Mentaltraining bilden, den der DLV-Verbandspsychologe Dr. Michael Gutmann und der Olympia-Dritte Edgar Itt, der heute als Motivationstrainer aktiv ist, leiten werden. "Weltmeisterschaften in Südkorea und Olympische Spiele stellen unsere Athleten vor besondere Herausforderungen, auf die wir sie vorbereiten wollen", erklärte Czingon.

Insgesamt zog er ein zufriedenes Fazit des EM-Jahres 2010. "Wir haben mit 16 Medaillen sechs mehr gewonnen als bei der letzten EM 2006. Zehn dieser 16 Medaillengewinner hätten mit diesen Leistungen auch bei Weltmeisterschaften eine Medaillenchance gehabt", sagte er. "Wir haben eine erfolgsträchtige und junge Mannschaft, die uns selbstbewusst auf die beiden kommenden Jahre blicken lässt, in denen wir den positiven Weg nach oben weiter fortsetzen wollen."

 

 

 

 DSMM-Finale mit zwei Vize-Hessen-Titel

04.09.2010 - MARBURG

(jth) Das Hessenfinale der DSMM-Endkämpfe ist ein Erlebnis für die ganze Familie, so auch in diesem Jahr für Eltern, Fans und natürlich den Schülerinnen und Schülern des LAZ Giessen Stadt und Land.  Für das Finale der sechs besten hessischen Mannschaften, in Marburg, konnten sich die Schülerinnen C, B  und die Schüler B des LAZ Giessen qualifizieren.„ Bei uns lief es mit beiden Mannschaften super, denn wir haben mit beiden Mannschaften den Vize-Hessentitel nach Gießen geholt“ so die LAZ-DSMM-Koordinatorin Andrea Ewald.

Die DSMM-Mannschaftswettbewerbe in der Leichtathletik stellen für die Trainer und Betreuer eine große Herausforderung dar, gilt es doch, die Athletinnen und Athleten so einzusetzen, dass am Ende möglichst viele Punkte herausspringen; und da ist ein glückliches Händchen gefragt, darf jeder Athlet doch nur in drei Disziplinen eingesetzt werden.

Diese Aufgabe setzten die Trainer und Betreuer mit den C-Schülerinnen des LAZ Giessen mit 5284 Punkten hervorragend um. Wichtig ist für die Truppe, dass die Leistungssteigerung von 660 Punkten zum Vorkampf durch eine geschlossene Mannschaftsleistung entstanden ist, in der alle Athletinnen sich hundertprozentig ins Zeug legten.

Als wichtige Punktegarantin ist die MTV-Ahletin Lucy Weingarten hervorzuheben. Sie sprintete ausgezeichnete 7,55 sec auf der  50 m Strecke und landete mit 4,20 m als beste LAZ- Teilnehmerin in der Weitsprunggrube. Franziska Bock lief mit 2:47,78 min neue Bestzeit in einem engagierten Tempolauf über 800 Meter und steuerte mit übersprungenen 1,32 m im Hochsprung  und 32,50 m im Schlagballwurf weitere wichtige Punkte bei. Selina Hildebrand aus Lollar  überzeugte ebenfalls im Hochsprung mit 1,28 m sowie mit 4,04m im Weitsprung. Die 4 x 50 m Sprintstaffel mit Anna Lina Janoth, Sarah Müller, Lucy Weingarten und Schlussläuferin Damaris Schneider  sprintete 30,46 sec. " Es lief einfach optimal bei den jungen Damen, alle haben richtig gute Leistungen gebracht. Wir sind mächtig stolz auf die Punktesteigerung. Dies ist auch ein Verdienst von guter Trainingsarbeit “ so ein zufriedene Trainerkoordinatorin Andrea Ewald. In der Gesamtwertung belegte das Team einen hervorragenden zweiten Rang. Es gewannen die Mädchen der LG Eintracht-Frankfurt mit 5.284 Punkten. Auf dem dritten Rang platzierte sich die LG EVO Seligenstadt mit 4942 Zählern.

Die B-Schüler des LAZ Giessen fuhren ebenfalls mit dem zweiten Rang und 6.489 Punkten nach Hause. Ein toller Erfolg für die Trainerriege, denn die Konkurrenz auf Hessenebene ist extrem groß und das Finale der besten sechs Mannschaften zu erreichen,  ist die erste große Hürde. Auf der 75 m Strecke brachten sich „Supersprinter“ Nico Gremm mit 9,57 sec und Jannik Schmitt in 10,84 sec ausgezeichnet in das Mannschaftsgefüge ein. Christopher Nagorr (10,35) und Nico Gremm (9,70) auf der 60 m Hürdenstrecke sicherten der Mannschaft weitere wertvolle Punkte. „ Der Hochsprung war eine Schlüsseldisziplin, denn nicht nur Nico Gremm mit überfloppten 1,47 sondern auch Julius Grau mit übersprungenen  1,43 m, waren ein Garant für den Erfolg“ so Andrea Ewald. Julius Grau landete bei 4,72 m und Jannik Schmitt mit neuer Bestleistung von 4,71 m in der Weitsprunggrube. Im Ballwurf konnten sich Christopher Nagorr mit 49,50m und Nino Faulhuber mit neuem persönlichem Rekord von 43,50 m gut in Szene setzen. Bei angenehmen Temperaturen hatten die beiden 1.000 m Läufer Marcel Jeschke ( 3:28,05) und Marlon Welsch ( 3:37,72) weitere wichtige Punkte zum Erfolg beigesteuert. Die abschließende 4 x 75 m Sprintstaffel mit Marcel Jeschke, Christopher Nagorr, Jannik Schmitt und Julius Grau brachte den Staffelstab in 41,15 sec sicher ins Ziel, so dass am Ende die Vize-Meisterschaft gefeiert werden konnte. „ Wir konnten unser Vorkampfleistung um 236 Punkte steigern, was der Schlüssel zum Erfolg war. Es herrschte eine super Teamgeist innerhalb der Truppe. Sie haben sich gegenseitig angefeuert worauf wir als Trainerteam besonders stolz sind“ so Andrea Ewald. Es gewann die Mannschaft des ASC Darmstadt mit 6.515 Zählern. Auf dem dritten Rang rangierte die Startgemeinschaft Dipperz-Flieden-Neuhof mit 5.966 Punkten.

 

 

Zehnkampf-Team holt Vize-DM-Titel

28.08.2010 - POTSDAM

(jth) Mit einem beherzten 1.500-Meter-Lauf hat Adrian Becker (LAZ Giessen / TV Gr.-Buseck) am Freitagabend bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Potsdam die 7.000-Punkte-Grenze geknackt und somit die Bronzemedaille gewonnen. Am Ende standen 7.077 Zähler zu Buche. Basis des Erfolges waren gute 11,25 sec im 100 m Sprint sowie 7,10 m im Weitsprung und 60,12 m mit dem Speer. In der Teamwertung sicherte er sich, gemeinsam mit seinen Zehnkampfkollegen Konstantin Grißmer ( 6364 Punkte) und Rouven Höfer ( 6355 Punkte) einen unerwarteten zweiten Rang mit 19.796 Punkten hinter dem LAV Asics Tübingen ( 20.171). Die Heuchelheimerin Nastasia Lich, gewann mit der Mannschaft der LG Eintracht Frankfurt die deutsche Meisterschaft mit 15.437 Zählern. Lich erreichte 4902 Punkte und damit den vierten Rang.

„Es waren für uns Mehrkämpfer katastrophale Wettkampfbedingungen, denn es war sehr kühl und es regnete den ganzen Tag, hinzu kam noch ein leichter Gegenwind. Es  konnte also nicht in allen Disziplinen optimal laufen, doch in den Läufen, im Weitsprung und im Speerwurf habe ich die Grundlagen für den Erfolg gelegt“ so Becker. Er startete mit der drittschnellsten Zeit aller Zehnkämpfer von 11,25 sec im 100 m Lauf und sprang im Anschluss 7,10 m weit. „ Es ging sehr wackelig los, doch am Ende konnte ich hinter Michael Schrader die zweitbeste Weite anbieten, so der Grundschul-Lehramtsstudent“. Im Kugelstoßen gelang ihm dann  mit 12,25m endlich mal ein „Zwölfer“. Doch im folgenden Hochsprung konnte er nicht sein Potential abrufen. „Adrian hatte als bester Hochspringer der drei LAZ - Jungs bei diesen Bedingungen Riesenprobleme mit seinem schnellen Anlauf und schaffte leider nur 1,79  und blieb so gute 10 cm unter seinen Möglichkeiten“ so der Coach. Im abschließenden 400m Lauf fand er recht schnell zu alter Stärke zurück und lief gute 51,30 sec. Mit erzielten 3641 Punkten lag der Lehramtsstudent nach dem ersten Tag auf einem ausgezeichneten dritten Rang.  Das LAZ- Mehrkampfteam führte nach dem ersten Wettkampftag mit 10.568 Zählern. „ Wir sind auf Kurs, doch das Team der LAV Asics Tübingen ist uns dicht auf den Fersen und die Truppe hat einen ausgezeichneten zweiten Tag“ so Markus Czech.

Der zweite Wettkampftag begann für Becker mit 15,11 sec auf der 110 m Hürdenstrecke  und einer guten Diskuswurfleistung von 35,79 m. „Trotz der für ihn guten Leistung, ist er auf den vierten Rang zurückgefallen, denn Tom Bechert ( LG Telis Finanz Regensburg) hatte mit 41,39 m eine ausgezeichnete Weite angeboten. Ausgerechnet zum Beginn des Stabhochsprunges fing es wieder an zu regnen, somit waren es keine optimalen Bedingungen, denn wichtig ist, dass der Stab sicher gegriffen werden kann“ so Trainer Markus Czech. Mit übersprungenen 4,10 m im Stabhochsprung, meisterte Becker die Regenschlacht souverän. „ Ich brauche jetzt einen Kracher im Speerwurf, um wieder auf den Bronzerang zu kommen “ so der Toher-Mehrkämpfer. Mit 60,12 m setzte er sein Vorhaben um und erhielt ein besonderes Lob vom Trainer. „ Im Speerwurf zeigten unsere Jungs der Konkurrenz aus Tübingen die Zähne. Auch wenn zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon klar war, dass Tübingen die Mannschaftswertung für sich entscheiden würde, setzten die LAZ-Jungs einiges dagegen. Durch Addis hervorragende Leistung ergatterte er sich seinen Bronzerang zurück. Den galt es nun im abschließenden 1500 m Lauf zu verteidigen. Mit 4:47,36 min gelang ihm auch dies in beeindruckender Manier, er hatte den viertplatzierten ständig unter Kontrolle und hätte auch noch reagieren können. „ In diesem Jahr bin ich Deutscher Hochschulmeister im Weitsprung geworden und jetzt zum Saisonabschluss eine Bronzemedaille im Zehnkampf bei der DM. Es war klasse und unglaublich ! “ so Adrian Becker.
 

LAZ-Vereinskollege Rouven Höfer war ebenfalls in der Männerwertung am Start. „ Mein Wettkampf verlief bei diesen Bedingungen optimal, denn ich konnte meine Normalleistung abrufen und hatte keinen extremen Aussetzer“ so Rouven über sein Wochenende. Mit 11,57 sec im Sprint und 6,64 m im Weitsprung fing das Zehnkampfabenteuer für den Studenten sehr gut an. Nach 12,81m mit der Kugel und übersprang er 1,73m im Hochsprung. „Beim Einspringen wurde schnell klar, dass das Hochspringen bei den immer schlechter werdenden Wetterbedingungen zu einer Zitterpartie wird. Anlaufen durch Pfützen und Abspringen auf nassem Untergrund macht die Teilnehmer nervös“ so Czech. Im abschließenden 400m Lauf zauberte Höver dann eine Zeit von 52,28 sec auf die Tartanbahn und mit 3405 Zählern übernachtete er auf dem neunten Rang der Männerwertung. Mit 16,83 sec über die Hürden startete der zweite Tag optimal und auch mit dem Diskus warf er sehr gute 38,45 m. Der Stabhochsprung mit nassem Anlauf und feuchten Stabhochsprungstäben wurde zur Horrorsituation. Um ein Haar wäre der Traum eines Mannschaftserfolgs geplatzt. Rouven hatte große Probleme in den Wettkampf zu kommen und hatte keinen Sprung im Einspringen, der richtig funktionieren sollte. Dann wäre die Anfangshöhe fast schon das AUS für ihn gewesen, wenn er nicht mit aller Kraft im letzten Versuch die Höhe  von 3,30 m gemeistert hätte. Durch die neue Bestleistung von 57,93 m im Speerwurf ging es punktemäßig  steil bergauf.„ 5:04,07 min über die 1500 m Distanz sind bei diesem Wetter für ihn super und am Ende konnte er mit 6.355 Zählern den zehnten Rang im Männerklassement erzielen.  

Bei den Junioren ging LAZ-Neuzugang Konstantin Grißmer an den Start.  Der Student hatte sich als Ziel gesetzt deutlich die 6.500 er Marke zu knacken. Der Wettkampf fing mit 11,54 sec bei leichtem Gegenwind nicht optimal an und auch im Weitsprung war es ein Zitterspiel, doch nach zwei ungültigen Sprüngen konnte er zwar mit 6,69 m noch einen akzeptable Weite anbieten, doch  mit 11,24 m mit der Kugel lag er dann wieder unter seinem Soll. „ Im Hochsprung zeigte er mit überfloppten 1,85m, was neue Bestleistung bedeutete eine solide Leistung und die 50,17 sec auf der 400 m Distanz sind spitze. So konnte er mit 3522 Zählern und Rang neun in der Juniorenwertung den ersten Wettkampftag abschließen“ so Trainer Czech. Am zweiten Zehnkampftag startete „Konni“ mit 15,75 sec auf der 110 m Hürdenstrecke und schwachen 27,94 m im Diskuswerfen.. „Im Stabhochsprung konnte ich mich dann wieder fangen und 3,70 m überqueren“ so Grißmer. Im Speerwurf lieferte er mit 44,15 m ein akzeptables Ergebnis ab und der abschließende 1500 m Lauf sollte nun darüber entscheiden, ob er zumindest die 6300 Marke knacken konnte. Bei strömendem Regen holten die LAZ-Mehrkämpfer alles aus sich raus und erzielten persönliche Topleistungen. Konstantin lief gleich im ersten Lauf 4:49,96 persönliche Bestleistung. Ein gutes Ergebnis und der Lohn für 6364 Zähler was ihn am Ende den zwölften Rang im Juniorenklassement einbrachte.

 „Wir sind als Mehrkampfteam hier angetreten um 20.000 Punkte zu machen. Jetzt sind es 19.796 Zähler bei schlechten Bedingungen geworden. Der DM-Vize-Titel ist eine absolute Überraschung. Ich bin Stolz auf die Jungs, denn die haben einen intensive und ausgezeichnete Vorbereitung absolviert, die sich nun gelohnt hat. Ich glaube in der LAZ-Geschichte gab es noch keine deutsche Vizemeisterschaft für ein Zehnkampfteam. Wir haben somit Vereinsgeschichte geschrieben“ so Trainer Markus Czech.

Im Feld der weiblichen Jugend A konnte LAZ-Athletin Lisa Magel  ( LAZ / SV Garbenteich) mit erzielten 4745 Punkten zum Saisonausstand einen neunten Rang mit nach Hause bringen. Die Schülerin der Ost-Schule startete mit 14,96 sec im 100 m Hürdenlauf und überfloppte danach 1,66 m.  Es folgten 9,86m mit der Kugel und 26,72 sec im abschließenden  200 m Sprint. Der zweite Tag begann mit 5,41 m im Weitsprung und 28, 93 m im Speerwurf. In der letzten Disziplin, dem 800 m Lauf zeigte sie mit 2:28,85 min noch einmal gute Kämpferqualitäten und sicherte sich so verdient die Platzierung unter den Top-Ten in Deutschland. „Mein Wettkampf ist leider nicht wie gewünscht verlaufen, da ich unbedingt 8. werden wollte. Dies habe ich leider durch meinen Speerwurf verhindert, da 28m einfach zu wenig waren und ich so viele Punkte auf meine Konkurrenz eingebüßt habe.“ so Lisa Magel in der Selbstanalyse.

Julia Gerter ( LAZ / SV Garbenteich) die in der weiblichen B-Jugend an den Start gehen wollte, musste kurzfristig wegen einer Verletzung die Wettkampfteilnahme absagen.

 

 

28 Jahre alten Rekord unterboten

                                                    

25.08.2010 - SCHWÄBISCH-GMÜND

(ras). Ann-Christin Strack vom LAZ Gießen lieferte bei ihrem letzten Freiluftauftritt als B-Jugendliche einen tollen Saisonabschluss ab, denn sie gewann bei den Süddeutschen Meisterschaften in Schwäbisch Gmünd mit starken Zeiten die Sprinttitel über 100 und 200 m. Zudem erkämpfte ihre Trainingsgefährtin Julia Gerter im Weitsprung Silber. Freuen durfte sich auch die TSG Gießen-Wieseck, denn über 4 x 100 m gewannen Nikola Graupner, Lara Matheis, Theresa Wedemeyer und Anna Julia Beimdicke bei den Frauen Bronze.

Die Motivation von Ann-Christin Strack, bei den „Süddeutschen“ anzutreten, war laut ihres Trainers Philipp Schlesinger eher gering. „Nach einer langen Saison und den nicht gerade nach Wunsch verlaufenen Deutschen Jugendmeisterschaften, habe ich es Ann-Christin freigestellt, ob sie in Schwäbisch Gmünd antreten möchte. Ein Blick in die Meldeliste überzeugte sie jedoch. Nun musste Ann-Christin aber mit der Favoritenrolle klarkommen“, sagte Schlesinger nach Abschluss der Wettkämpfe. Die Ostschülerin nahm die Favoritenbürde mit Bravour. Trotz langer Wartezeit im Callroom sprintete Strack im letzten der sechs 100-m-Vorläufe mit 12,25 s die mit Abstand schnellste Zeit der 30 Teilnehmerinnen. Im Zwischenlauf folgte mit 12,16 s eine persönliche Bestzeit, die Strack im Finale mit 12,11 s nochmals steigerte und so vor Sandra Dinkeldein (12,17) vom TuS Steißlingen siegen konnte. Mit der Zeit von 12,11 s unterbot Ann-Christin Strack zudem den seit 1982 von Birgit Clarius gehaltenen Gießener 100-m-Kreisrekord von handgestoppten 12,0 s und zählt damit in dieser Saison zu den drei schnellsten 100-m-Sprinterinnen Hessens aus allen Altersklassen. Handgestoppte Zeiten können laut Reglement mit elektronischen Ergebnissen verglichen werden, wenn man bei Sprintstrecken 24 Hundertstel Sekunden hinzu addiert.

Nach dem ersten Titelgewinn standen die 200 m auf dem Plan. Im Vorlauf begnügte sich Strack mit der Laufbestzeit von 25,37 s. Auch im Finale zeigte sich die LAZ-Athletin nervenstark und gewann in 25,02 s, diesmal vor Luisa Valeske (25,13) vom SV Schlau Com Saar 05.

Im Weitsprung der B-Jugendlichen traten 23 Mädels aus sieben Bundesländern an. Den Titel machten jedoch durch Kyra Buhlmann von der LG Eintracht Frankfurt und Julia Gerter vom LAZ Gießen zwei Hessinnen unter sich aus. Die Entscheidung fiel bereits in den ersten Versuchen. Julia Gerter sprang 5,63 m, aber die Frankfurterin konterte mit 5,66 m. Gerter setzte in der Folge ausnahmslos Sprünge über 5,50 m in die Grube, aber ein wechselnder Wind störte nun beim Anlauf, so dass keine Verbesserung erfolgte. Gerter startete zudem über 100 m und erreichte nach 12,53 im Zwischenlauf gemeinsam mit Ann-Christin Strack das Finale, welches die Schülerin der Butzbacher Weidigschule mit erneut 12,53 s als Sechste beendete.

Über die 100 m der männlichen Jugend B hatten Issam Ammour und Laurenz Costa für das LAZ Gießen gemeldet. Auf Grund der bei den deutschen Jugendmeisterschaften erlittenen Verletzung musste Costa jedoch auf den Start in Schwäbisch Gmünd verzichten. Als Zweiter seines Vorlaufes, in 11,23 s, qualifizierte sich Issam Ammour im Zwischenlauf mit 11,29 s für das Finale. Im Endlauf siegte überlegen der Württemberger Dennis Schwarze (10,96) vom TSV Riederich. Hinter Dameon Jones (Eintracht Frankfurt/11,25) und Tim Ruhstorfer (LAZ Zweibrücken/11,26) verfehlte Ammour in 11,30 s nur ganz knapp einen Podestplatz.

 

 

Finalträume bleiben unerfüllt

10.08.2010 - GIESSEN

Deutsche Jugendmeisterschaften für mittelhessische Starter unter keinem guten Stern - Gerter und Strack scheitern knapp

ULM (ras). Bei den dreitägigen Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm setzten sich mit der Dillenburgerin Gesa Krause und Sara Gambetta von der TG Schlitz zwei Athletinnen herausragend in Szene. Die seit der Saison 2009 für die LG Eintracht Frankfurt startende Krause, vor 14 Tagen bereits Vierte über 3000 m Hindernis bei der U20-WM in Moncton/Kanada, pulverisierte in 6:23,42 Minuten den Deutschen A-Jugendrekord über 2000 m Hindernis und gewann mit einer halben Minute Vorsprung. In Kanada erkämpfte die erst siebzehnjährige Sara Gambetta Silber im Siebenkampf. Nun lehrte die Schlitzerin in Ulm die nationalen Spezialistinnen das Fürchten und gewann im Hochsprung mit 1,82 m Gold, das sie vier Stunden später durch 6,24 m im Weitsprung mit Silber ergänzte.

Weniger gut lief es im Donaustadion für die Athleten aus Gießener Vereinen, denn keiner erreichte ein Finale. Eine gute Chance auf die Endlaufteilnahme hatte sich Ann-Christin Strack vom LAZ Gießen bei den B-Jugendlichen über 200 m ausgerechnet. Aber ein Gegenwind von 0,3 m/s schuf im letzten der fünf Vorläufe für die noch Sechzehnjährige schlechte Voraussetzungen. Strack sprintete als Zweite des Laufes in 25,30 über die Ziellinie und verpasste mit der zehntschnellsten Vorlaufzeit den Endlauf der besten Acht um knapp drei Zehntel Sekunden. Den Titel gewann Katharina Grompe (LG Olympia Dortmund) in 24,13.

Einen Tag zuvor bestritt Strack die 100 . In ihrem Vorlauf stellte die Ostschülerin mit 12,22 ihre persönliche Bestzeit ein und qualifizierte sich als Fünfzehnte für die drei Zwischenläufe. Auf der ungeliebten Außenbahn musste sich Strack nach einem schwachen Start in 12,29 mit Platz sechs begnügen. „Anni hatte einen guten Vorlauf. Schade, dass sie im Zwischenlauf keinen guten Start erwischte, dann wäre es eine persönliche Bestleistung geworden,“ bedauerte anschließend ihr Trainer Philipp Schlesinger. Erwartungsgemäß gewann das Finale Stefanie Pähler (11,82 von der LG Olympia Dortmund.

LAZ-Staffel auf Platz 14

Mit Julia Gerter schrammte eine weitere B-Jugendliche des LAZ Gießen knapp an einem Finale vorbei. Im Weitsprung landete sie im ersten Versuch bei 5,57 m. In den beiden nächsten Sprüngen trat Gerter leicht über das Brett und verpasste als Neunte das Finale um drei Zentimeter. Die Disziplin gewann Lena Malkus (LG Ratio Münster) mit 6,34 m.

Am Sonntagmorgen stand vor den 200 m ür Ann-Christin Strack, Julia Gerter sowie Isabell Pastau und Lisa Magel bereits der Vorlauf der 4x100 m der Jugend A auf dem Plan. „Beim zweiten Wechsel von Gerter auf Strack musste Anni gewaltig Tempo herausnehmen, um noch eine reguläre Übergabe zu schaffen. Das verhinderte eine ähnliche Zeit wie die 48,36 bei den hessischen Meisterschaften in Neu-Isenburg. Schade, denn 48,48 hätten zum Finale gelangt, kommentierte Schlesinger den nicht optimal gelungenen Lauf. In 49,04 Sekunden landete das LAZ-Quartett so auf Rang vierzehn der 21 Staffeln.

Lisa Magel bestritt in der Jugend A am Samstag zudem Hürdensprint und Hochsprung. Die Siebenkämpferin sah die Einzeldisziplinen als Vorbereitung auf die Deutschen Mehrkämpfe und schied über 100 m Hürden mit passablen 14,81 im Vorlauf aus. Im Hochsprung überwand sie ohne Fehlversuch die Einstiegshöhe von 1,60 m und meisterte anschließend 1,65 m im zweiten Versuch. Mit einer Saisonbestleistung von 1,71 m angetreten, war für die Steinbacherin die folgende Höhe von 1,70 m an diesem Tag nicht zu bezwingen, sie wurde Zehnte. Den Hochsprung gewann Nele Hollmann (LG Elsey-Kabel) vor der höhengleichen Julia Stockmann (TV Jahn Rheine) mit 1,79 m.

 
  Live-Stream aus Ulm

 

 

Staffel darf auf Finalteilnahme hoffen

06.08.2010 - GIESSEN

Ab heute deutsche Jugendmeisterschaften mit LAZ Gießen, TSG Wieseck und TSF Heuchelheim in Ulm

GIESSEN/ULM (ras). Von Freitag bis Sonntag finden in Ulm die Deutschen Jugendmeisterschaften statt. Für die Wettkämpfe im Donaustadion haben auch Jugendliche des LAZ Gießen Stadt und Land, der TSG Gießen-Wieseck und von den TSF Heuchelheim gemeldet. Auf die Finalteilnahme hoffen darf in der weiblichen A-Jugend die 4x100 m Staffel des LAZ. Ergänzt durch Dorina Ludwig, kann das LAZ-Quartett mit Lisa Magel, Isabell Pastau, Ann-Christin Strack und Julia Gerter mit 48,36 Sekunden die achtbeste Zeit der 26 gemeldeten Staffeln vorweisen.

Dank großen Engagements des früheren langjährigen LAZ-Vorsitzenden Volker Clarius tritt zudem eine männliche 4x100 m Staffel an. Bereits die Normerfüllung für deutsche Jugendmeisterschaften zeugt von außergewöhnlichem Niveau und so steht für Dennis Titow, Issam Amour, Matia N‘Dongo und Costa Laurenz im Feld der 30 Jugend A Staffeln vornehmlich Erfahrung sammeln und die Steigerung ihrer Bestzeit von 43,74 s im Vordergrund. Gespannt sein darf man auf die Einzelstarts von Amour und Laurenz über die 100 m bei den B-Jugendlichen. Denn als Fünfter, beziehungsweise Zehnter der Setzliste, besteht für beide durchaus Chancen auf die Endlaufteilnahme. Ein hartes Programm nimmt Costa Laurenz in Angriff, der zudem noch über 200 m startet.

In der weiblichen A-Jugend wird sich Lisa Magel (LAZ Gießen) über die Hürden und im Hochsprung mit den Besten Deutschlands messen. Die lange Zeit verletzte Siebenkämpferin sieht Ulm jedoch laut ihres Trainers Philipp Schlesinger vorwiegend als Vorbereitung auf die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften Ende des Monats in Potsdam.

Über die 100 m Gerade ist Lara Matheis von der TSG Wieseck gemeldet. Nach zwei Erkrankungen in den letzten Wochen muss die Watzenbornerin ihre Erwartungen aber deutlich zurückschrauben. In der B-Jugend stehen für Ann-Christin Strack und Julia Gerter neben dem Staffeleinsatz sowohl 100 m als auch 200 m auf dem Plan. Mit ihrer 200 m Bestleistung von 24,87 s ist Strack Zehntschnellste der Meldeliste. Gerter ist zudem eine von elf B-Jugendlichen, die die Qualifikationsnorm von 4,75 m im Weitsprung erfüllen. Zwar gemeldet, aber in Ulm nicht am Start, ist Cynthia Schmidt von der TSF Heuchelheim. Die Vorjahressechste über 100 m laboriert an einer Muskelverhärtung und hat die Freiluftsaison deswegen bereits beendet.

 
 

Julia Gerter unterliegt im Zielspringen

27.07.2010 - BAUNATAL

Hessische Jugendliche im Ländervergleich in Baunatal ohne Siegchance - Höhen und Tiefen für heimische Starter

BAUNATAL (ras). Es war nicht der Tag der Hessen beim U18-Ländervergleich der Leichtathleten mit Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Nicht zuletzt durch verletzungsbedingte Absagen deutete sich schon vor Wettkampfbeginn im Baunataler Parkstadion an, dass sich das Hessenteam wie im Vorjahr gegen die zwei wohl stärksten deutschen Landesverbände mit Platz drei würde begnügen müssen. Letztlich gewann Baden-Württemberg mit 261,5 Punkten knapp vor Nordrhein-Westfalen (257,5) und Hessen, das abgeschlagen mit 172 Punkten auf Rang drei landete.

Einen guten Eindruck in Baunatal hinterließ jedoch Laurenz Costa vom LAZ Gießen. Trotz einer 14-tägigen Trainingspause durch Erkrankung und eine Zerrung lieferte Costa über 100 m in 11,27 s eine ansprechende Zeit ab. Viel Achtung erwarb sich der Schüler der Anne-Frank-Schule Linden, als er erstmals über die 200 m-Distanz antrat und nach einem beherzten Lauf in 22,93 Platz vier der Länderwertung erkämpfte. „Die letzten 50 m waren schon hart,“ gestand Costa anschließend. Sein gelungener Auftritt als Startläufer in der schnelleren hessischen 4x100m-Staffel wurde nicht belohnt, denn beim letzten Wechsel kam es im Wechselraum nicht zur Staffelholzübergabe.

Die Erwartungen erfüllte auch Julia Gerter im Weitsprung, denn mit 5,70 m blieb sie nur fünf Zentimeter unter ihrer Bestleistung. Das bedeutete Platz zwei in einem „Zielspringen“, denn gleich drei Mädels erzielten eine Tagesbestweite von 5,70 m. So gewann mit zwei 5,70 m-Sprüngen die Frankfurterin Kyra Buhlmann vor der LAZ-Athletin, deren zweitbester Versuch mit 5,68 m gemessen wurde. Das „Punktspringen“ ergänzte Franziska Braun (Nordrhein-Westfalen), die in ihrem zweitweitesten Satz bei 5,65 m landete. Über 200 m blieb Gerter als Sechste in 26,03 deutlich unter ihren Möglichkeiten und erläuterte später, „ich hatte mir schon eine bessere Zeit erhofft, aber ich musste mich in den letzten Wochen mit Tempoläufen zurückhalten und habe nach zwei Monaten Pause gerade erst wieder mit Krafttraining angefangen.“

Über 200 m startete mit Ann-Christin Strack eine weitere Sprinthoffnung des LAZ Gießen im Hessentrikot. Hinter Katharina Grompe (NRW), die sich in 24,32 auf Platz neun der deutschen U20-Bestenliste schob und der Baden-Württembergerin Carina Frey, die mit persönlicher Bestleistung von 24,60 nun als Achte der deutschen Rangliste in der U18 geführt wird, sprintete Strack in 25,23 s als Dritte über die Ziellinie. Auch über die 100 m Strecke wurde Strack mit vier Punkten in der Länderwertung belohnt. Bei unzulässigem Rückenwind von 2,3 m/s blieb sie in 12,26 vier hundertstel Sekunden über ihrer Bestleistung. Kein Glück hatten die beiden LAZ-Athletinnen in der abschließenden 4x100m Staffel, die wegen eines Wechselfehlers ebenfalls nicht gewertet werden konnte.

 

 

Trainer Markus Czech nimmt schwaches Abschneiden von Weitspringerin Beatrice Marscheck gelassen

21.07.2010

Von Albert Mehl

GIESSEN. Enttäuscht, aber dennoch zufrieden. Das Abschneiden seines Schützlings Beatrice Marscheck trägt Trainer Markus Czech mit erstaunlicher Gelassenheit. Natürlich hatte sich das Duo vom LAZ Gießen Stadt und Land mehr erwartet von den deutschen Meisterschaften der Leichtathleten in Braunschweig. Denn über die 100 Meter war „Bea“ Marscheck im Vorlauf hängen geblieben. Und im Weitsprung, ihrer Paradedisziplin, hatte sie mit 6,08 Metern nicht mal die Finalqualifikation geschafft, musste mit Platz 13 vorlieb nehmen. Nach dem WM-Start im Vorjahr wurde es diesmal nichts mit der Qualifikation für die Europameisterschaft in Spanien.

Czech, der schon rund zehn Jahre die vom SV Garbenteich stammende Läuferin und Springerin betreut, verweist im Gespräch mit dem Anzeiger vielmehr auf die konstante Weiterentwicklung von Beatrice Marscheck und blickt optimistisch in die Zukunft: „Wir werden nächstes und übernächstes Jahr wieder angreifen.“

War die Enttäuschung groß nach der DM in Braunschweig?

Markus Czech: Das kann man schon so sagen. Natürlich hatten wir uns mehr erwartet. Wir hatten in dieser Saison das Ziel, uns frühzeitig für die Europameisterschaft in Barcelona zu qualifizieren. Bea ist auch konstant in die Saison gestartet. In der letzten Saison hatten wir einen Ausreißer nach oben. Den hatten wir diesmal nicht. Dazu kam, dass wir durchweg besch... Windverhältnisse hatten. Die waren auch in Braunschweig miserabel. So schon beim 100-Meter-Lauf am Samstag. Das mussten wir dann erst einmal verdauen.

Aber beim Einspringen sah es so gut aus. Beim ersten Sprung herrschte dann starker Gegenwind. Da hat Bea den letzten Schritt zu weit gemacht und hat dadurch nicht genug Sprungkraft gehabt. Beim zweiten Sprung herrschte ein starker Rückenwind. Dadurch ist sie einen Zentimeter übergetreten. Der Sprung wäre bei 6,45 Metern gewesen. Beim dritten Sprung hatte ich Bea den Rat gegeben, auf die Windverhältnisse bei ihrer Vorspringerin zu achten und sich nach der zu richten. Das hat sie auch gemacht. Aber während ihres Laufs hörte der Wind auf einmal auf. Dadurch hat sie eineinhalb Füße verschenkt. Das sind knapp 40 Zentimeter. Damit wäre sie zumindest im Endkampf gewesen. So war sie mit 6,08 raus.

Dabei waren Sie doch optimistisch in die Saison gegangen.

Czech: Es lief ja auch eigentlich ganz gut. Und ihre Leistung kann sich ebenfalls immer noch sehen lassen. Beatrice ist immer noch Vierte der deutschen Bestenliste im Weitsprung. Und sie ist unter den 15 besten deutschen Sprinterinnen über 100 und 200 Meter. Sie hat im Blick auf ihre Schnelligkeit noch nie so gute Spitzenwerte gehabt. Sie ist so schnell wie nie. Und als Schnitt in dieser Saison hat sie im Weitsprung einen Wert von Ende 6,30. Bei den ersten vier Wettkämpfen waren alle Sprünge um die 6,50 Meter. Unter anderem ist sie zweimal deutsche Hochschulmeisterin geworden. So schlecht ist die Saison für Beatrice gar nicht.

Was hat es mit dem längeren Anlauf von Beatrice Marscheck auf sich?

Czech: Die Anlaufgeschwindigkeit spielt eine massive Rolle im Weitsprung. Und man benötigt zusätzlich viel Kraft, um nach oben zu springen. Die Kernkompetenz von Bea ist ihr schneller Anlauf. Den wollen wir nutzen, damit sie vorne am Brett stärker wird. Die höhere Höchstgeschwindigkeit wirkt sich bei längeren Strecken besser aus. Das haben wir im Training getestet. Das muss man dann vorne beim Sprung umsetzen. Dazu braucht es mehr Sprünge. Das war uns klar. Aber die Pleite von Wattenscheid war uns rätselhaft. Es hat sich nach vielen Gesprächen auch gezeigt, dass der mentale Druck auf Bea immer größer wird. Da muss sie noch ein bisschen Erfahrung reinbringen. Es hängt oft am ersten Sprung.

Auf der anderen Seite ist sie wesentlich konstanter geworden. Ihre reellen Werte, also vom wirklichen Absprung aus gemessen, das hat der Olympiastützpunkt ermittelt, liegen ab 6,40 Meter aufwärts. Nur steht das nicht in den Ergebnislisten. Und man muss bedenken, dass Bea erst seit 2007 in diesem Bereich springt.

Haben Sie denn in den vergangenen Wochen das Gefühl gehabt, etwas falsch gemacht zu haben als Trainer?

Czech: Das ist jedes Jahr so. Auch weil wir viele Dinge abseits des gewohnten Weges machen. Wir probieren mangels wirklicher Konkurrenz hierzulande viel aus. Ich spreche mich aber auch oft mit dem Bundestrainer ab. Der hat viel Erfahrung. Und auch ich war als Athlet selbst im Bundeskader und kenne mich dort ein bisschen aus.

Bea hat erst spät mit dem Krafttraining begonnen. Dafür habe ich viel Kritik erhalten. Aber ich habe erst den Wert auf das Schnelligkeitstraining gelegt. Und bin letztendlich bestätigt worden.

Ist die Saison jetzt für Beatrice Marscheck beendet oder gibt es noch Ziele?

Czech: Wir wollen auf jeden Fall bei den süddeutschen Meisterschaften in Schwäbisch-Gmünd Mitte August starten. Und auch bei einigen Abendsportfesten wird Bea über 100 und 200 Meter und im Weitsprung starten. Sie hat auch keinen Frust. Es hat halt nicht geklappt. In den letzten fünf, sechs Jahren ging es bei ihr immer steil nach oben. Sie hat nie einen Tiefpunkt gehabt. Da muss man ihr auch schon mal eine Situation wie jetzt zugestehen. Das Glück, das sie im vergangenen Jahr mit den 6,73 Metern in Ulm gehabt hat, das hatte sie diesmal nicht. Aber wir werden nächstes und übernächstes Jahr wieder angreifen. Es wird ihre vierte Saison im Spitzenbereich sein. Sie wird dann ein ganz anderes Standing haben. Dabei ist sie noch gar nicht im richtigen Sprungalter. Das liegt so um die 27 Jahre. Deshalb bin ich gar nicht so traurig, dass das am Wochenende nicht so geklappt hat.

 
 

EM-Norm bleibt für Beatrice Marscheck unerreicht - Als 13. nicht für Endkampf qualifiziert

19.07.2010 - GIESSEN

BRAUNSCHWEIG (jth). Unter dem Motto „Von B(erlin) über B(raunschweig) nach B(arcelona)“ fanden im Eintracht Stadion in Braunschweig die 110. deutschen Leichtathletik-Meisterschaften statt. Denn es ging bei der DM auch um die letzten EM-Tickets.

Für Beatrice Marscheck vom LAZ Gießen/SV Garbenteich ging es darum, ihre gezeigten Vorleistungen über 100 m und dem Weitsprung im Feld der nationalen Spitze zu bestätigen und sich dort zu behaupten. Mit der 100 m-Zeit von 12,06 sec lieferte die Sportstudentin keine neue Saisonbestleistung ab, hatte jedoch die ideale Vorbelastung für den Weitsprungwettkampf. Doch der Weitsprungwettbewerb war für die Studentin nicht wie im Vorjahr mit der Vizemeisterschaft die Krönung des Wettbewerbes, denn mit 6,08 m war sie als 13. nicht für das Finale der besten acht Springerinnen qualifiziert.

„Ich hatte eigentlich ein super Laufgefühl. Der Start war optimal, denn ich hatte die beste Reaktionszeit, doch bei 60 m verkrampfte ich ein wenig, kam nicht mehr in Tritt und konnte die entstandene Lücke zur Spitze nicht mehr verringern. Es herrschte ein gewaltiger Gegenwind, es war ein Kampf ohne Ende“, sagte Marscheck. Den Vorlauf gewann Yasmin Kwadwo (TV Wattenscheid) in 11,69 vor Cathleen Tschirch (Bayer Leverkusen/11,92). „Bea hat einen etwas unglücklichen Auftritt im Sprint gehabt, sie ist fit für den Weitsprung“, orakelte ihr Trainer Markus Czech.

Am Sonntag stand der im Vorfeld erwartete Weitsprung-Krimi auf dem Programm. Gleich sechs Kandidatinnen klopfen an die EM-Norm von 6,60 m, die bisher nur von Bianca Kappler zwei mal erfüllt wurde. „Heute geht es um die Wurst. Bea ist gut drauf und wurde noch mal vom HLV-Physio behandelt. Sie kann ihren Vizetitel aus dem Vorjahr verteidigen und sich in der nationalen Spitze etablieren. Erstes Etappenziel ist jedoch in das Finale zu kommen, hierzu ist schon eine Weite von 6,40 von Nöten“, sagte Trainer Czech vor dem Wettkampf.

Doch man hatte den Eindruck, als wäre Braunschweig kein gutes Pflaster für die Studentin des LAZ, denn im ersten Durchgang landete sie nur bei 6,06 m. „Wir haben heute hier mit wechselnden Winden zu kämpfen, auf diese Bedingungen müssen sich alle Athletinnen erst einmal einstellen“, meinte ihr Trainer. Der zweiten Versuch wurde er als ungültig in die Statistik aufgenommen. „Im dritten Versuch hieß es also dann für mich, alles auf eine Karte zu setzen. Was passiert, werden wir sehen“, lautete das Vorhaben von Marscheck. „Kurz vor dem Ablauf kam noch mal eine Windböe auf und ich ging sicherheitshalber einen Fuß zurück, so verschenkte ich aber am Brett 30 cm“, berichtete die Springerin. Ihr dritter Durchgang landete auch nur bei 6,08 m. Der Endkampf war ihr somit als 13. verwehrt geblieben.

„Es war nicht unser Wochenende, wir sind natürlich enttäuscht über das Abschneiden. Jetzt möchte Bea noch mal bei den Süddeutschen ihr Saisonbestleistung von 6,56 m unter Beweis stellen“, gab sich Trainer Markus Czech aber nicht geschlagen.

Den Wettbewerb gewann in einem spannenden Finale, durch den Saisonverzicht von Sophie Krauel (TuS Jena), der deutschen Meisterin von 2008 und 2009, Bianca Kappler (LC Rehlingen), die sich mit 6,59 m klar durchsetzte. Vier ihrer fünf gültigen Versuche hätten zum Titel gereicht. Rang zwei sicherte sich Nadja Käther. Die Hamburgerin sprang im fünften Versuch 6,50 m weit, verpasste damit aber die zweite EM-Normerfüllung um zehn Zentimeter. Gar nicht erst in den Endkampf kam Sosthene Moguenara. Die Wattenscheiderin verließ als Neunte mit 6,21 Metern frühzeitig das Stadion. Da aber keine andere Springerin die EM-Norm schaffte, kann die im Tschad geborene Weitspringerin aber davon ausgehen, mit in Barcelona dabei zu sein. Bronze ging an Melanie Bauschke (LG Nike Berlin, 6,47).

 

 

Zehnkämpfer holen HM-Titel

                                                                               

(jth) Die Hessischen Mehrkampf-Meisterschaften in Darmstadt waren am vergangenen Wochenende, nach der Weltmeisterschaft in Südafrika, das sportliche Großereignis auf hessischer Ebene. Aus heimischer Sicht waren vier Athletinnen und Athleten am Start und  die beiden LAZ-Zehnkämpfer Konstantin Grißmer bei den Junioren und Rouven Höfer im Feld der Aktiven konnten zwei Hessentitel an die Lahn holen.

Im Feld der Schüler A war Clemens Grau vom LAZ Giessen / TSG Lollar einer von 14 Schülern, die das Abenteuer Achtkampf bei einer „Gluthitze“ angehen wollten. „Sein Ziel war es, die Punktzahl vom ersten Achtkampf beim LAZ-Mehrkampfmeeting ( 3258) zu verbessern, so das Trainerteam Andrea Ewald und Erich Gebhardt. Für den Lollarer fing der Wettkampf mit 13,78 sec über die Hürdendistanz an  und im Anschluss lies er den Diskus auf 15,80 m segeln. Im Stabhochsprungwettbewerb steigerte er sich mit 2,40 m zum LAZ-Mehrkampf sehr deutlich und der Speer landete in der letzten Übung des Tages bei 27,17m. Tag zwei startete mit überfloppten 1,30 im Hochsprung und 6,96 m mit der Kugel. Eine neue Bestleistung konnte Clemens Grau dann mit 4,61 m im Weitsprung beisteuern und im abschließenden 1000 m Lauf blieben die Uhren bei 3:21,03 Minuten stehen. „ Clemens ist mit 3308 Zählern Vierter geworden, er stellte dabei vier neue Bestleistungen auf und konnte seine Punktzahl um 50 Zähler steigern. Es fehlten nur sechs Punkte zu Rang drei“ so das Trainerteam. 

Bei den Junioren ging LAZ-Neuzugang Konstantin Grißmer an den Start.  Der Student hatte sich als Ziel gesetzt die 6.500 er Marke zu knacken. Der Wettkampf fing mit 11,37 sec bei leichtem Gegenwind mit der zweitbesten Zeit aller Teilnehmer gut an. Auch mit den 7,05 m im Weitsprung und 12,12 m mit der Kugel lag er im Soll. „ Im Hochsprung zeigte er mit 1,81 eine solide Leistung und die 49,83 sec auf der 400 m Distanz sind spitze, so dass er mit 3678 Zählern und Rang eins in der Juniorenwertung nach dem ersten Wettkampftag abschloss“ so Trainer Czech. Am zweiten Zehnkampftag startete „Konni“ mit 15,83 sec auf der 110 m Hürdenstrecke und schwächeren 33,49 m im Diskuswerfen.. „Im Stabhochsprung hatte ich super Sprünge, doch als Höhe konnte ich nur 3,60 m überqueren, es war ein bisschen Pech dabei “ so Grißmer. Im Speerwurf lieferte er mit 49,10 m ein akzeptables Ergebnis ab und der abschließende 1500 m Lauf sollte nun darüber entscheiden, ob er die 6600 Marke knacken konnte. „Konni ist bei einer Außentemperatur von annähernd 40 Grad eine 4:52,67 min gelaufen. Ein gutes Ergebnis und der Lohn für 6651 Zähler. Bei den Deutschen peilen wir die 6800 Punkte an“ so Trainer Markus Czech. Mit dieser Leistung holte er sich dann auch die Hessenmeisterschaft in der Juniorenwertung vor

Im Feld der Männer zeigte LAZ-Athlet Rouven Höfer seine Mehrkampfqualitäten. „ Mein Wettkampf verlief optimal, denn ich konnte mich deutlich  gegenüber dem LAZ-Mehrkampf  verbessern“ so Rouven über sein Wochenende.

Mit 11,41 sec im Sprint und 6,45 m im Weitsprung lief es trotz einer Fersenprellung optimal an für den Studenten. Nach 12,35m mit der Kugel und übersprungenen 1,75m im Hochsprung zauberte er im abschließenden 400m Lauf, dann eine gute Zeit von 51, 83 sec auf die Tartanbahn und mit 3401 Zählern übernachtete er auf dem ersten Rang der Männerwertung. „Mit 16,92 sec startete er über die Hürden am zweiten Tag optimal und auch mit dem Diskus warf er gute 36,46 m“ so Trainer Markus Czech. Durch die 3,50m im Stabhochsprung und sehr guten 57,39 m im Speerwurf ging es punktemäßig  steil bergauf mit dem Studenten des LAZ Giessen. „ 4:58,09 min über die 1500 m Distanz sind bei dieser Hitze für ihn super und am Ende konnte er mit 6.379 Zählern den Hessentitel im Männerklassement gewinnen. „Rouven´s Ziel, die  6.500 Punkte zu knacken, ist eine Aufgabe für die Deutschen Meisterschaften Ende August in Potsdam. „Mit Adrian Becker, der einen leichte Oberschenkelverletzung hat und deshalb nicht starten konnte und Konstantin Grißmer kämpft das Team um den DM-Titel “,  so Markus Czech.

 

 

LAZ-Staffel schafft DM-Quali

05.07.2010 - GIESSEN

GIESSEN (V). Am Tag vor Beginn der Sommerferien versuchten die vier schnellen Läufer der 4x100m Staffel des LAZ/MTV Gießen bei einem Abendsportfest im südhessischen Riedstadt die Qualifikationsnorm für die Deutschen-Jugendmeisterschaften in Ulm zu erreichen. Wegen Klassenfahrten, Verletzung und andere Belastungen hatten die vier Schüler nicht bei den hessischen Meisterschaften in Neu-Isenburg in den Kampf um Norm und Spitzenplatzierung eingreifen können. Auch ein gemeinsames Staffeltraining war selbst bis zur Fahrt nach Riedstadt fast unmöglich. Dennoch gingen die vier Sprinter, von denen die beiden schnellsten noch der Jugendklasse B angehören, im Vertrauen auf ihre Stärke hoffnungsvoll das Unternehmen „Qualifikation“ an, wollten sie es doch ihren vier schnellen LAZ-Kameradinnen gleichtun, die in Neu-Isenburg dieses Ziel bereits erreicht hatten. Dennis Titow, Costa Laurenz, Issam Ammour und Matis N´Dongo mussten schließlich aber ihr ganzes läuferisches Vermögen auspacken, um nach sehr schlechten Wechseln mit 43,74 Sekunden ihr gestecktes Ziel zu erreichen. Wenn bis zu den „Deutschen“ die Wechsel dem läuferischen Können angepasst werden können, kann in Ulm ein sehr gutes Ergebnis erzielt werden.

 

Lisa Magel holt Hessentitel im Hochsprung -  LAZ-Staffel Zweite

30.06.2010 - NEU-ISENBURG   

(ras). Eine Gluthitze herrschte im Neu-Isenburger Stadion beim zweiten Teil der hessischen Einzel-Meisterschaften und beeinflusste besonders die spät an beiden Wettkampftagen gelegenen Sprintendläufe und Langstrecken. Nach dem starken Auftritt Gießener Athleten in Wetzlar gab es auch in Neu-Isenburg bei der A-Jugend und den A-Schülern viele Titel und Podestplätze. In der Jugend A gewannen Cynthia Schmidt von der LG Erda-Heuchelheim im 100 m Sprint und Lisa Magel vom LAZ Gießen beim Hochsprung.

Den zweiten Titel für eine A-Jugendliche aus dem Gießener Raum gab es am Sonntag. Bereits nach dem Zeitlauf (14,69) über 100 m Hürden sah Lisa Magel wie die sichere Siegerin aus. Im Finale fädelte sie deutlich in Führung liegend an einer Hürde ein, kam dadurch aus dem Tritt, und landete in 16,07 auf dem Bronzerang. Eineinhalb Stunden später hatte die Siebenkämpferin ihren Ärger überwunden und dominierte klar den Hochsprung. Mit 1,71 m qualifizierte sich die Steinbacherin für die deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm und konnte wieder lächeln. »Ich bin die Hürden aggressiv angegangen, und es lief eigentlich gut. Ab der siebten Hürde habe ich aber mehrfach touchiert, und das brachte mich aus dem Rhythmus.« Einen Silberplatz gab es für Magel zudem in der 4x-100-m-Staffel. Die LAZ-Mädels Isabell Pastau, Julia Gerter, Ann-Christin Strack sowie Lisa Magel mussten sich in 48,36 s nur der Startgemeinschaft Wiesbaden-Reisen (47,83) geschlagen geben

 Im Weitsprung sprang Julia Gerter (LAZ) im letzten Versuch mit 5,62 m auf den Bronzeplatz. Hier siegte Gesa Kratsch von der LG Friedberg-Fauerbach (5,79) vor Kyra Buhlmann (5,70) von der LG Eintracht Frankfurt.

Den hochklassigsten Wettbewerb der Meisterschaften lieferte die 22 Mädels der Jugend B über 200 m ab. „Rund 10 Teilnehmerinnen haben Chancen auf das Finale. Da muss man schon im Vorlauf vollen Einsatz laufen,“ bedauerte Cynthia Schmidt. Entsprechend eng wurde es in den Vorläufen, bei denen Lara Matheis (TSG Gießen-Wieseck/25,35) um eine Hundertstel das Finale verpasste. Im Endlauf sah Julia Gerter nach dem Startschuss die rote Karte. „Ich habe ein wenig gezuckt,“ gestand Gerter nach ihrer Disqualifikation. Schmidt und Ann-Christin Strack gingen in diesem Finale ohne Medaillen von der Bahn. Strack wurde in 25,26 Vierte. Nach den Vorläufen Zweite (25,22), musste sich eine entkräftete Schmidt mit Rang fünf (25,80) begnügen. In 24,36 siegte Julia Schaefers (LAV Kassel) und schob sich damit auf Rang sieben der deutschen Jugendbestenliste vor. 

Patricia Bock überzeugt mit kämpferischer Leistung bei Berglauf Jugend-WM in Italien

Das Nachwuchstalent vom LAZ Gießen startete erstmals bei einem Berglauf - und dann gleich im Trikot des DLV!

Der erste Start im Nationaltrikot kam für die Patricia Bock vom LAZ Gießen / TSG Lollar etwas überraschend. Erst eine Woche vor dem Wettkampf erfuhr die B-Jugendliche von ihrer Nominierung für die 5. WMRA (World Mountain Running Association) Youth Team Challenge, der Berglauf-Weltmeisterschaft für Jugendliche in Sauze d’Oulx / Italien (bei Turin) am Samstag den 26. Juni 2010. In der kurzen Zeit war für Patricia natürlich keine vernünftige Vorbereitung auf den Wettbewerb möglich, während sich die meisten ihrer Konkurrentinnen aus neun Nationen schon lange spezifisch auf diese Herausforderung hatten vorbereiten können. Dennoch kam es für die Buseckerin nicht in Frage, diese anspruchsvollen Aufgabe abzulehnen, obwohl es für sie nicht nur der erste internationale Einsatz für den DLV, sondern zugleich auch der erste Berglauf war.

Angesichts dieser Umstände schlug Patricia Bock sich sehr achtbar und kam nach großem Kampf als 32. von 46 gestarteten Teilnehmerinnen ins Ziel. Allein dem Erreichen des Ziels ist schon Respekt zu zollen, mussten doch nicht wenige Läuferinnen auf dem selektiven Kurs das Rennen aufgeben. Beste deutsche Läuferin war Clara Hildt (TV Waldstraße Wiesbaden) auf dem 28. Platz. Weil die dritte deutsche Läuferin leider krankheitsbedingt ausfiel, kam bedauerlicherweise keine Mannschaft zustande.

"Die Strecke war hammerhart, so etwas bin ich noch nie vorher gelaufen", sagte die Nachwuchs­läuferin im Gespräch mit dem Anzeiger. Auch die meisten schnelleren Läuferinnen hätten an den steilsten Anstiegen gehen müssen, so das junge Talent weiter. Kein Wunder, schließlich handelte es sich bei einem Teil des Rundkurses um eine Skipiste, auf der im Jahr 2006 noch die Freestyle Wettkämpfe der olympischen Winterspiele in Turin stattfanden: Fast 200 Höhenmeter waren auf etwa 3,5 km Länge zu bewältigen. Vor Ort hatte die Athletin vom LAZ Gießen zwar die Strecke begutachten, aber natürlich nicht mehr ernsthaft auf dem Gelände trainieren können. Der Start im Nationaltrikot hat Patricia Bock trotz der widrigen Umstände sehr viel Spaß gemacht, sie möchte auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder dabei sein und wird rechtzeitig anfangen, für dieses Ziel zu trainieren.
 

Patricia Bock startet im Nationaltrikot bei der Berglauf – WM in Italien

Patricia Bock vom LAZ Giessen / TSG Lollar ist vom Bundesausschuss-Vorsitzenden „Lauf“ Harald Rösch des Deutschen Leichtathletikverbandes für die 5.WMRA (World Mountain Running Association) Youth Team Challenge Berglauf-Weltmeisterschaft am kommenden Wochenende nominiert worden. Die LAZ-Athletin startet somit erstmalig gemeinsam mit Ihren Teamkolleginnen Clara Hild (TV Waldstraße Wiesbaden) und Franziska Hühn (LG Eintracht Frankfurt ) in  Sauze d’Oulx / Italien (bei Turin) im Nationaltrikot. Die Laufstrecke beträgt 3,5 km und wird einen Höhenunterschied haben. „ Es ist einen Anspruchsvolle Strecke und ich hoffe, dass wir sowohl in der Einzelwertung als auch im Teamwettkampf gut abschneiden werden“ so das Ziel von Coach Reinhold Helder, der die Athletinnen auch bei der WM betreuen wird.

 

Costa Laurenz mit Spikes und Stollen eine echte Granate

24.06.2010 02:00 Uhr - GIESSEN

Von Benni Gössl

GIESSEN (beg). Er kam aus dem Nichts und sorgte gleich für eine große Überraschung. Mit einer ganz starken Zeit von 11,08 Sekunden gewann der „Leichtathlet“ Costa Laurenz den Hessentitel im 100 Meter-Sprint der männlichen B-Jugend - und das als gelernter Fußballer. Große Erfahrung brachte er nicht mit im Leichtathletikbereich, mit seiner beeindruckenden Leistung bei der Hessischen Meisterschaft in Wetzlar weckte der 16-Jährige aber Begehrlichkeiten. Für die heimische Leichtahletik-Szene ist ein solcher Rohdiamant ein Segen. Schon in den Vorläufen sorgte der drahtige Sprinter für Furore.

Zwei Mal legte er die Bestzeit hin. Im ersten 100 m-Lauf ging er mit einer Zeit von 11,24 Sekunden als Erster durchs Ziel, den Zwischenlauf absolvierte er in 11,23 Sekunden - ebenfalls der Bestwert. Volker Clarius, Leichtathletik-Abteilungsleiter des MTV 1846 Gießen, für den der Nachwuchssportler an den Start ging, ist von dem Talent des Lang-Gönsers begeistert. „Aus kalter Hose auf 11 Sekunden, das ist Wahnsinn“, erklärt Clarius voller Euphorie. Er und sein Verein wollen Laurenz natürlich für ihren Sport gewinnen. Einziges Problem: Der Schüler der Anne-Frank-Schule Linden ist zudem ein sehr talentierter Fußballer und stürmt mit ebenfalls sehr viel Erfolg für die B-Junioren der TSG Wieseck in der Hessenliga, der höchsten Jugendspielklasse auf Landesebene.

Per Zufall zum Sprint

Parallel sind die zwei Sportarten nur schwer zu betreiben, die geforderten Leistungen verlangen nach einer Entscheidung. Bei zwei Schulwettkämpfen, an denen Costa Laurenz erfolgreich teilnahm, wurden die MTV-Verantwortlichen um Clarius aufmerksam. „Wir wollen versuchen, dass er die Saison soweit wie möglich mitmacht und für unser LAZ Gießen Stadt und Land startet“, sagt der Abteilungsleiter. Startberechtigt ist das Nachwuchsjuwel sowohl in der B- als auch in der A-Jugend. In den Einzelwettbewerben soll Laurenz bei den B-Junioren laufen, bei den Staffelwettkämpfen in der A-Jugend.

Fußball oder Leichtahletik

Bis dahin kommt aber noch viel Arbeit auf den zurückhaltenden, ja fast schüchternen jungen Mann zu. Sein Interesse, weiterhin im Sprint an den Start zu gehen ist auf jeden Fall vorhanden. Das sagte er schon nach dem Endlauf und dem Titelgewinn im Gespräch mit dem Gießener Anzeiger. Wie seine sportliche Zukunft konkret aussieht, ob in Stollen- oder Sprinterschuhen, auf grünem Rasen oder auf roter Asche oder Tartan, steht noch nicht endgültig fest. Sein großes Potenzial Talent hat er auf jeden Fall schon in beiden Sportarten nachgewiesen. Spätestens nach seinem Auftritt in Wetzlar wird er sich wohl dem Werben aus beiden Lagern gegenübersehen.

 

 

Sensationeller Auftritt von Laurenz Costa

     

22.06.2010 -WETZLAR

(ras). Selten war der Gießener Raum bei hessischen Leichtathletik-Meisterschaften so erfolgreich wie am Wochenende in Wetzlar. Durch die dreifache Titelgewinnerin Beatrice Marscheck sowie Adrian Becker, Laurenz Costa, Ann-Christin Strack und Julia Gerter gingen sieben Titel an Athletinnen und Athleten des LAZ Gießen.

Bei den Aktiven und Trainern aus dem Gießener Raum sah man nur zufriedene Gesichter. Beatrice Marscheck erkämpfte als einzige Teilnehmerin in Wetzlar drei Titel. Die Garbenteicherin lief über 100 m in 11,98 locker die schnellste Zeit der 27 Vorlauf-Teilnehmerinnen. Im Zwischenlauf sprintete sie bei 0,9 m/s Rückenwind mit 11,69 eine Zeit, die aktuell Platz neun der deutschen Bestenliste bedeutet. Im Finale ließ die 24-Jährige den weiteren Medaillengewinnerinnen Katharina Hoffart (LG Odenwald/12,21) und der noch A-Jugendlichen Chantal Buschung (Wiesbaden/12,25) keine Chance und stürmte nach 11,84 über die Ziellinie.

Schon im Vorfeld der Meisterschaften sah Trainer Markus Czech dem Weitsprung mit gemischten Gefühlen entgegen: „Bea ist gut drauf und ich erwarte über 100 m eine Zeit unter 10,80. Aber mit der Renovierung des Wetzlarer Stadions ist die Weitsprunggrube vor der Tribüne weggefallen. So wird vermutlich die windanfällige Anlage im Westbogen benutzt. Hier gab es bei viel Wind nur selten herausragende Weiten.“ Die Aussage von Czech wurde in den von böigem Gegenwind geprägten Wettbewerben bestätigt. Marscheck sprang im dritten Versuch ihre Tagesbestweite von 6,18 m und beendete nach 6,03 m im vierten Durchgang die Disziplin, um sich auf das 100 m Sprintfinale vorzubereiten.

Auch am Sonntag war die LAZ-Athletin erwartungsgemäß über 200 m nicht zu schlagen. Nach 24,28 im Vorlauf, gewann die Lehramtsstudentin in 24,07 das Finale vor Christiane Klopsch (24,24) von der LG Friedberg-Fauerbach. Für Czech war klar, „Beatrice hätte im 200 m Vorlauf deutlich unter 24 Sekunden laufen können, denn die letzten 40 m ist sie nur ausgetrabt. Im Finale zeigte sich, dass Bea derzeit wegen der Trainingsausrichtung keine zwei Topläufe binnen zwei Stunden abliefern kann.“

Silber bei den Frauen gab es für die A-Jugendliche Lisa Magel. Die Siebenkämpferin vom LAZ begann den Hochsprung fehlerfrei bei 1,60. Die Steinbacherin bewies Nervenstärke und übersprang nach 1,63 ohne Fehlversuch die 1,66 im dritten Durchgang. Den Titel gewann Bianca Schmid von der LG Friedberg-Fauerbach mit 1,84 m.

Premiere für Becker

Bei den Männern setzte sich Adrian Becker vom LAZ Gießen erstmals bei einem Weitsprungwettbewerb der Aktivenklasse gegen Remigius Roskosch (Heppenheim, 7,02) durch und siegte mit 7,09 m. Mit Fassung trug der Troher seine Disqualifikation beim 100 m-Hürdenfinale, denn weder von den Zuschauern noch seitens der anderen Finalisten war ein Frühstart von Becker erkennbar. So ging der Sieg an Sven Medenbach (15,04) von der LSG Goldener Grund, vor Konstantin Grißmer (LAZ Gießen, 15,62), der sich bei brutalem Gegenwind von 3,0 m/s zusätzlich Bronze mit 6,79 im letzten Weitsprungversuch erkämpfte.

Sensationell war der Auftritt von Laurenz Costa über 100 m der männlichen Jugend B. Der bis dahin nur im heimischen Fußball bei der TSG Wieseck aktive Schüler der Anne-Frank-Schule Linden, gewann nach den Bestzeiten im Vorlauf (11,24) und Zwischenlauf (11,23) den Hessentitel in 11,08. Qualifiziert hatte sich Costa zwei Wochen zuvor in Wetzlar beim Schulvergleich auf Regionsebene bei „Jugend trainiert für Olympia“, worauf Elmar Knappik als Leichtathletiktrainer der TSG dem Schüler Jahrgang 93 empfahl, einen Startpass beim LAZ Gießen zu beantragen, um adäquate Trainingsgefährten zu haben. „Vor rund vier Jahren habe ich beim LSC Bad Nauheim etwas in die Leichtathletik hinein geschaut. Die beiden Schulwettkämpfe in Lollar und Wetzlar haben wieder mein Interesse geweckt“, sagte der leichtathletische Rohdiamant nach dem Endlauf.

Bereits im Vorfeld der Meisterschaften stand fest, ein Sieg in den Sprints über 100 m und 200 m der B-Jugend führt nur über Cynthia Schmidt von den TSF Heuchelheim oder Ann-Christin Strack vom LAZ Gießen. Ihre Vorläufe auf der Sprintgeraden gewannen beide in jeweils 12,36. Im Zwischenlauf lieferte Schmidt eine Zeit von 12,29 ab, während Strack (12,24) sich strecken musste, um Theresa Schacht (12,26) von der LG Reinhardswald in Schach zu halten. Im Finale siegte Schmidt mit Saisonbestleistung in 12,08 vor Strack, die in 12,22 zum dritten Mal an diesem Tag eine neue persönliche Bestleistung über die 100 m aufstellte.

Der Zweikampf fand über 200 m seine Fortsetzung. Beide bestritten den selben Vorlauf und befolgten die Aufforderung des hessischen Sprintkadertrainers Dominic Ulrich (Heppenheim), „aggressiv um die Kurve, und dann ausrollen lassen.“ Im Finale ging es richtig zur Sache. Beide Sprinterinnen erreichten mit klarem Abstand zur Konkurrenz parallel die 100 m-Startlinie, dann setzte sich Ann-Christin Strack kontinuierlich in Front und gewann in 24,87. Schmidt erkämpfte in persönlicher Bestzeit von 25,25 Silber. Mit ihrer Siegeszeit verbesserte die Ostschülerin Strack deutlich den bisherigen Gießener Kreisrekord von 25,44, welcher von Beatrice Marscheck 2001 in Ulm aufgestellt wurde.

Mit Gold belohnt wurde auch Julia Gerter. Die noch 15-Jährige steigerte sich direkt nach Rang zwei im Hürdensprint (14,82) im letzten Weitsprungversuch von zuvor 5,55 m auf die Siegesweite von 5,75. Voller Lob war Trainer Czech bezüglich der beiden LAZ-Mädels aus der B-Jugend: „Anni war mental Spitze und zeigte im 200 m-Finale das Toprennen ihrer bisherigen Saison“, und ergänzte, „Ähnliches gilt für Julia Gerter. Julia ist durch das Hürdenfinale noch mal richtig warm geworden und bewies in ihrem letzten Sprung nicht nur das schon lange bekannte Talent, sondern zeigte auch tolle Konzentration und Nervenstärke.“

 

 
 

Christopher Nagorr & B-Schüler-Team sind Hessenmeister

13.06.2010 - BAD HOMBURG

Die Mannschaft wurde mit 6.769 Punkten Hessischer Meister (Nico Gremm, Julius Grau, Christopher Nagorr) und stellte gleichzeitig den Kreisrekord ein (Fünfkampf  5374 LAZ Gießen Stadt und Land 26.04.2008 Gießen). Weiterhin erreichte Christopher Nagorr mit 2.275 Punkten den Hessenmeistertitel mit herausragenden Leistungen und persönlichen Bestleistungen über 60 m Hürden (10,15 sec.) sowie über 75 m (10,34 sec.). Vor der letzten Disziplin, dem 1.000 m Lauf, führte Christopher knapp mit 10 Punkten vor Severin Zentraf vom TV Dipperz. Den spannenden letzten Lauf konnte Severin zwar für sich entscheiden, doch dank eines furiosen Endspurts konnte sich Christopher Nagorr mit einem Vorsprung von 3 Punkten den Hessenmeistertitel sichern. Gleichzeitig  verbesserte er seinen in Flieden aufgestellten Kreisrekord nochmals um 90 Punkte.
Nico Gremm erzielte in seiner Altersgruppe M13 einen sehr guten 7. Platz mit herausragenden Sprintzeiten jeweils unter 10 sec. über die Hürden und 75 m. Julius Grau wurde in der Altersgruppe M12 fünfter mit persönlichen Bestleistungen  im Weitsprung, über die 60 m Hürden sowie im 75 m Sprint.

 

Issam Ammour sprintet 11,03 sec

09.06.2010 - WETZLAR

Der B-Jugendliche Issam Ammour ( LAZ / MTV Giessen) sprintete sich bei regulären Windverhältnissen mit 11,03 sec am Abendsportfest der LG Wetzlar in die hessische Spitze vor, denn in der letztjährigen Hessischen-Bestenliste hätte er damit den vierten Rang belegt. Mit der erzielten Zeit hat er auch die Norm für die Deutschen-B-Jugendmeisterschaften in Ulm ( 11,30 sec.)  am 6 -8. August sowie für die Süddeutschen B-Jugendmeisterschaften ( 11,50 sec.) in Schwäbisch Gmünd am 21-22. August  erreicht.

männliche Jugend B - Finale Wind:  I:+0,7  /  II:+0,7  /  III:+0,7  /  IV:+0,7
Rk. StNr. Name Jg. Nat. Verein Leistung  
1. 13 Ammour Issam 1993   LAZ Gießen 11,03 1./II
2. 94 Thiel Patrick 1994   LGA Rotenburg Bebra 11,35 1./III
3. 2 Daum Tobias 1993   ASC Darmstadt 11,55 2./IV
4. 27 Trenk Steffen 1994   LG BSN 11,68 6./III

 

 

LAZ Gießen sprintet Kreisrekord

10.06.2010

Mannschafts-Meisterschaften: B-Schüler weiter auf Kurs

GIESSEN (ras). Bei den leichtathletischen Mannschafts-Meisterschaften, im Schülerbereich DSMM genannt, traten im Wetzlarer Stadion Vereine aus Gießen und Wetzlar in verschiedenen Gruppen an, die sich in der Anzahl der doppelt zu besetzenden Disziplinen unterscheiden. Aber nur in der Gruppe eins, die alle altersgerechten Basis-Disziplinen berücksichtigt, wird Anfang September ein Landessieger zwischen den jeweils sechs punktbesten Vereinen ermittelt. Beste Chancen zu diesem Hessenfinale haben die B-Schüler des LAZ Gießen, die in Wetzlar einen neuen Kreisrekord in der Staffel aufstellten.

Als einziges Team trat das LAZ bei den B-Schülern in der Gruppe eins an. „Unser Ziel ist das Hessenfinale. Dazu müssten rund 6000 Punkte reichen, “ sagte ihre Trainerin Andrea Ewald zu Wettkampfbeginn. Mit 6233 Punkten erfüllten die 11- bis 13-Jungs voll die Erwartungen. Allen voran das Staffelquartett mit Marcel Jeschke, Nico Gremm und Julius Grau, das in 40,51 Sekunden über 4 x 75 m den bestehenden Kreisrekord aus 2002 um 24/100 Sekunden verbesserte. Richtig schnell zeigte sich Gremm zudem auf der 75-Meter-Sprintgeraden (9,92) und über 60 m Hürden, die er in 10,15 bewältigte. In den Sprungdisziplinen imponierte Julius Grau, der die Hochsprunglatte inklusive 1,46 m überquerte und in der Weitsprunggrube mit 4,76 m gemessen wurde. In der auf vier Disziplinen reduzierten Gruppe zwei gewann die LG Aßlar-Werdorf (3170) vor der TSF Heuchelheim, die 2943 Punkte erzielte. Die meisten Punkte für die TSF erkämpfte Moritz Horn im Sprint (10,37) und mit 4,59 m im Weitsprung.

Bei den Schülern A der Gruppe 2 musste sich die LGLO (7598) dem TV Burgsolms (7613) knapp geschlagen geben. Für die Langgönser erkämpften Niklas Peppler im Hochsprung (1,68), sowie Felix Repp über 80 m Hürden (12,14) und im Weitsprung (5,85) wertvolle Punkte. Zudem wuchtete Lucas Heinz die Vier-Kilogramm-Kugel auf achtbare 11,30 m.

Bei den C-Schülern der Gruppe eins dominierte erwartungsgemäß der TSV Nauborn mit 4693 Punkten. Kaum eine Chance, die Runde der besten sechs Teams zu erreichen, hat mit 3728 Punkten das LAZ Gießen. Ohne Punkte in der Staffel blieb die LGLO (1891), die mit ihren neun- bis elfjährigen Jungen in der Gruppe zwei antrat.

Als einziges Team trat die STG Buseck-Linden bei den Schülerinnen A in der Gruppe eins an und erkämpfte 8406 Punkte. Mit 13,03 sprintete Luca Helen Schmitt über 100 m das punktbeste Einzelergebnis (559) der Startgemeinschaft. Gewohnt stark zeigte sich Carolin Schmeel auf der 800-Meter-Strecke. Vom Start weg setzte sie sich vom Feld ab und gewann souverän in 2:30,13. Von den anderen Mädels des Teams lautstark bejubelt wurde der Hochsprung von Charlotte Urra, die mit übersprungenen 1,51 m wertvolle 511 Punkte ablieferte. Herausragend auch der Speerwurf von Alexa Peusch, die mit 31,83 m persönliche Bestleistung warf. In der Gruppe zwei startete die LG Langgöns-Oberkleen. Bei insgesamt 7445 Punkten imponierte aus der LGLO-Truppe Lisa Mayer über 100 m (12,97) und mit herausragenden 5,33 m im Weitsprung. In sechs Disziplinen wird die Gruppe drei bei den A-Schülerinnen ausgetragen. Hier startete das LAZ Gießen und erzielte 4646 Punkte. Die besten Leistungen der Gießener erzielten Lina Schäfer (2:35,69) und Paula Bodenstedt (2:36,71) jeweils über 800 m.

 

 

Marscheck mit 6,68 m in Heppenheim -  jedoch mit zu starkem Rückenwind

 03.06.2010 - HEPPENHEIM

(jth) Beatrice Marscheck ( LAZ Giessen / SV Garbenteich) nahm an Fronleichnam am Weitsprungmeeting um den Hans Baumgartner Pokal in Heppenheim teil und sprang erstmalig mit 6,68 m über die EM-Norm von 6,60 m. Leider war der Rückenwind zu stark, so dass die Leistung keine Anerkennung findet. Das Regelwerk lässt nur Leistungen mit einem Rückenwind von maximal zwei Metern  pro Sekunde zu.

Hans Baumgartner der bei den Olympischen Spielen 1972 in München die Silbermedaille im Weitsprung gewann (8,18m-), stiftetet erstmalig im neuen Starkenburg – Stadion den Siegerpokal. Er nahm auch an den Olympischen Spielen 1976 im Weitsprung teil, jedoch ohne Medaillenerfolg ebenso wie bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 1971 und 1974. In den Jahren von 1971 bis 1974 gewann Baumgartner viermal die Deutsche Meisterschaft im Weitsprung. 1970, 1976 und 1977 wurde er jeweils Dritter. Den DLV-Rekord hingegen musste er seinem stärksten nationalen Konkurrenten, Josef Schwarz, überlassen.

„Wir sind sehr zufrieden, denn Beatrice hat hier die nationale Spitze besiegt und eine sensationelle Serie mit 6,68 m – 6,36m -6,48m- 6,58m und 6,21 m  abgeliefert. Die Sprünge waren alle super, jedoch zum Teil mit einem Rückenwind von bis zu 5 m pro Sekunde. Es ist nun nur eine Frage der Zeit bis sie die DLV – Norm offiziell knackt “ so Trainer Markus Czech.

Im letzten Versuch, der leider ungültig war, hatte sie einen Weite jenseits ihrer Bestweite von 6,73 m erzielt. „ Der Olympiastützpunkt hatte den Versuch auf eine Sprungweite  von mehr als 6,80 vermessen. Leider war er mit zwei Zentimetern ungültig gewesen und der Rückenwind wäre auch viel zu stark gewesen. Es ist nicht leicht die Sprünge bei extremen Rückenwinden zu gestalten und zu koordinieren “ so der Trainer.

Die nächste Möglichkeit die Europameisterschaftsnorm zu erfüllen  hat die Lehramtsstudentin am 12. Juni beim Springermeeting in Dillingen. Hier konnte sich Beatrice vor zwei Jahren erstmalig mit 6,62 m in die nationale Spitze springen. „ Dillingen ist ein gutes Pflaster für mich, hier versuche ich die DLV-Norm von 6,60m  erstmalig zu knacken “ so Marscheck.

 
 

Marscheck mit 6,43 m in Wesel

30.05.2010 - WESEL

(jth) Beatrice Marscheck kehrte am Sonntag an die Wirkungsstätte nach Wesel zum internationalen Springermeeting zurück. Hier hatte sie im vergangenen Jahr mit 6,73 m die WM-Norm schaffte und zugleich einen neuen Hessenrekord aufstellt. Einen Tag  nach  den Deutschen-Hochschulmeisterschaften, bei denen sie zwei Titel gewinnen konnte war es der nächste Versuch für die EM-Norm von 6,60 m.

„ Die Bedingungen waren im Vergleich zu den Hochschulmeisterschaften katastrophal, denn es war windig und kalt und der Regen zeigte sich auch das ein oder andere mal. Für Beatrice war der Wettkampf sehr wichtig, denn durch die Doppelbelastung Samstag/Sonntag gewinnt sie an Wettkampfhärte“ so Trainer Markus Czech.

Beatrice Marscheck kam in diesem Jahr nicht so richtig in Fahrt beim traditionellen Weitsprungmeeting, denn der Wettkampf startetet für die Lehramtsstudentin mit 6,09 m und einem zweiten Durchgang mit 6,28 m. Im Jahr 2009 gelang ihr dann im dritten Durchgang die Weite von 6,73m. In diesem Jahr erzielte sie im vierten Durchgang mit 6,43 m ihre Tagesbestweite. Im letzen Versuch setzte sie dann noch mal alles auf einen Karte. „ Im vorletzten Versuch hatte sie deutlich verschenk, so dass ich sie 1,5 Fuß nach vorne geholt habe. Bea war somit nun sehr eng am Brett und der Körperschwerpunkt war optimal getroffen, doch leider konnte sie den Sprung nicht bis zum Ende durchhalten. Ihr fehlt hier immer noch die Sprungerfahrung “ so Trainer Markus Czech. „Ich habe im mittleren Anlaufteil das Tempo verringert somit war ich nie auf dem Brett. Im Verhältnis zu meinen letzen Regenwettkämpfen bei der WM in Berlin und in Bad Langensalza habe ich mich schon deutlich steigern können. Die Duschschnittsweite bei schlechte Bedingungen wird besser “ so Beatrice Marscheck. Die nächste Chance auf die E-Norm bekommt die Garbenteicherin an Fronleichnam beim Hans Baumgartner Pokal in Heppenheim. Der Vizeolympiasieger von München 1972  mit 8,18 m und dreimaliger Europameister ist Ausrichter des nächsten DLV-Normwettkampfes.

Den Wettkampf in Wesel gewann Nadja Käther ( Hamburger SV) mit neuer Bestleistung von 6,66m und hat sich somit in den Kreis der EM-Anwärterinnen katapultiert. Die 21-Jährige war von ihrem Sprung nicht sonderlich überrascht: „Mein Trainer und ich hatten mit einer solchen Weite gerechnet. Ich hatte bereits aus dem Trainingslager gute Zubringerwerte.“ Auch die äußeren Bedingungen machten ihr wenig aus: „Ich bin nicht so regenempfindlich. “Selbstbewusst blickt sie nun auf die kommenden Wochen, in denen es für sie um das Ticket nach Barcelona (27. Juli bis 1. August) geht: „Das war noch nicht das letzte Wort.“ Zweite wurde WM Starterin Melanie Bauschke ( LG Nike Berlin / 6,58m) und dritte Bianca Kappler ( LC Asics Rehlingen / 6,49m).

 

 

Becker und Marscheck mit „Tripel“

29.05.2010 - FRIEDBERG/GIESSEN

(jth) Beatrice Marscheck und Adrian Becker vom LAZ Giessen  gelangen bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften in Friedberg die ersten „Kracher“ der Saison, denn die Studierenden der Justus-Liebig-Universität Gießen, die für die Wettkampfgemeinschaft Gießen ( Uni + FH) am Start waren, holten sich das „Tripel“.  Beatrice Marscheck holte sich mit 6,53 m im Weitsprung was zugleich neuer deutscher „ADH-Freiluft-Rekord“ bedeutete und im Anschluss mit 11,80 sec im 100 m Finale den DM-Titel und Adrian Becker sicherte sich mit 7,30 m im Weitsprung überraschend seinen ersten Hochschulmeistertitel.

Knapp verpasst hat die Garbenteicherin jedoch die EM-Norm, denn zum zweiten Mal kam die Studentin der WG Gießen mit 6,53 Meter ganz nah ran, an die vom DLV geforderten 6,60 Meter - aber eben nicht drüber. "Das ist schon ärgerlich", sagte ihr Trainer Markus Czech nach dem Wettkampf, "Sie hatte die Weite locker drauf. Wir warten jetzt auf den Ausreißer. Erfreulich ist jedoch, dass Bea diese Weiten nun permanent anbieten kann".

Nach Titel Nummer eins im Weitsprung folgte zudem Titel Nummer zwei über 100 Meter. In 11,80 Sekunden gewann Beatrice Marscheck Gold, und mit dieser schnellen Zeit war sie dann auch "voll zufrieden". „ Nach den Saisoneinstand in Pliezhausen dachte ich schon, dass ich eine Zeit Ende der siebzig laufen kann. Der Vorlauf mit 12,01 sec war daher enttäuschend, doch das Finale war viel besser. Es war keine Hektik wie im Vorlauf, denn die Kombination Weitsprung / 100 m ist immer ein Vorbereitungsproblem“ so die Doppelsiegerin.

Den Überraschungs-Coup des Tages landete in Friedberg jedoch der Troher Mehrkämpfer Adrian Becker vom LAZ Giessen / TV Gr.-Buseck, denn im letzten Sprung erreichte er mit neuer persönlicher Bestleistung von 7,30 m seinen ersten großen Titel im Aktivenbereich. Der Lehramtsstudent steigerte sich von Versuch zu Versuch und knackte im fünften Durchgang mit 7,19 m bereits zum zweiten mal die siebener Marke. Bis zu diesem Zeitpunkt lag jedoch noch Philipp Imhof ( WG Köln ), der eine Woche zuvor in Weinheim mit 7,71 m überzeugen konnte, mit 7,28 m in Front. „ Im Vorfeld hatte ich mir einen Weite um die 7,30 m als Ziel gesetzt. Die Anlaufzeiten waren nicht so optimal. Ich konnte mich von Sprung zu Sprung verbessern und als dann im letzten Versuch die positive Stimmung der Zuschauer überschwappte, bin ich einfach angelaufen und abgesprungen. Dass ich mein Ziel auf den Punkt genau getroffen habe, ist super und eine große Motivation für die Saison“ so Becker nach dem Erfolg. Vereinskollege Konstantin Grißmer landete mit 6,88 m ebenfalls auf einem guten siebten Rang und bescherte der WG Gießen somit zwei Endkampfplatzierungen. Auch Trainer Markus Czech war vollen Lobes „ bei Addi waren die 7,30 schon lange fällig, denn seine alte Bestmarke vom Länderkampf in Bern aus dem Jahr 2006 lag bei 7,21m und auch Konny ist auf dem Weg in  Richtung der siebener Marke“.

Nastasia Lich ( LG Eintracht Frankfurt ) die ebenfalls für die WG Gießen am Start war sicherte sich im Speerwurf der Studentinnen eine Bronzemedaille mit 36,99 m. Im 100 m Hürdenlauf konnte sie einen fünften Rang in 14,47 sec hinzufügen und im Weitsprungwettbewerb erreichte sie mit 5,43 m einen achten Platz. 

Der Giessener – Student Marco Kornrumpf von LG Neu-Isenburg Heusenstamm ging in Friedberg über die 1500 m Distanz an den Start und sicherte sich mit 3:56,96 min einen guten fünften Rang in der Konkurrenz. Tags darauf sicherte sich er im 800 m Finale mit 1:55,91 min den fünften Rang. Nils Dudenhöfer ( LG Wetzlar ) erreichte nach 23,30 sec im Vorlauf das B-Finale und steigerte sich hier auf 23,09 sec, was am Ende Rang vier bedeutete. Adrian Becker ging am zweiten Wettkampftag noch im 110 m Hürdenlauf an den Start, wo er mit 15,07 sec als vierter nur knapp an einer Medaille vorbeischrammte.

Den Abschluss der Deutschen-Hochschulmeisterschaften bildeten die 4 x 100 m Staffeln. Bei den Studentinnen konnte die WG Gießen in der Besetzung: Katharina Eberling, Nastasia Lich, Laura Merten und Nina Sänger den siebten Rang in 51,40 sec hinter den Siegerinnen der Uni Paderborn ergattern. Das Sahnestückchen des zweiten Wettkampftages erreichten jedoch die 4 x 100 m Sprintstaffel der WG Gießen, denn in der Besetzung: Adrian Becker, Peter Seel, Bruno Philipp Gärtner und Nils Dudenhöfer holte sich das Quartett den DM-Titel in der Zeit von 42,47 sec vor der Uni Jena  (42,75 sec) und der Uni Tübingen ( 43,08 sec) .

 

 

Adrian Becker im „Club der 7000 er “ aufgenommen

(jth)  Man hatte fast den Eindruck, als wäre man im Mehrkampf-Mekka Götzis oder Ratingen, denn die Stimmung, Organisation sowie die gezeigten Leistungen der Athletinnen und Athleten  waren zum Mehrkampfsaisoneinstand beeindruckend. Das LAZ Gießen Stadt und Land um seinen Vorsitzenden Eckhard Paul, hatte im Stadion West mit 62 Athletinnen und Athleten ein kleines, aber feines Mehrkampfmeeting über zwei Tage organisiert. „Wir hatten Teilnehmer aus Göttingen, Kassel, Frankfurt, Twiste und Darmstadt. Unsere Veranstaltung wird somit weit über die Grenzen von Gießen hinaus angenommen, ein Indiz für eine tolle Familiäre-Veranstaltung “ so der LAZ-Boss.  Aus überregionale Sicht gesehen war der neue Hessenrekord im Stabhochsprung der Schüler M 15 von Fabian Christ  ( LG Eintracht-Frankfurt) das Mehrkampf-Highlight. Mit 4,40 m knackte er die von Ulrich Lehl (Usinger TSG) aus dem Jahre 1985 gehaltene Bestleistung von 4,31m sehr deutlich.

Adrian Becker vom LAZ Giessen / TV Gr.-Buseck und Julia Gerter LAZ Giessen / SV Garbenteich, waren die dominierenden Athleten der zweitägigen Mehrkampfveranstaltung aus heimischer Sicht, denn beide sicherten sicher die DM-Qualifikation. Der Lehramtsstudent Adrian Becker ist zudem im Club der „7000 er“ aufgenommen worden, denn mit 7031 Punkten erzielte er neue Bestleistung und knackte erstmalig die Schallmauer der 7000 Punkte im Männer-Zehnkampf.

„Es lief nicht in allen Disziplinen optimal, doch im Weitsprung, Stabhochsprung und im Hochsprung habe ich die Grundlagen für den Erfolg gelegt“ so Becker. Er startete mit 11,18 sec im 100 m Lauf und sprang im Anschluss 7,17 m weit. „ Mit 7,00 – 7,11 und 7,17 m hatte ich eine super Serie so der Grundschul-Lehramtsstudent“

Im Kugelstoßen blieb er dann jedoch mit 11,70m unter seinen Erwartungen, fand aber im Hochsprungwettbewerb recht schnell zu alter Stärke zurück und überfloppte nach langer Zeit wieder einmal 1,90m. Abschließende  51,67 sec im 400 m Lauf waren ein weiteres gutes Resultat des ersten Tages. Der zweite Wettkampftag begann mit 15,23 sec auf der 110 m Hürdenstrecke  und einer ausbaufähigen Diskuswurfleistung von 33,97m sowie übersprungenen 4,20 m im Stabhochsprung, was neue persönliche Bestleistung bedeutete. „Mit 56,72 m konnte Addi im Speerwurf dann gegen Ende des Zehnkampfes noch einmal überzeugend. Er ist auf einem guten Weg und kann nun die Deutschen-Mehrkampfmeisterschaften anpeilen.“, so sein Coach Volker Clarius, der ihn  für seinen etatmäßigen Trainer Markus Czech vertrat. Erfreulich ist von dem Mehrkampfmeeting zu berichten, dass der LAZ-Ehrenpräsident Volker Clarius im Trainergeschäft zurück ist. Es ist bewundernswert, wie der Vater der ehemaligen Spitzensiebenkämpferin Birgit Clarius mit den Zehnkämpfern umgegangen ist. „ Die zwei Tage mit Volker haben uns allen riesen Spaß gemacht. Er hat eine unheimliche Erfahrung und Wettkampfkompetenz “ so Adrian Becker am Ende des 1500 m Laufes, den er in 4:55,15 min absolvierte. LAZ-Vereinskollege Konstantin Grißmer sicherte sich in seinem ersten Zehnkampf für das LAZ Giessen ebenfalls mit 6471 Zählern die DM Norm. Seine Stärken lagen an den beiden Tagen auf der 400 m Distanz in 51,07 sec sowie 34,96 m mit der Diskusscheibe und 50,66 m im Speerwurf. Der dritte im Bunde Rouven Höfer konnte leider nach einer Muskelverhärtung im 400 m Lauf den Zehnkampf nicht vollständig beenden. „ Seine Chance für die DM-Quali wird er bei den Hessischen in Angriff nehmen“ so Volker Clarius.

 

Im Feld der weiblichen Jugend B konnte LAZ-Neuzugang Julia Gerter  ( LAZ / SV Garbenteich) mit erzielten 4569 Punkten sicher zum Saisoneinstand die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften einfahren. „ Julia hatte einen Zeh gebrochen, dass sie nun schon wieder in der Lage ist hier den Siebenkampf an beiden Tagen zu absolvieren, ist schon bemerkenswert“ so Trainer Philipp Schlesinger. Die Schülerin des Weidig - Gymnasiums startete mit 14,75 sec im 100 m Hürdenlauf und überfloppte danach 1,50 m.  Es folgten 9,24m mit der Kugel und 12,79 sec im abschließenden  100 m Sprint. Tag zwei begann mit 5,38 m im Weitsprung und 29, 33 m im Speerwurf. In der letzten Disziplin, dem 800 m Lauf zeigte sie mit 2:32,79 min noch einmal gute Kämpferqualitäten und sicherte sich so verdient den Tagessieg sowie die DM-Norm. Auf dem sechsten Rang im Klassement konnte sich Tabea Köhler ( LG Wettenberg) mit 3729 Punkten vor Victoria Münch ( Sportfreunde Burkhardsfelden / 2951 Punkte) platzieren, die achte wurde.

 Bei den Schülerinnen A, W 15 sicherte sich Alexa Peusch von der TSG Alten-Buseck mit 3101 Zählern den Kreismeistertitel vor Vereinskollegin Charlotte Urra mit 3040 Zählern und Anna Bößendörfer ( ASC Licher-Wald / 2979 Punkte). Alexa Peusch überzeugte vor allem im Weitsprung mit 4,72 m sowie einem ausgezeichneten Speerwurfresultat von 29,28 m, was zugleich auch ihr bestes Einzelresultat war. Bei den jüngeren Schülerinnen W 14 ging der Sieg in der Kreiswertung ebenfalls an eine Athletin der TSG Alten-Buseck. Es konnte sich hier Janna Muscheid mit 2939 Punkten gegen ihre Vereinskollegin Johanna Schubert ( 2856) durchsetzen.

Bei den A-Schülern M 15 konnte sich Pierre Brück ( Sportfreunde Burkhardsfelden ) mit 3010 Zählern in Szene setzen und bei den jüngeren Schülern M 14 Clemens Grau vom LAZ Giessen / TSG Lollar mit 3258 Punkten. Pierre Brück hatte sein bestes Tagesergebnis im abschließenden  1000 m Lauf mit 3:17,34 min den Zuschauern angeboten. Clemens Grau überzeugte im Weitsprung mit 4,52 m sowie ebenfalls im 1000 m Lauf in 3:23,52 min.

 

 

Marscheck zufrieden mit Saisoneinstand

(jth) Die Kurpfalz-Gala in Weinheim stand am Pfingst-Samstag im Fokus der besten deutschen Weitspringerinnen, denn für den ersten EM-Testwettkampf des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) hatten sich bei den Frauen gleich einige der bekannten Namen angesagt. Die WM-Starterinnen Bianca Kappler (LC Asics Rehlingen), Melanie Bauschke sowie Beatrice Marscheck ( LAZ Gießen / SV Garbenteich) nahmen einen ersten Anlauf auf die vom DLV als A-Norm für die EM in Barcelona (26. Juli bis 01. August) geforderten  6,60 Meter.

„Wir hatten hier in Weinheim den besten Saisoneinstand der letzen Jahre“ so das kurze und knappe Resümee  von Trainer Markus Czech. Die Lehramtsstudentin Beatrice Marscheck aus Garbenteich zeigte ein souveränes Auftreten, denn in diesem Jahr kannte sie bereits das Umfeld und die Anlage. Bundestrainer Ulli Knapp sah im ersten Sprung leider einen ungültigen Versuch doch im zweiten Versuch konnte „Bea“ gleich ihre EM-Ambitionen  unter Beweis stellen, denn mit 6,50m reihte sie sich auf dem zweiten Rang hinter Bianca Kappler ein. „ Die Sprünge drei bis fünf waren technisch nicht so sauber. Es fehlte ihr ein wenig die Spritzigkeit “ so die Kurzanalyse des Trainers. Im letzten Versuch sollte die Marscheck dann noch mal alles auf eine Karte setzen, doch leider hatte sie in der Flugphase die Füße ein wenig hängen gelassen und hat den Sprung nicht korrekt zu Ende gebracht. „ Ich war völlig überrascht, denn es stand einen Weite von 6,46 m auf der Anzeige. Hätte ich den Sprung voll durchgezogen, wäre es sehr wahrscheinlich die EM-Norm gewesen. Aus der Sache habe ich wieder gelernt und mein Motto lautet nun : Ab sofort wird jeder Sprung durchgesprungen, egal wie das subjektive Gefühl ist “ so Beatrice Marscheck. Lob  für die derzeitige Verfassung gab es nach dem Wettkampf auch vom Bundestrainer, der beim letzten Versuch bereits von seinem Sitzplatz aufgesprungen war, denn er erhoffte sich die EM-Norm. Im letzten Versuch sicherte sich Bianca Kappler mit 6,70 m nicht nur den Sieg im Sepp-Herberger-Stadion, sondern sie knackte bereits damit auch die DLV-Norm.

Im Anschluss startete dann Beatrice Marscheck noch im 200 m- Lauf. Hier konnte sie sich mit 24,15 sec gegen die vierundzwanzig Spezialistinnen als vierte ausgezeichnet behaupten. „ Die 200 m Distanz ist gut für den Saisonaufbau, denn Bea sammelt hier die notwendige  Wettkampfhärte für die kommenden Aufgaben“ so Trainer Markus Czech.

Am kommenden Wochenende stehen für das Duo Marcheck/Czech am Samstag in Friedberg die deutschen Hochschulmeisterschaften an. Hier möchte sie für die Uni Giessen ihren Titel aus dem vergangenen Jahr verteidigen. Tags darauf geht es direkt nach Wesel zum traditionellen Springermeeting. Dies  sollte ein gutes Pflaster für die LAZ-Athletin werden, denn im letzten Jahr knackte sie hier mit 6,73 m die WM-Norm für Berlin

Weitsprung A, Frauen - Finale
Datum: 22.05.2010  Beginn: 14:55

Finale

 

Rk.

StNr.

Name

Jg.

Nat.

Verein

Leistung

 

 

 

-1-

-2-

-3-

-4-

-5-

-6-

 

1.

731

Kappler Bianca

1977

 

LC Rehlingen

6,70 (+0,6)

 

 

 

6,50
+1,3

6,58
+0,0

x

x

6,58
+0,8

6,70
+0,6

 

 

 

2.

732

Marscheck Beatrice

1985

 

LAZ Gießen

6,50 (+0,4)

 

 

 

 

x

6,50
+0,4

6,31
+0,9

x

6,28
+2,8

6,46
+1,0

 

 

 

3.

778

Rath Claudia

1986

 

LG Eintracht Frankfurt

6,50 (+1,1)

 

 

 

 

6,43
+0,6

x

6,33
+1,1

6,50
+1,1

6,33
+0,9

x

 

 

 

 

 

Beatrice Marscheck  bei den "Krummen Strecken" erfolgreich

16.05.2010 - Pliezhausen

(jth)  Beatrice Marscheck (LAZ Giessen / SV Garbenteich) hat am Sonntag beim Meeting der "Krumme Strecken" in Pliezhausen für einen guten Saisoneinstand gesorgt. Die Sportstudentin unterzog sich gemeinsam mit Bianca Kappler (LC asics Rehlingen) und Christian Reif (ABC Ludwigshafen) im Schönbuchstadion einem ersten Schnelligkeitstest.

"Auf den krummen Strecken steckt die Magie der Zahlen noch nicht so im Vordergrund", begründet DLV-Sprung-Teammanager Uli Knapp, warum er mit seinen Weitspringern  auch diesmal wieder nach Pliezhausen fuhr. "Die 150 m sind die ideale Unterdistanzstrecke für die 200 Meter-Läufer, die 80 Meter für die Schnelligkeit zum Einrollen", sieht Uli Knapp den trainingsmethodischen Vorteil der krummen Strecken. "Pliezhausen war zudem wieder ein großes Familientreffen zu Saisonbeginn in traumhafter Lage im Schönbuchstadion."

Das Wetter meinte es zur 26. Auflage nicht gut mit den 550 Athletinnen und Athleten aus  14 Nationen. Kalte Temperaturen von nur 10 Grad Celsius machten es den Läufern und Läuferinnen nicht einfach Top Leistungen abzurufen.

Für Beatrice Marscheck startetet das Abenteuer „Krumme Strecken“ mit den 80 m Finallauf. Mit 9,91 sec konnte sie sich hinter der Siegerin Sara Jäpel (Dresdner SC / 9,84 sec) überraschend auf den zweiten Rang platzieren. „ Gerade auf der kurzen Distanz ist der Start der Erfolgsfaktor. Es sieht schon ganz gut aus bei Bea“ so Trainer Markus Czech. Ihre Weitsprungkollegin Bianca Kappler ( LC Rehlingen) blieb mit 10,07 sec über der Schallmauer der 10 sec Marke.

Zum Abschluss stand dann die ungewohnte 150 m Distanz auf dem Programm für die Studentin aus Garbenteich. „ Der zweite Rang hinter Sara Jäpel mit 17,94 sec ist überraschend gut. Teammanager Uli Knapp traute Bea nach den Trainingsleistungen eine Zeit um die 18,20 sec zu. Das Trainingslager in Portugal war also im Bereich der Grundschnelligkeit erfolgreich. Froh bin ich, dass wir ohne Verletzung die Heimreise antreten konnten“ so der Kommentar von Markus Czech. Bianca Kappler erreichte nach 18,45 sec den Zielstrich der krummen Strecke. Marscheck wird am Pfingstsamstag in Weinheim erstmalig in dieser Saison in das Weitsprunggeschäft einsteigen. Bei der Kur-Pfaz-Gala wird sie auch auf ihre WM-Kolleginnen Melanie Bauschke ( Berlin) und Bianca Kappler ( Rehlingen) treffen.

80 m Frauen

 

+0,2

 

 

 

 

1.

 

Jäpel, Sara

1989

 

 

Dresdner SC

9,84

 

sec.

 

 

2.

 

Marscheck, Beatrice

1985

 

 

LAZ Gießen

9,91

 

sec.

 

 

3.

 

Elsler, Josefina

1991

 

 

SC Rönnau 74

9,97

 

sec.

 

 

4.

 

Kappler, Bianca

1977

 

 

LC Rehlingen

10,07

 

sec.

 

 

5.

 

Habitzel, Sophia

1991

 

VfL Sindelfingen

10,32

 

sec.

 

 

150 m Frauen

 

 

 

16.05.2010

 

Rangfolge Zeitläufe

1.

 

Jäpel, Sara

1989

 

 

Dresdner SC

+0,0

 

17,92

 

sec.

 

 

2.

 

Marscheck, Beatrice

1985

 

 

LAZ Gießen

+0,0

 

17,94

 

sec.

 

 

3.

 

Taslakian, Gretta

1985

 

LIB

Libanon

+0,0

 

18,10

 

sec.

 

 

4.

 

Frey, Carina

1994

 

 

LG Kurpfalz

+0,0

 

18,16

 

sec.

 

 

5.

 

Kappler, Bianca

1977

 

 

LC Rehlingen

+0,0

 

18,45

 

sec.

 

 

6.

 

Grompe, Katharina

1993

 

 

LG Olympia Dortmund

+0,0

 

18,48

 

sec.

 

 

7.

 

Mannebach, Ina

1990

 

 

LG Olympia Dortmund

+0,0

 

18,83

 

sec.

 

 

8.

 

Chabrová, Marta

1991

 

CZE

Tschechien

-0,5

 

18,84

 

sec.

 

 

9.

 

Habitzel, Sophia

1991

 

VfL Sindelfingen

-0,5

 

18,85

 

sec.

 

 

10.

 

Putalova, Iveta

1990

 

SLO

Slovenien

+0,0

 

18,93

 

sec.

 

 

11.

 

Schmidt, Lena

1989

 

 

LG Hilden

+0,0

 

19,07

 

sec.

 

 

12.

 

Lindenmayer, Sabrina

1989

 

VfL Sindelfingen

-0,5

 

19,11

 

sec.

 

 

13.

 

Balke, Janina

1991

 

 

LG Olympia Dortmund

+0,0

 

19,24

 

sec.

 

 

 

 

HM-Langstaffel

16.05.2010 - STEINBACH

hinterer Reihe vl.: Nico Gremm, Clemens Grau, Vincent Größer , Karsten Kopp, Dennis Bock, Patrick Bock, Christopher Nagorr, Julian Leinweber - Es fehlt: Marcel Jeschke

vordere Reihe vl. Franziska Bock, Seline Werdecker, Selina Hildebrand

(jth) Kalte Temperaturen, ein wenig Sonne aber trotzdem tolle Leistungen, so in kurzen Worten die Beschreibung der Hessischen Langstaffelmeisterschaften in Steinbach im Taunus. Erich Gebhardt, verantwortlicher LAZ-Trainer vor Ort, hatte insgesamt vier Staffeln zu betreuen. Überraschen konnten im neuen Stadion die 3 x 1000 m Staffel der Schüler B des LAZ Giessen.

„Alle drei Läufer konnten ihre persönliche Bestzeit steigern, so dass am Ende ein sehr guter 5. Platz in 10:14,87 min errungen werden konnte. Startläufer Marcel Jeschke konnte lange Zeit in der Spitzengruppen mitlaufen und übergab auf Platz 5. liegend an Julian Leinweber, der diese Position verteidigen konnte. Da die Konkurrenz weit enteilt war, lief Schlussläufer Christopher Nagorr ein einsames Rennen gegen die Uhr und brachte somit Platz 5 sicher ins Ziel “ so das Resümee des Trainers. Achtbar schlug sich im Taunus die Schülerinnen B-Staffel mit Selina Hildebrand, Seline Werdecker und Franziska Bock. „Zwar konnten sie gegen die 800m-Spezialistinnen nur zu Anfang mithalten, doch liefen sie mit den herausgestoppten Einzelzeiten alle persönliche Bestleistung und konnten sie sich über Platz 8, in 8:49,04 min freuen“ so die einheitliche Meinung der Trainercrew.

Die Schüler A des LAZ Giessen, die schon am Vortag bei der Regionsmeisterschaften in Flieden im  Einsatz waren, merkte man den Kräfteverschleiß deutlich an, so dass sich das Trio Vincent Größer, Clemens Grau, Nico Gremm mit 10:35,80 min  und dem erkämpften12. Platz recht achtbar schlugen.

Die männliche Jugend A konnte mit der Zeit von 9:54,36 min Rang vier in der 3 x 1000 m Staffel mit nach Hause nehmen . Startläufer Patrick Bock konnte  600m in der Spitzengruppe mithalten, musste aber dann abreißen lassen, und übergab an Position 4 liegend an Karsten Kopp, der versuchte den Rückstand zum Feld nicht noch größer werden zu lassen. „Bei der Wechselübergabe auf Schlussläufer Dennis Bock, berührte Kopp den Laufschuh von Dennis, so dass dieser seinen Schuh verlor und er das Rennen mit nur mit einem Laufschuh zu Ende bringen musste. Aus dieser Sichtweise heraus eine sehr lobenswerte und kämpferische Einstellung “ so Erich Gebhardt.

 

DMM / DJMM in Heuchelheim ( Bildergalerie klicken auf das Bild)

 

                                                                                                                                  Teambilder: Markus Bock

 

Christopher Nagorr mit neuem Kreisrekord

04.05.2010 - ALSFELD

Christopher Nagorr vom LAZ Giessen / TSG Lollar stellte am vergangenen Sonntag bei der Bahneröffnung in Alsfeld- Erlenstadion einen neuen Kreisrekord im Stabhochsprung der Schüler B M 12 auf. Mit übersprungenen 2,22 m knackte der  Athlet von Trainerin Andrea Ewald die alte Marke von Frank Lösel ( LAZ / SV Garbenteich) aus dem Jahre 1983. Frank Lösel sprang damals in Wiesbaden 2,10 m hoch. „Wäre der Wettkampf wegen Regens nicht abgebrochen worden, wäre noch die ein oder andere Höhe mehr drin gewesen“ so die Trainerin.

 
 

Becker imponiert bei Saisoneröffnung in Wetzlar

04.05.2010 - WETZLAR

(ras) »Es war schon ein Risiko, den 1. Mai für die Wetzlarer Bahneröffnung auszuwählen«, bekannte Rainer Finkernagel, Regions-Leichtathletik-Koordinator sowie »Chef« der LG Langgöns-Oberkleen. Allerdings nutzten viele Leichtathleten aus dem Großraum Frankfurt und dem Westerwald die Veranstaltung zu einer ersten Saisonüberprüfung, sodass sich über 150 Teilnehmer Maßstäbe für die Freiluftsaison setzten. Einen achtbaren Saisoneinstieg in dem vom Umbau geprägten Stadion lieferte Adrian Becker vom LAZ Gießen ab.
 
Im Speerwurf blieb der Troher mit 58,04 m nur rund eineinhalb Meter unter seiner Vorjahresbestleistung. Aber auch mit seiner Siegesweite von 6,86 m im Weitsprung und Platz zwei bei 35,06 m mit dem Diskus konnte der Mehrkämpfer imponieren. Auf Platz zwei und drei im Weitsprung landeten hinter Becker mit Johannes Remy (6,01) und Maximilian Remy (5,87) zwei weitere LAZ-Athleten. Noch weiter als Becker ließ jedoch der für die LG Wetzlar startende Nico Althenn den Speer fliegen. Der A-Jugendliche und Neunte der deutschen Jugend-Bestenliste des Vorjahres aus Ebersgöns toppte bereits jetzt mit 65,06 m seine persönliche Bestleistung, was Erwartungen für den weiteren Saisonverlauf weckt.

Flotte Läufe bot mit Jennifer Maedicke auch ein Mädel der LGLO. Maedicke gewann den Sprint der W14 in 13,57 s und setzte zudem über die Hürden in 13,43 s die Maßstäbe. Den Hochsprung schloss die Herderschülerin mit 1,44 m auf Rang zwei ab. Rang drei im Sprint der W14 eroberte Verena Ludwig (LAZ Gießen) in 13,98 s. Über die 100 m gelang Svenja Rühl von den TSF Heuchelheim eine Bestleistung von 13,40 s und damit die zweitschnellste Tageszeit der W15. Diese mit 15 Starterinnen besetzte Disziplin gewann Luisa Debus (TV Burgsolms) in 13,01 s. Debus siegte auch über 300 m (43,67 s), diesmal vor Carolin Schmeel vom TV Großen-Linden, die nach 44,59 s die Ziellinie überquerte. Über Rang drei im Hochsprung der W15 darf sich Leonie Weiß (TSF Heuchelheim) freuen, die in Wetzlar erstmals die Höhe von 1,41 m überwand.

 

 

Ergebnisse der Bahneröffnung

Bildergalerie Bahneröffnung

 

 

Gutes Wetter bringt großen Zuspruch

27.04.2010 02:00 Uhr - GIESSEN

Bahn-Eröffnung auf der Schulsportanlage Gießen-West - Zeitplan erstmals erfüllt - Knapp 300 Nachwuchsakteure vor Ort

GIESSEN (jth). Startschuss zur Bahn-Eröffnung der Leichtathleten auf der Schulsportanlage im Stadion Gießen-West: Nun laufen, springen und werfen sie wieder, die Nachwuchs-Asse. Und kämpfen um nationale und internationale Meisterlorbeeren. Der Leichtathletik-Kreis um den Vorsitzenden Eckhard Paul lud zur Bahn-Eröffnung mit integrierten Kreis-Blockmehrkämpfen ein. Bei optimalen Witterungs-Bedingungen folgten fast 300 Schülerinnen und Schüler aus knapp 30 Vereinen der Einladung.

„Die Veranstaltung findet seit mehreren Jahren auch großen Anklang bei Vereinen, die nicht aus dem Kreis Gießen kommen. Gerade der Zulauf aus dem Rhein-Main-Gebiet ist enorm groß. Erstmalig konnten wir den ausgegebenen Zeitplan einhalten, mein Dank geht deshalb an alle Kampfrichter und Helfer“, so Eckhard Paul.

Felix Repp von der LG Langgöns-Oberkleen überzeugte im Sprint der Schüler M15 mit 2578 Zählern als Sieger. Vor allem sein Hochsprungergebnis von übersprungenen 1,64 m erfreute die Lang-Gönser Trainer-Crew. Bei den Schülern M14 sicherten sich die LAZ-Athleten Chanatip Steinmüller (2067) und Clemens Grau (2054) die vorderen Ränge der Kreismeisterschafts-Wertung.

Die beste Tagesleistung aus heimischer Sicht ging bei den A-Schülerinnen W15 auf das Konto von Charlotte Urra von der TSG Alten-Buseck mit 2232 Punkten im Sprint. Die Athletin von Klaus Moch lieferte mit 13,67 sec im Hürdensprint und 4,49 m im Weitsprung ansprechende Leistungen zum Einstand ab. Carolin Schmeel (TV Großen-Linden) sicherte sich im Lauf mit 2117 Punkten und Alexa Peusch im Wurf mit 2199 Punkten jeweils die interne Kreismeisterschaftswertung der W15.

Im Sprint der Schülerinnen W14 setzte sich Jennifer Maedicke von der LG Lang-Göns/Oberkleen mit 2349 Zählern als Rangzweite gut in Szene. Ihre besten Disziplinen hatte die LG-Athletin mit 13,59 sec im Sprint und 4,72 m im Weitsprung. Luca Schmitt vom TV Großen-Linden war im Wurf die einzige heimische Athletin und sicherte sich 2328 Zähler. Ihre überragenden Ergebnisse lieferte sie im 100 m Sprint mit 12,93 sec sowie im Weitsprung (4,97 m) ab.

Bester heimischer Fünfkämpfer bei den Schülern M13 war Nico Gremm (LAZ Gießen/MTV Gießen), der sich mit 2186 Zählern hinter dem Sieger Eike Kratzsch (VfL Wolfhagen/2385) als Fünfter platzierte. Seine 10,16 sec im 75-m-Sprint und 10,11 sec im Hürdensprint waren die Grundlagen für den Kreismeistertitel. Bei den jüngeren Schülern (M12) lieferten die heimischen Athleten ausgezeichnete Leistungen ab. Christopher Nagorr (2153) und Julius Grau/2053), beide vom LAZ Gießen/TSG Lollar, sowie Adrian Becker (1957/LG Treis) lieferten sich ein packendes Duell. Christopher Nagorr sicherte sich wichtige Punkte mit seinen 10,42 sec im Sprint sowie guten 4,57 m im Weitsprung. Julius Grau stand ihm mit 10,49 sec im Sprint und ebenfalls erzielten 4,57 m im Weitsprung nicht nach. Entscheidend zum Sieg waren die ausgezeichneten 49 m im Ballwurf von Christopher Nagorr. Adrian Becker gelang mit 11,26 sec ein ordentliches Hürdenergebnis.

Im Feld der Schülerinnen W13 behauptete sich Luisa Rückel (KSG Bieber) mit 2390 Punkten und neuem Kreisrekord als Fünfkampfsiegerin. Der Schlüssel zum Erfolg im Stadion-West waren gute 45,5 m mit dem Schlagball und 10,58 sec im 60-m-Hürdenlauf. Zudem gelang ihr im Weitsprung mit 4,73 m der weiteste Satz in ihrer Konkurrenz.

Stefanie Weiß vom LAZ Gießen/ TV Großen-Buseck trat als zweitbeste Fünfkämpferin die Heimreise an. Die Athletin von Reinhard Böttner zeigte durchweg ausgeglichene Leistungen und hatte mit 45 m im Schlagballwurf ihr bestes Tagesergebnis zu verzeichnen. Marie Spenner (TSG Alten-Buseck/2137) als Dritte und ihre Zwillingsschwester Theresa Spenner (TSG Alten-Buseck/2079) als Fünfte rundeten die Busecker Erfolge ab. Bei den Schülerinnen W12 erreichte mit Tamia Hill eine weitere Alten-Buseckerin mit Rang vier (2031) eine gute Bilanz. Den Dreikampf der Schüler M11 gewann Matthias Urra (TSG Alten-Buseck) mit 1029 Punkten vor Marcel Jeschke (LAZ/1020) und Kilian Ortwein (LG Treis/1011). Im Dreikampf der Schüler M10 setzte sich mit Noah Bergmann-Franke ein Athlet der LG Treis mit 1058 Zählern durch. Max Lechner (LAZ/905) und Jan Keil (LAZ/896) hießen die nächsten Platzierten aus heimischer Sicht.

Bei den Schülerinnen W11 gelang der LG Treis mit Hannah Becker (1268) dank eines ausgezeichneten 50-m-Laufs in 7,89 sec der Sieg vor Deborah Spatz (LG Wettenberg), die mit 41,50 m im Schlagballwurf ihr bestes Einzelresultat eingefahren hatte. Auf Rang drei platzierte sich Julia Wagner (TSG Alten-Buseck/1237), vor allem aufgrund des besten Weitsprung-Ergebnisses (4,04 m).

Im Dreikampf der Schülerinnen W10 lief Chiara Herzberger von der LG Treis mit 1010 Zählern hinter der Siegerin Pauline Grabiger (LC Steinbach/1025) als Dritte ein. Pauline Drescher von der LG Wettenberg (1009) und Annabell Marker (TV Großen-Linden/988) waren die nächsten Platzierten.

Auch die jüngste Altersklasse der Schüler D (M9/M8) war im Stadion West aktiv. Bei den Schülern M9 setze sich Hanno Brach vom LAZ Gießen mit 852 Punkten vor Vereinskollege Philipp Luh (840) und Tizian Ortwein (LG Treis/811) durch. In der Altersklasse M8 gab es einen Sieg von Nils Muskau (LG Wettenberg/848) vor Sebastian Oertel (LAZ/746) zu verzeichnen. Dritter wurde hier Björn Langer von der LG Wettenberg (730).

Kyra Seidlmann vom TV Großen-Linden landete mit 1044 Punkten vor ihrer Vereinskameradin Hannah Weinandt (939). Frederike Wagner (Rang vier/935) und Hannah Ulferts (Platz fünf/921) zeigten, dass in dieser Altersklasse der TV Großen-Linden dominieren. Bei den jüngsten Schülerinnen (W8) gelang Lena Reuschling von der LG Wettenberg mit 897 Zählern vor den beiden Lindenerinnen Laura Atzbach (717) und Julia Schwarz (812) der Sieg.

 

   
 

Frühjahrsvolkslauf

28.03.2010 - GIESSEN

 
Video 10 km - Start - VfB-Frühjahrslauf 2010

Bilderlink

40. Int. Frühjahrs-Volklauf
"Rund um den Schiffenberg" am 28. März 2010 in Gießen/Philosophikum I

   
 

Anstieg am Wendepunkt teilt das Feld auf

25.03.2010 - LOLLAR

Neue Herausforderungen auf "alter" Strecke bei Bezirks-Cross-Meisterschaften - Hanna Rühl gewinnt Langstreckenlauf

LOLLAR (ras). Wie bereits bei den Gießener Kreis-Crossmeisterschaften vor zwei Jahren bot nun auch die TSG Lollar bei den Cross-Meisterschaften des Alt-Bezirk Gießen Strecken im Bereich des "Lollarer Kopfes" mit Start und Ziel an der Sporthalle Süd an. Neu war allerdings die Streckenführung bei allen Distanzen zwischen den 1000 m der jüngsten Schülerklassen und der abschließenden Männer-Langstrecke über 7760 m.

Einen starken Eindruck hinterließ dabei Jens Freese (LG Treis) als Gesamtzweiter über die Mittelstrecke und Fünfter der Langdistanz. Heimische Siege gab es bei den Frauen durch die B-Jugendliche Patricia Bock (Mittelstrecke) und Hanna Rühl (Langdistanz), die beide für das LAZ Gießen starteten.

Eröffnet wurden die Läufe mit der 2195 m langen Mittelstrecke für Männer, Frauen und die Jugendlichen. Hier siegte Tobias Schulz vom FV Wallau nach 7:09 Minuten. Platz zwei ging mit 23 Sekunden Rückstand an Jens Freese (7:32) von der LG Treis. Im Kampf um Rang drei musste sich Christof Röhl (7:44) von der TSG Alten-Buseck dem A-Jugendlichen Moritz Weiß (TV Großen-Linden/7:43) im Zielsprint knapp geschlagen geben. "Der Schlussanstieg vor der abfallenden Geraden zum Ziel machte noch mal richtig zu schaffen," äußerte sich Moritz Weiß anschließend. Bei den Frauen lieferten sich zwei Jugendliche einen engen Kampf. Es gewann die B-Jugendliche Patricia Bock vom LAZ Gießen in 9:08 min vor ihrer Vereinskameradin Franziska Rachowski (9:10), die nun der A-Jugend angehört. Der Bezirkstitel der Frauen ging durch Simone Horn (10:42) ebenfalls an das LAZ.

Bei den Schülern der Altersgruppe D wurde eine Wendepunktstrecke über 1000 m durchgeführt, die auf dem Anstieg direkt nach dem Start - wie auch in allen anderen Läufen - die Felder bereits kräftig auseinander zog. In der W9 konnte sich Selina Schütz (4:43) vom TV Großen-Linden als Zweite hinter Johanna Michel (TSV Nauborn/4:31) beglückwünschen lassen. Im selben Lauf holte sich Luisa Müller (ASC Licher Wald/4:54) den Sieg in der W8. Auf Rang zwei folgte Lara Riedel (5:02) von der LG Wettenberg. Bei den Jungs der M9 lieferte Tizian Ortwein (LG Treis) ein souveränes Rennen ab und gewann in 4:14 min mit einem Vorsprung von 14 Sekunden. Platz zwei der M8 eroberte Tim Schneider von der LG Wettenberg in 4:52 min.

Die Läufe der C-Schüler wurden über 1250 m ausgetragen. Als mit Abstand Schnellste der insgesamt 26 Mädels aus W10 und W11 zeigte sich Franziska Bock vom LAZ. Sie gewann die W11 in 5:04 min. Bei den Jungs durchliefen die Treiser Kilian Ortwein (4:57/M11) und Noah Bergmann-Franke (5:20/M10) jeweils als Dritte ihrer Klasse die Zielgasse. In der Altersgruppe B betrug die Wendepunktstrecke 1500 m. Durch Chiara Schneider (6:41) und Yasmina Harsy (6:48) erkämpften sich in der W12 zwei Mädels des ASC Licher Wald die Plätze eins und zwei. Bei den Jungs der M13 musste sich Niklas Harsy (ASC Licher Wald/5:45) dem Ettingshausener Fabian Kraft (5:42) knapp geschlagen geben. In der M12 belegten Jonathan Seidel (LG Langgöns-Oberkleen/5:47), Christopher Nagorr (LAZ/5:53) und Lukas Müller (ASC Licher Wald/5:54) die Podestplätze.

Die Schüler und Schülerinnen A absolvierten ihr Rennen auf einer 2195 m langen Runde. In starken 8:58 min gewann Carolin Schmeel (TV Großen-Linden) die W15 vor Louise Schlüter (9:03) vom ASC Licher Wald. Hinter Dominic Schröder (8:17) von der LG Wetzlar, überquerten Chanathip Steinmüller (LAZ/8:42) und Johannes Schlüter (ASC Licher Wald/9:06) als Zweiter und Dritter der M14 die Ziellinie.

Auf der Männerlangstrecke über vier Runden war Rolf Schüler (27:49) vom LC DIABÜ Eschenburg nicht zu schlagen. Es folgte Ralf Nowak (Blau-Gelb Marburg), der in 28:13 min hinter Schüler auch Rang zwei der M45 erkämpfte. Gesamtrang vier ging an den M40 Gewinner Jens Möbus (28:50) von der LG Wettenberg. Ein weiteres Mal flott unterwegs zeigten sich Jens Freese (LG Treis/30:24) und Christof Röhl (TSG Alten-Buseck), der in 31:45 Rang zwei der M35 belegte. Als Schnellste ihrer Altersklassen zur Siegerehrung gerufen wurden Jürgen Wissner (LAZ/33:22) aus der M55, Wendelin Häusler (LGV Marathon/35:18), der sich den Titel der M60 sicherte, sowie Stefan Behrens (36:41) und Helmut Scholtz (beide LG Wettenberg/36:43) aus der M60 und M65. Bei den Frauen, die drei Runden von insgesamt 5890 m absolvierten, gewann Hanna Rühl (LAZ) in 24:43 min in der Frauenwertung und die Hauptklasse. Rang zwei ging an die W30 Gewinnerin Katja Mergenthal (25:07) von der SG Fronhausen. Mangels Konkurrenz konnte an Eva Rühl (LAZ/35:37) aus der W50, Brigitte Perner (LG Wettenberg/37:24/W60) und Hannelore Friedl (TV Großen-Linden/39:31/W65) kein Altersklassentitel vergeben werden.

 

Sportfunktionäre gehen in Offensive – Kritik am Standort Miller Hall

13.03.2010 05:04 Uhr - GIESSEN

Von Rüdiger Dittrich und Hans-Ulrich Winter

Walter Müller und Henry Mohr sind alte Fahrensleute, was das Sportfunktionärsdasein angeht. Müller ist Vorsitzender des größten Gießener Sportvereins MTV 1846, engagiert sich seit Jahren in Sportgremien der Stadt, beeindruckt durch seinen Einsatz für Kinder- und Jugendsport, ist ein Vereinsmensch, ohne Vereinsmeier zu sein, weiß, dass der Sport nicht nur bewegen, sondern auch sich bewegen muss, um zukunftsfähig zu sein. Seit bereits 25 Jahren plädiert er in der Stadt für nachhaltige Förderung und bedarfsgerechte Sportstättenplanung.

Gießen aber sei, so sagt er, „ein Flickenteppich, in dem die agierenden Politiker sich selbst Denkmäler setzen wollen und Steuergelder für sinnlose Vorhaben verschwenden, anstatt sich mit den Fachleuten abzusprechen.“ Das ist deutlich.

Henry Mohr, der als Kreisfußballwart seit einem Jahrzehnt die Geschicke der Sportart Nummer eins in Gießen und Umgebung lenkt, sieht das ähnlich. „Am Ende ist es so, dass man sich völlig schizophren vorkommt, weil man als Sportler plötzlich gegen einen Fußballplatz ist.“ Mohr bezieht sich dabei auf den Kunstrasenplatz an der Miller Hall, der „an diesen Standort nicht gehört. Ansonsten sind wir natürlich für jeden Sportplatz. Aber braucht Gießen noch einen? Vor allem an dieser Stelle?“ Mohr und Müller gehen in die Offensive, fühlen sich als Sportler bzw. Sportkommissionäre als „Abnicker in bedeutungslosen Gremien“ fehl behandelt. Nachhaltige Sportstättenentwicklung jedenfalls sei so nicht möglich.

Tatsächlich ist Gießen ein seltsames Pflaster. Während in Marburg und Wetzlar auf den ersten Blick Sportzentren entstanden sind, an denen sinnvoll und koordiniert Vereins- und Trainingsarbeit möglich ist, wird in Gießen geflickt, gebastelt, laviert. Vor Jahren wurde der staubtrockene Blau-Weiß-Hartplatz für viel Geld vermeintlich saniert, dann wieder aufgerissen, dann wieder saniert. Jetzt soll er möglicherweise der Landesgartenschau weichen. Seit Jahren bemühen sich der TSV Kleinlinden und TSV Rödgen um adäquate Lösungen, was ihr Sportgelände angeht, gebaut wurde ein Kunstrasen beim VfB 1900. Für viel Geld wurde zudem der Betonplatz am ehemaligen TÜV für einen B-Ligisten ohne Jugendarbeit hergerichtet, bei dem nicht absehbar ist, wie lange es ihn noch gibt.

„Es gibt keine Bedarfsplanung, keine Idee zur Sportstättenentwicklung, es ist alles Kraut und Rüben“, kritisiert der auch im sportpolitisch relevanten Freiburger Kreis engagierte Müller, der in vielen Städten sich umgesehen hat, wie es besser gehen könnte.

Ein Jahrzehnt alt ist mittlerweile die Präsentation von Walter Müller, ein Sportzentrum unter Einbeziehung des VfB 1900 Gießen, der heimischen Wirtschaft und der Uni am Kugelberg zu schaffen. Im Clubraum des MTV 1846 klatschte die Polit- und Funktionärsprominenz damals eifrig Beifall, die Idee auch nur in Ansätzen aufgegriffen wurde aber nicht. „Es sind halt immer mal wieder Wahlen, da wird sich immer neu positioniert“, glaubt Müller an politische Akteure, denen es „nicht immer um die Sache geht.“

Aktuell für Müllers und Mohrs Vorstoß ist die allgegenwärtige Diskussion um Landesgartenschau und den Blau-Weiß-Sportplatz. „Da spricht der Sport endlich mit einer Stimme“, freut sich Mohr, dass die Solidariät mit dem engagierten Stadtverein nicht bröckelt. Auch hier gebe es „eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie man die Blau-Weißen an ihrem Standort belassen kann“, sagt Müller, der bei den zuständigen Stellen zeitig eine „Umwidmung der Gelder“ beantragt hatte. „Der Kunstrasen, der jetzt an der Miller Hall gebaut wird, hätte in der Nähe der Theodor-Litt-Halle seinen Zweck wesentlich besser erfüllt“, sagt der 65-Jährige. Blau-Weiß hätte seinen Standort erhalten können, Theo-Litt- über Pestalozzi- bis zur Landgraf-Ludwig-Schule wären im Einzugsgebiet, um ihren Sportunterricht dort abzuhalten. Die Freie TSG könnte ebenfalls partizipieren. Nicht zu vernachlässigender Nebeneffekt: Auf einem Kunstrasen wäre die gerade noch mit dem Integrationspreis ausgezeichnete Jugendarbeit der Blau-Weißen noch besser voranzutreiben als auf dem knallharten Rotascheplatz. „Aber nein, es muss ja die Miller Hall sein“, sagt Müller.

Was aber haben die Sportfunktionäre gegen einen schönen Kunstrasen im Norden Gießens? „Es kostet letztlich zuviel Geld, Steuergeld, es ist viel weniger zentral als beispielsweise in der Ringallee, wo zudem mehr Schulen angesiedelt sind. Zudem haben sich die Politiker offenbar keine Gedanken über Pflege und Folgekosten gemacht“, weiß Müller als MTV-Vorsitzender wovon er spricht. An der Miller Hall müsse die Infrastruktur komplett neu geschaffen werden, zudem sei es von städtischer Seite notwendig, die Platzpflege zu organisieren und regelmäßig durchzuführen.

„Wie wir vom MTV her sehr genau wissen, bedarf ein Kunstrasen ähnlich intensiver Pflege wie ein Naturrasen. Wenn nun sich täglich Vereine abwechseln, fühlt sich sicher keiner zuständig.“ Und Mohr ergänzt: „Der Platz ist dann ruckzuck hinüber.“ Einen weiteren Aspekt bringt der Kreisfußballwart, der auch Jugendtrainer bei seinem Stammverein TSV Allendorf/Lahn ist, zudem ins Spiel: „Klar würden wir auch mal die Kinder in vier, fünf Autos packen und dann da hochfahren zum Training. Aber ist das im Sinne des Erfinders? Ein Platz relativ weit draußen, wo dann alle möglichen Vereine abwechselnd mit ihren Autos anrücken, um hinzukommen? Umweltfreundlich ist das auch nicht gerade.“ Aber dafür könne ja dann die „Blümchenschau“ herhalten, wie Müller süffisant formuliert. Was ihn auf den nächsten Punkt bringt: „Weder Henry noch ich sind gegen eine Landesgartenschau. Warum aber ein Sportplatz darin nicht integrierbar sein soll, das kann keiner erklären. Ich habe auch Planer gesprochen, das sind innovative und kreative Leute, die hätten das hinbekommen.“ Und merkt an: „Den Planern wurden offenbar falsche Vorgaben gemacht. Vielleicht ist es ja gewollt, dass Blau-Weiß da weg soll.“

 

 

Dreimal weit, aber dreimal übergetreten

02.03.2010 - GIESSEN               

Deutsche Hallenmeisterschaft: Enttäuschung für Beatrice Marscheck im Weitsprung - Persönliche Bestleistung im Sprint

(jth/wi). Mit einer durchwachsenen Bilanz kehrte Beatrice Marscheck (LAZ Gießen/SV Garbenteich) von den Deutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathletik aus Karlsruhe zurück nach Mittelhessen. Im Weitsprung hatte Marscheck, die im Verlauf der Wintersaison drei Erkältungen und ein Magen-Darm-Virus immer wieder im Training zurückwarfen, drei ungültige Versuche. Besser lief es über 60 m, wo die Garbenteicherin zwar im Halbfinale ausschied, mit 7,60 Sekunden aber eine persönliche Bestzeit aufstellte und Zwölfte wurde.

Im dritten 60-m-Vorlauf hatte es die Lehramtsstudentin mit der WM-Bronzemedaillengewinnerin Cathleen Tschirch ( Bayer Leverkusen ) und der deutschen Jugendmeisterin Tatjana Pinto (LG Ratio Münster) zu tun. Nach einem vorausgegangenen Fehlstart kam Marscheck nicht optimal in Tritt" Die ersten drei vier Schritte waren nicht so das Gelbe vom Ei", kommentierte Marscheck ihre 7,66 Sekunden und rechnete ebenso wie Trainer Markus Czech mit dem Ausscheiden. Doch plötzlich erschien ihr Name doch in der Halbfinalliste.

Mit einer guten Reaktionszeit von 0,160 Sekunden verließ die Garbenteicherin den Startblock, doch auch diesmal waren die ersten Schritte "ein bisschen vergurkt" (Czech). Dennoch sprang am Ende Rang zwölf mit neuer Bestzeit von 7,60 Sekunden heraus. "Mein heimliches Ziel waren 7,57 Sekunden, das ist nur knapp daneben gegangen", war die 25-Jährige mit dem Resultat ganz zufrieden und konzentrierte sich auf den Weitsprung am nächsten Tag. "Im Weitsprung kann alles passieren, das Ziel sind 6,50 m und ein Platz unter den ersten Fünf" so die Worte von Trainer Markus Czech im Vorfeld. Moderator Wolf-Dieter Poschmann vom ZDF kündigte um kurz nach 12 Uhr den Weitsprungwettbewerb als ein Highlight der DM an, denn vier Springerinnen hatten in der Hallensaison bereits die 6,60 m übertroffen.

Eine knappe Stunde später waren für Marscheck alle Hoffnungen zerplatzt. Drei ungültige Versuche bedeuteten das schnelle Aus. Markus Czech fasste das Geschehen so zusammen: "Der erste Versuch war mit 1 bis 2 Zentimetern knapp übergetreten. Es wäre eine Weite um die 6,70 m gewesen. Dann habe ich sie im Anlauf zurückgeschickt, doch auch der zweite Versuch war wieder knapp übergetreten. Danach noch einen Fuß zurück - wieder ungültig. Wenn man mindestens 6,38 m springen muss für den Endkampf, muss man viel riskieren". So blieb Beatrice Marscheck am Ende nur die Gewissheit, Sprünge um 6,60 m oder 6,70 drauf zu haben und jetzt den Kopf frei zu bekommen, um diese Weiten in der anstehenden Freiluftsaison zu springen.

 

 

Marscheck will in die Top 5

19.02.2010 - GIESSEN

(jth) Im vergangenen Sommer begeisterten sie die Leichtathletik-Fans bei den Weltmeisterschaften in Berlin - jetzt werden sie bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften in Karlsruhe am 27. und 28. Februar wohl für Top-Leistungen sorgen. Hochspringerin Ariane Friedrich (LG Eintracht Frankfurt) und die Kugelstoßer Nadine Kleinert (SC Magdeburg) und Ralf Bartels (SC Neubrandenburg) gehören zu den Top-Favoriten in der Europahalle. Aus heimischer Sicht liegen alle Hoffnungen auf der WM-Teilnehmerin Beatrice Marscheck vom LAZ Gießen/SV Garbenteich, die immerhin amtierende Deutsche Vize-Freiluftmeisterin ist.  

Nach dem bisherigen Verlauf der Wintersaison zu urteilen wird der Auftritt in Karlsruhe aber eine Wundertüte. Drei Erkältungen und eine Magen-Darm-Grippe bedeuteten ständige Unterbrechungen des Trainings. »Seit vergangener Woche funktioniert es wieder sehr gut. Wir haben den Sprint oben angestellt. Das hat sich in den Trainingsergebnissen deutlich gezeigt. Unser Ziel ist eine Bestzeit über 60 m, also unter 7,60 Sekunden. Im Weitsprung haben wir uns eine Weite von 6,50 Meter und ein Platz unter den ersten fünf Teilnehmerinnen vorgenommen«, erklärte Trainer Markus Czech.

Der Weitsprungwettbewerb dürfte spannend werden, dabei geht es auch um die Tickets für die Hallen-Weltmeisterschaft in Doha (12. bis 14. März). Lediglich zwei Startplätze stehen dort zur Verfügung. Sowohl die Deutsche Hallen-Meisterin Sosthene Moguenara (Wattenscheid), die U23-Europameisterin Melanie Bauschke (Berlin), die Deutsche Meisterin Sophie Krauel (Jena) und Bianca Kappler (Rehlingen) haben die für Doha geforderten 6,60 Meter bereits geschafft.

Im Hochsprung geht mit Ariane Friedrich die dominierende deutsche Hochspringerin der vergangenen Jahre als klare Favoritin an den Start. Sieben der acht nationalen Meisterschaften im Freien und in der Halle hat die WM-Dritte seit 2006 gewonnen. Die letzten vier Hallentitel gingen an sie. In Karlsruhe will die 26-Jährige nun den fünften Titel in Folge einspringen. Schlagen kann sie sich dabei wohl nur selbst. Zwar sind ihr die Verfolgerinnen um die Berlinerin Meike Kröger, die sich in diesem Winter auf 1,96 Meter gesteigert hat, auf den Fersen. Doch Friedrich überzeugte zuletzt mit zwei Siegen und einem Satz über zwei Meter.

 

Julia Gerter erreicht 200-m-Finale

23.02.2010

Jugend-DM: Ann-Christin Strack verpasst Endläufe nur um Haaresbreite - Cynthia Schmidt muss Verletzung Tribut zollen

HALLE/GIESSEN (ras). Recht unterschiedlich waren die Empfindungen der vier heimischen Sprinterinnen nach den zwei Tagen der Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Halle/Saale. Während Julia Gerter vom LAZ Gießen bereits am Samstag nach dem Erreichen des 200-m-Finales strahlen konnte, mischten sich bei ihrer Vereinskameradin Ann-Christin Strack die Freude über eine persönliche 200-m-Bestleistung mit dem Bedauern, sowohl den 200-m-Endlauf als auch den 60-m-Zwischenlauf um Haaresbreite verpasst zu haben. Nicht gerade nach Plan verliefen die Sprints der Heuchelheimerin Cynthia Schmidt und Lara Matheis von der TSG Gießen-Wieseck.

Für LAZ-Trainer Philipp Schlesinger stand schon vor den Wettkämpfen fest, "es dürfte ganz eng für meine beiden Athletinnen werden, einen Finalplatz der besten Acht über 200 m zu erreichen." Es wurde jedoch noch spannender, als der Pohlheimer im Vorfeld ahnen konnte. Seine Hoffnung, persönliche Bestzeiten seiner Schützlinge über 200 m beim Saisonhöhepunkt präsentieren zu können, erfüllten in den Vorläufen am Samstag sowohl Gerter als auch Strack.

Im Sog der Vorjahres-Hallenmeisterin Martina Riedl (SC Vöhringen/24,69), lief Julia Gerter die Hallenrunde zum Auftakt in 25,21. Nachfolgend gewann Ann-Christin Strack ihren Vorlauf in 25,29. Nach Ablauf der sieben Rennen durfte sich Gerter als Achte auf die Teilnahme am Sonntag im Finale freuen.

Dort auf Bahn eins laufend bereitete der enge Kurvenradius der hochgewachsenen Athletin jedoch erwartungsgemäß Schwierigkeiten, so dass die Zeit von 25,80 Rang acht bedeutete. Den Titel gewann Friedericke Möhlenkamp (TV Gladbeck) in 24,16. Noch vor dem 200-m-Finale trat die Fünfzehnjährige über 60 m an. Hier erreichte Gerter in 7,94 den Zwischenlauf. Mit Blick auf die starke Konkurrenz und in Gedanken schon etwas beim 200-m-Endlauf kam in 7,98 Sekunden das Aus.

Nur neun Hundertstel Sekunden trennten Ann-Christin Strack als Zehnte vom 200-m-Finale. Über 60 m wurde es noch enger. Wie Trainingsgefährtin Gerter sowie eine Läuferin aus Dortmund lief Strack im Vorlauf 7,94. Das bedeutete für alle Drei die vierundzwanzigschnellste Zeit. So musste das Los über die Zwischenlaufteilname entscheiden, bei dem Gerter das Glück hold blieb.

Nach einer zehntägigen Verletzungspause hatte Cynthia Schmidt nur noch drei Trainingseinheiten zur Verfügung, um sich auf die DM-Teilnahme über 60 m vorzubereiten. Zwar lief die TSF-Athletin in ihrem Vorlauf hinter der späteren Siegerin Stefanie Pähler (LG Olympia Dortmund/7,57) auf Rang zwei, die Zeit von 7,79 war jedoch alles andere als befriedigend. So kam Schmidt nach einer von Verletzungen und Erkrankung geprägten Hallensaison im Zwischenlauf nur auf 7,73. Das bedeutete nach allen drei Zeitläufen Rang neun mit einer hundertstel Sekunde Rückstand zur Achtbesten.

"Schade, bereits eine Cynthia in Normalform hätte um Platz drei mitkämpfen können," bedauerte ihr Trainer Hans Muhl. Wie erwartet siegte Pähler (7,44) vor Tatjana Pinto (7,49) von der LG Ratio Münster. Bronze eroberte Franziska Braun (Düren) in 7,66.

Deprimierend verlief das Wochenende für Lara Matheis. Die für die TSG Wieseck startende Watzenborn-Steinbergerin verkrampfte im letzten von sieben 200-m-Vorläufen (25,78) auf den letzten 50 Metern und musste den Kontakt zu ihren Konkurrentinnen abreißen lassen. "Beim über halbstündigen Warten auf meinen Lauf habe ich mich zu sehr unter Druck gesetzt," sagte Matheis anschließend. Auch am Folgetag fehlte über 60 m die nötige Lockerheit, so dass sie in 8,05 die Erwartungen nicht erfüllen konnte.

 
 

Ann-Christin Strack gewinnt den Südtitel

02.02.2010